22. Mai 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
Mobil in allen Geschäftsbereichen

Apps als „Zündschlüssel“ für Firmenerfolge

Der Fluggast hat ein Problem, die Schlange am Service-Schalter ist lang – und der Flieger in Kürze eventuell weg. Doch Service-Mitarbeiter müssen nicht mehr länger hinter dem Counter auf ihren Bildschirm starren, um eventuell helfen zu können. Business-Apps machen das auch mobil möglich. Weitere Beispiele dafür, wie Apps Mehrwert für Unternehmen generieren, finden Sie hier.

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Apps wie „Passenger Care“ von IBM erlaubt mehr Kundenservice und bietet mobilen Zugriff auf die Anwendungen im Hintergrund. Quelle: IBM

Bei Air Canada kann der Fluggast sich selbst helfen – und auf die IT im Hintergrund zugreifen, um sich nötige Infos auf sein Smartphone oder Tablet zu holen. Denn die Fluglinie hat zusammen mit IBM eine App entwickelt, über die das Personal – aber auch die Kunden der Airline – in Echtzeit den Flugstatus überprüfen oder sich die Bordkarte elektronisch auf das mobile Gerät holen können. Dazu hat die App Zugriff  auf die Back-end-Systeme der Fluglinie. Nach Angaben von Air Canada konnten die Check-in-Kosten damit um 80 Prozent reduziert werden. Außerdem verkürzten sich die Warteschlangen und die Kundenzufriedenheit sei gestiegen.

Apps optimieren Geschäftsprozesse

Immer mehr Unternehmen setzen auf Apps, um ihre Geschäftsprozesse zu verbessern. Das Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft. Ein Leuchtturm-Projekt: Die Flugbegleiter-App Passenger+. Sie ist aus der Kooperation zwischen Apple und IBM entstanden. Diese iPad-App ist über die MobileFirst-Plattform von IBM mit den Backend-Systemen der Fluggesellschaft verbunden.

Stewardessen und Stewards können damit auf Basis der Buchungsdaten die verschiedensten Informationen abrufen: Per Touch sehen sie beispielsweise Sonderwünsche von Passagieren, die Sitznummern von VIP-Gästen und sogar die Namen von Fluggästen, die einen Anschlussflug gebucht haben, diesen aber verpassen werden, weil die Maschine Verspätung hat.

Mehr noch: Sie sind in der Lage, nun alternative Flugverbindungen zu recherchieren, das passende Angebot zu buchen und ein elektronisches Ticket auf das mobile Gerät des Fluggastes zu schicken. Es soll sogar möglich sein, das Ticket noch an Bord über Apple Airprint zu drucken.

Lufthansa

Crews der Lufthansa können alle flugrelevanten Informationen wie Flugplan, Streckenerlaubnis oder Wetterinfos direkt auf dem Surface Pro 3 vom Cockpit aus einsehen und aktualisieren. Quelle: Microsoft

Um beim Fliegen zu bleiben: Die Lufthansa rollt seit Februar diesen Jahres bei den Piloten und Crews sukzessive Surface-Tablets von Microsoft mit entsprechenden Apps aus. Sie können damit auf ihr Firmennetzwerk zugreifen und erhalten alle flugrelevanten Informationen wie Flugplan, Streckenerlaubnis, Wetterinfos und laufende Aktualisierungen direkt auf das Tablet. Für die Umschulung auf einen neuen Flugzeugtyp stehen der Cockpitcrew zudem interaktive Trainingsprogramme zur Verfügung.

Mobile hält Einzug in allen Geschäftsbereichen

Ein Einsatzschwerpunkt für Apps ist auch der Servicebereich. „Über ein Tablet können Servicetechniker Maschinendaten auslesen. Auch Remote Experts lassen sich virtuell über einen Video-Anruf direkt an die Maschine beordern, um die Servicetechniker vor Ort zu unterstützen“, erklärt Werner Schwarz, Experte für Mobile Solutions bei CANCOM.

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Bei Wartungsarbeiten oder Problemen lassen sich per Chat Remote Experts dazu schalten. Quelle: CANCOM

Der Mehrwert für die Industrie: Der Einsatz von mobilen Apps optimiert Arbeitsprozesse. Mitarbeiter gelangen schneller an den Einsatzort und bekommen kontextbezogen direkt die Informationen, die sie benötigen, um ihre Arbeit auszuführen. Die Suche nach Werkzeugen, Standorten von Maschinen, Dokumenten wie Wartungsaufträge, Handbücher oder Umrüstaufträge von Maschinen entfallen durch eine automatische Bereitstellung per App.

Auch im Retailbereich sieht Schwarz vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Sein Beispiel: „Ein Kunde möchte mobile Beratung in seinen Märkten realisieren. Dafür können wir die Analyse, die komplette Planung, die Geräte, die Sicherheit und die entsprechenden vorinstallierten Apps – mit Anbindung an die Business-Anwendungen – liefern“, sagt Schwarz.

Preisgekrönte Angebote

CANCOM hat für mobile Unternehmen ein komplettes Portfolio entwickelt: Angefangen von den Devices über den sicheren Zugang, die Absicherung der Geräte bis hin zu mobilen Strategien für mobiles Business. „Der Kunde bekommt die Lösung aus einer Hand. Dafür wurde CANCOM vor kurzem im „Mobile Enterprise Vendor Benchmark für 2015“ von Experton als führender Anbieter ausgezeichnet. Kriterien waren Angebot für Produkte und Service im Bereich Enterprise Mobility sowie Markt- und Wettbewerbsposition.

Laut dem Mobility-Experten Schwarz werden Apps „die Tür der Unternehmen aller Branchen zu Kunden und Mitarbeitern und zu einem zentralen Instrument im Service und Vertrieb“. Denn viele Unternehmen setzen bereits auf Tablet-Anwendungen zur Unterstützung der eigenen Vertriebs- und Servicemitarbeiter. Dabei werden beispielsweise CRM- oder ERP-Systeme, Informationen zum Bestellvorgang sowie Produkt- und Ersatzteilkataloge mobil verfügbar gemacht und mit verbesserten, interaktiven Darstellungen angereichert.

Das Ziel ist immer: Wettbewerbsvorteil durch höhere Beratungs- und Servicequalität. Smartphones und Tablets sind damit die „Zündschlüssel der Zukunft“, wie es der Digitalverband Bitkom in einem Aktionsplan formulierte.
Erfahren Sie hier in einem Exklusiv-Video von CANCOM.info, was Firmen vom mobilen Business haben. Hier finden Sie zudem alle Mobility-Lösungen von CANCOM.

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Quelle Headerbild: IBM/Apple

Hier schreibt Heide Witte für Sie

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