3 Gründe, warum Starbucks in kabellosen Strom investiert

Firmen sind heiß auf frühe Technologien. Warum?

Neue, noch unausgereifte Technik ist ein unsicheres Invest? Starbucks und andere Konzerne investieren gerade hier, zum Beispiel in die Entwicklung von kabellosem Strom. Lesen Sie hier drei Gründe, warum Unternehmen zu Recht so interessiert an neuen Technologien sind – gerade im frühen Entwicklungsstatus.

Sergey Galyonkin iPad in Starbucks

Diesen Moccachino mit extra Sahne sollte man nicht aus den Augen verlieren. Quelle: Sergey Galyonkin iPad in Starbucks

Stellen Sie sich vor, Sie trinken Ihren Nachmittagskaffee bei Starbucks und laden das Smartphone „wireless“ auf – ohne in den letzten Ecken des Ladens nach Steckdosen zu suchen oder das Gerät aus der Hand zu legen. Gäste der Kaffee-Kette sollen sich mit kabellosem Strom in Zukunft nicht mehr angebunden fühlen, sondern mit der neuen Technologie lieber noch auf einen zweiten doppelt-sahnigen Caramel Macchiato bleiben.

Doch bisher konnte man sich eher nicht vorstellen, dass dieses Szenario in naher Zukunft Wirklichkeit werden könnte. Klar: die Aufladung via Induktion ist bereits machbar, doch ist der Nutzer letztlich damit wiederum örtlich eng gebunden.

Mit der neuen Technologie von uBeam soll die Aufladung jetzt quasi durch die Luft möglich werden. Starbucks glaubt schon daran und könnte bald investieren, wie TechCrunch hier berichtet.

Was verbirgt sich hinter der Technologie und warum stecken Unternehmen schon jetzt Geld in die Erfindung, obwohl sie sich noch im frühen Entwicklungstatus befindet?

frühe Technologien_uBeam Homepage

frühe Technologien: Akku aufladen, ohne lästige Steckdosen-Suche. Quelle: uBeam Homepage

So soll kabelloser Strom funktionieren

Einfach das Smartphone in eine normal aussehende Hülle packen und dann mit maximalem Abstand von rund 4.57 Meter das Handy aufladen? uBeam hat es damit immerhin schon in der Testversion geschafft.

Das ganze funktioniert via Ultraschall, dessen Vibrationen von Empfängern in Energie umgewandelt werden. Das Laden soll so schnell funktionieren wie per Kabel.

Die Vorteile:

  Ultraschall ist eine sichere, nicht gesundheitsbedenkliche Technologie.

  Die Empfänger sind günstig (rund 50 Dollar oder weniger).

  Die selben Wellen können auch weitere Daten übertragen. Lesen Sie mehr zu IoT.

  Und: Nutzer können das Smartphone durch den Raum tragen und flexibel dabei aufladen.

Darum investieren Unternehmen jetzt

  1. Die Technologie ist wirklich neu

Laden ohne Kabel via Magnetresonanz ist zwar nicht neu, aber nicht mit tatsächlich kabellosem Laden vergleichbar. Es stellt vielmehr nur eine weitere Option des stationären Ladens dar. Flexibleres Laden, während das Gerät weiter in der Hand liegt und man sich im Raum bewegen kann, das ist revolutionär.

Und: Gerade revolutionäre Technologien können auf hart umkämpftem Terrain den entscheidenden Wettbewerbsvorteil ausmachen.

  1. Attraktivität für Kunden steigern

    Got Credit Invest

    Richtig investiert. Quelle: Got Credit Invest

Starbucks und weitere große Investoren wollen als erste dabei sein, den neuen Service ihren Kunden zu bieten. Denn tatsächlich schlägt die Entwicklung in eine Kerbe der modernen digitalen Gesellschaft und Wirtschaft. Ohne elektronische Geräte geht nichts mehr und diese nicht ohne geladen zu sein. Davon hängen Unternehmen letztlich heute ab, da die Kundschaft Apps nutzt, online shoppt und sich Informationen beschafft.

TechChrunch berichtet, dass für die zu erwartende B-Serie ein Invest von 50 Millionen Dollar zu erwarten sei und die Technologie mit einem Wert von 500 Millionen oder je nach Fortschritt mehr haben soll.

  1. Technologie als Fortschrittsmotor Nummer 1

Die geplante Großinvestition zeigt nicht nur wie aussichtsreich das Projekt selbst ist, sondern auch wie stark der Glaube an neue Technologien ist. Sie sind für Unternehmen heute die Möglichkeit Nummer 1 zur Weiterentwicklung.

Bereits für die Serie A konnte uBeam 10 Millionen Dollar generieren, wobei bei der zweiten Runde das Interesse großer Konzerne, die ihre Chance als Early Mover sehen, noch gesteigert sein dürfte.

 

Hier schreibt Doris Breitenreuter für Sie

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