29. Mai 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
Mobile Betriebssysteme

Mobile IT: So halten Sie den Gerätezoo im Zaum

„Gibt es dafür eine App?“ ist mittlerweile eine Standardfrage – auch wenn es um Geschäftsprozesse geht. Denn der Einsatz mobiler Geräte gehört im Unternehmen längst zum Alltag. Ihre sichere Verwaltung ist ein Muss. Wie sich der „mobile Gerätezoo“ im Zaum halten lässt, erklärt Christoph Baumgärtner von MobileIron im Video am Ende des Artikels.

Smartphones und Tablets werden zur primären IT-Plattform in Unternehmen. „Durch den Mobile First-Ansatz kommt im Vergleich zur PC-Ära ein anderes Computing-Paradigma zum Tragen“, erklärt Christof Baumgärtner, Vice President beim CANCOM-Partner MobileIron. „Der ganze Firmen-Content muss gemanagt werden, damit er mobil auch optimal genutzt werden kann.“ Und das funktioniert nur über EMM: Enterprise Mobility Management.

Mobile IT: Jedes mobile Gerät wird auch privat genutzt

Über EMM-Lösungen lassen sich die mobilen Komponenten samt Apps und Daten sicher und effizient einsetzen. Denn die App-Philosophie für Unternehmen basiert beispielsweise auf Sandboxing-und Containerisierungs-Ansätzen: Dabei werden private Daten und Apps von geschäftlichen getrennt. Und erst dann sind mobile Geräte auch wirklich geschäftstauglich.

„Ich rate IT-Verantwortlichen, jedes Mobilgerät im Unternehmen grundsätzlich als ein Gerät anzusehen, auf dem sowohl private als auch geschäftliche Apps und Daten vorhanden sind und dementsprechend abzusichern“, sagt  Ojas Rege, Vice President Strategy bei MobileIron. Mit mobilen Betriebssystemen allein sei eine solche Absicherung nicht zu bewältigen. Dazu fehlen in diesen Systemen umfassende Features in Sachen Containerisierung, DLP-Technologie oder App-Management.

Immer wieder montags: Malware!

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Eine erfolgreiche EMM-Plattplattform stellt der IT-Abteilung eine Möglichkeit zur zentralen Durchsetzung der Zugangskontrollen und Authentifizierung für Anwendungen und Content sowohl auf unternehmenseigenen als auch auf privaten Geräten zur Verfügung. Quelle: MobileIron

Einen Beleg für die Schwachstellen liefert beispielsweise der “NTT 2015 Global Threat Intelligence Report“. Den Ergebnissen zufolge steigen jeweils montags die Malware-Entdeckungen in Unternehmen sprunghaft an – immer dann, wenn Mitarbeiter ihre mobilen Endgeräte wieder ins Firmennetz einbinden. Außerhalb der Sicherheitszone der Unternehmen sind sie Angriffen ausgesetzt, weil ihre Geräte zu viele ungepatchte Schwachstellen aufweisen.

EMM-Lösungen mit Features wie die App-Connect-Containerisierungs- und Verschlüsselungstechnologien, die in der MobileIron-Plattform integriert sind, bieten Abhilfe, wenn Geräte auch privat genutzt werden und schließen die Lücken.

Beim MobileIron-Kunden Bausparkasse Mainz AG beispielsweise können die externen Finanzberater unterwegs neben den firmeneigenen iPads auch ihr privates iPhone einsetzen. „Ein solches privates iPhone mit eingeschränktem Zugriff auf Unternehmensdaten muss aber zwingend von der MobileIron-Plattform verwaltet werden“, erklärt Dirk Runkel, Abteilungsleiter Systemplanung und Betrieb bei dem Finanzdienstleister.

Kein Problem: Unterschiedliche Betriebssysteme

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Bildquelle: IDC

Die Trends der freien Gerätewahl (CyoD und ByoD) sind nur ein Beispiel dafür, dass ohne leistungsfähiges EMM keine vernünftige Mobility-Strategie möglich wird. Nicht zuletzt ergibt sich die Notwendigkeit des Einsatzes eines EMM aber auch aus der Tatsache, dass die Mehrzahl der Unternehmen mehrere mobile Betriebssysteme verwendet.

Eine IDC-Studie liefert hier eindeutige Zahlen: „Im Durchschnitt sind in den befragten Firmen mehr als zwei mobile Betriebssysteme im Einsatz. Die Unternehmen haben es im zurückliegenden Jahr nicht geschafft, ihre Betriebssystem-Landschaft zu vereinheitlichen“, so Mark Schulte, Consultant und Projektleiter bei IDC.

Ein Tipp: Sag niemals nie

Die meisten Unternehmen wollen diese Vereinheitlichung wohl auch gar nicht. Beispielhaft ist da die Aussage von Thomas Hönig-Heinemann, Abteilungsleiter IuK Netzwerk bei den Stadtwerken Unna GmbH, ebenfalls ein MobileIron-Kunde. „Die Innovationszyklen in der Mobile IT sind so kurz, dass man auf diesem Feld niemals nie sagen kann und für technologische Neuerungen von der Infrastruktur her bereit sein muss.“

Deshalb sollten Unternehmen bei der Auswahl auf Lösungen Wert legen, die nicht auf das Management einzelner mobiler Betriebssysteme beschränkt sind.

Und hier das Exlusiv-Interview mit Christof Baumgärtner, VP MobileIron:

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Quelle des Titelbilds:  Pixabay.

Hier schreibt Heide Witte für Sie

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