2. März 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
Mobile World Congress

Ford startet vernetztes E-Bike-Experiment

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat Ford ein digital vernetztes E-Bike-Experiment gestartet. Die Fahrräder sollen dabei in den städtischen Verkehr sowie im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel integriert werden.

Das E-Bike-Projekt „Handle on Mobility“ ist Bestandteil des „Smart Mobility Plan“ mit insgesamt bislang 25 Mobilitätsprojekten rund um autonomes Fahren und intelligente Mobilität.

Das E-Bike-Experiment im Detail

E-Bike-FordMWC2015_Overview

E-Bikes: MoDe:Me und MoDe:Pro

Zunächst forderte Ford weltweit seine Beschäftigten zur Einreichung von E-Bike-Entwürfen auf. Die besten Designs aus über 100 Vorschlägen dienten als Vorlage für den Bau von Prototypen, die aktuell unter den Produktnamen MoDe:Me und MoDe:Pro auf dem Mobile World Congress in Barcelona zu sehen sind.

Beide E-Bikes sind mit einem 200-Watt-Elektromotor sowie mit 9-Ampère-Akkus ausgestattet; die Trittunterstützung wurde für Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h ausgelegt. Die Fahrräder bieten zudem beispielsweise ein Fahrer-Warnsystem. Es warnt den Radfahrer durch Vibrieren des Lenkers, wenn ein Kraftfahrzeug überholt. Zugleich werden überholende Fahrzeuge durch eine spezielle Beleuchtung am Lenker zusätzlich auf das E-Bike aufmerksam gemacht.

Die E-Bikes lassen sich leicht im Fahrzeug verstauen und bieten praktische Vorteile:

E-Bike-FordMWC2015_MoDeMe_03

Das E-Bike MoDe:Me passt in den Kofferraum

Das Modell „MoDe:Me“ wurde mit Hilfe des Fahrradherstellers Dahon gebaut und eignet sich ideal für Pendler. Es ist problemlos faltbar, so dass Pendler ihr Fahrzeug am Stadtrand parken können, um den Rest des Arbeitsweges mit dem E-Bike zurückzulegen, bedarfsweise auch unter Einbeziehung öffentlicher Verkehrsmittel.

Das Modell „MoDe:Pro“ wurde von einem Ford-Team aufgebaut und speziell für den gewerblichen Einsatz bei Kurieren, Handwerkern oder Lieferdiensten maßgeschneidert. Das E-Bike lässt sich in Nutzfahrzeugen wie dem Ford Transit Connect transportieren und könnte in der Stadt als ergänzendes Begleitfahrzeug genutzt werden.

E-Bike-FordMWC2015_MoDePro_02

E-Bike: Der „Lastesel“ MoDe:Pro

Ein Schlüsselelement: Die passende App

Beide Modelle verfügen über eine Anbindung an die experimentelle App „MoDe:Link“, die mit dem iPhone 6 kompatibel ist. Diese App bietet dem Nutzer der E-Bikes folgende Funktionen:

➤ Navigation: Griff-Vibrationen lassen den Fahrer wissen, wo er abbiegen muss. Blinker werden automatisch gesetzt. Die App kann fahrradfreundliche Straßen erkennen, vor Gefahren warnen und sogar mit anderen Fahrzeugen kommunizieren.

➤ Intelligentes Routing: Reiseplanung unter Einbeziehung aller genutzten Fahrzeuge und öffentlicher Verkehrsmittel sowie Infos zu Kosten, Reisezeit, Wetter, Parkgebühren und verfügbaren Ladestationen.

➤Automatische Pedalunterstützung: Diese Funktion basiert auf der Herzfrequenz, so dass Bike-Nutzer stets frisch und möglichst wenig verschwitzt am Ziel ankommen.

➤ SYNC-Kompatibilität: Das sprachgesteuerte Konnektivitätssystem Ford SYNC ist mit der App verbunden. So lässt sich beispielsweise der Ladestatus im Fahrzeug-Display ablesen, wenn das E-Bike im Inneren des Fahrzeugs verstaut und aufgeladen wird.

Nachdem Benutzer ein Ziel eingegeben haben, listet die App mögliche Wege auf und bietet eine schrittweise Navigation. Dies könnte eine Fahrt zum Bahnhof sein, wobei das E-Bike im Zug mitgenommen wird, um von der Ausstiegs-Haltestelle bis zum Zielort weiter als Fahrzeug zu dienen. Die App aktualisiert stetig die Route und bietet automatisch Alternativen an, wenn zum Beispiel ein Zug ausfällt.

„Es gibt so viele Möglichkeiten, um sich in der Stadt fortzubewegen. Da liegt es auf der Hand, diese zahlreichen Verkehrsmittel miteinander zu verbinden“, sagte Ken Washington, Vice President, Ford Research and Advanced Engineering. „Die nahtlose Nutzung von Autos, Bussen, Zügen und E-Bikes ist eine Antwort auf die veränderte Verkehrswirklichkeit und kann sowohl für Pendler als auch für Gewerbetreibende einen großen Unterschied machen“.

Quelle Header-Bild: Ford

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