22. Februar 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren

„Boxen“ sollen Heimnetzwerke besser schützen

Im “Internet of Things” in Smart Homes werden immer mehr Geräte in Netzwerke eingebunden – damit steigen die Sicherheitsanforderungen. Dafür sollen nun verstärkt Hardwarelösungen zum Einsatz kommen. Sie sollen Attacken verhindern, bevor sie überhaupt stattfinden.

Hersteller wie Bitdefender, Nodal und Itus Networks bringen in Kürze kleine Boxen auf den Markt, die eingehende Verbindungen in Heim-Netzwerken tausende Male pro Sekunde auf verdächtige Pakete überprüfen. Und statt auf eine Attacke zu warten, um Malware dann unschädlich zu machen, sollen die Angriffe proaktiv verhindert werden.

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Die Box Shield von Itus Networks soll alle Geräte in Heimnetzwerke besser vor Angriffen schützen. Quelle: Itus Networks

In großen Unternehmensnetzen sind die Geräte weit verbreitet

Die Sicherheitslösungen kombinieren Hardware und Software: Sie sind Router, Netzwerk-Firewall und „Intrusion Prevention System“ in einem. Sie lassen sich über den Ethernet-Port mit dem Router verbinden oder auch vor diesem anordnen.

In Unternehmensnetzwerken sind derartige „Network security appliances“ Standard. Sie überprüfen kontinuierlich den Datenverkehr und sollen so Einbruchsversuche erkennen und abwehren sowie Malware-Infektionen bereits auf Netzwerk-Ebene verhindern. Diese Schutzfunktionen sollen nun auch Heim-Netzwerke – vom integrierten PC bis zur „smarten“ Waschmaschine – erhalten.

Cloud-Technologien machen die „Box“ schlauer

Bitdefenders Box beispielsweise greift auf Cloud-Technologien zurück, um mehr Schutz zu bieten. Bogdan Botezatu, E-Threat-Analyst bei BitDefender, erklärt die neue Technologie: “Beim heutigen Stand der Dinge gibt es noch keine verlässliche Lösung für den Schutz des Internet der Dinge. Klassische Router bieten nicht die Möglichkeit, persönliche Angriffsprofile zu erstellen. Doch ohne diese Informationen und Daten ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Hacker in das Netzwerk gelangt. “

Der größte Vorteil der Box gegenüber Antiviren-Software liegt darin, dass sie keine Signaturen oder Firmware nutzen, die modifiziert werden können, um Angriffe über den Router auszuführen. Der komplette heuristische Prozess der Paket-Scans wird auf Server außerhalb des Netzwerks ausgelagert.

Box Numa

Nodal bringt mit „Numa“ eine entsprechende Box auf den Markt. Quelle: Nodal

Über eine App lässt sich auch das Smartphone oder Tablet mit der Box zuhause verbinden, die dann den eingehenden Traffic scannt. Die Bitdefender-Box soll demnächst zum Preis von 199 Dollar auf den Markt kommen. Im Preis enthalten ist das erste Jahr der Nutzung. Das Gerät fungiere auch als Antivirus-Lösung und installiere wichtige oder fehlende Updates für installierte Software oder Betriebssysteme automatisch.

„Shield“ von Itus Networks und „Numa“ von Nodal sollen zu ähnlichen Preisen im Frühjahr 2015 verfügbar sein.

 

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