30. Juni 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren

Drei Gründe für den Auftrieb in der Produktion

„In Deutschland ist die Produktion teuer und wird deshalb immer stärker zurückgehen.“ Aussagen, wie diese könnten in Zukunft verstummen. Der Standort Deutschland soll in den nächsten zehn Jahren deutlich von der „Industrie 4.0“ profitieren und damit der Fertigungsindustrie zu neuen Höhen verhelfen, wie eine Prognose der Boston Consulting Group (BCG) 2015 zeigt. CANCOM.info fasst die drei wichtigsten Gründe für den Auftrieb in der Produktion zusammen.

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Die Deutsche Industrie wird wachsen und für mehr Arbeitsplätze sorgen. Quelle: BCG.

Industrie 4.0 meint die vierte industrielle Revolution in Form von Informatisierung der Fertigungstechnik bis hin zu smarten Industrien. Das beinhaltet eine zunehmende Automatisierung, die Vernetzung aller am Prozess beteiligten Instanzen und Dinge, die es möglich machen Verfügbarkeiten und Informationen in Echtzeit zu messen, zu reagieren und so die Wertschöpfung enorm zu optimieren. Die Boston Consulting Group prognostiziert für die deutsche Produktion in den nächsten zehn Jahren bis zu 390.000 neue Arbeitsplätze, ein zusätzliches Wachstum des Bruttoinlandproduktes von rund 30 Milliarden Euro beziehungsweise 1 Prozent sowie ein Investitionsvolumen von 250 Milliarden Euro durch Industrie 4.0.

Das sind die drei Gründe für den Erfolg der Industrie

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Die neun Technologien der industriellen Revolution. Quelle: BCG.

1. Technologie: Deutschland hat die Technologien, um die Industrie zu wandeln. IT-Unternehmen werden dafür zunehmend mit der Industrie kooperieren und die Vernetzung von Menschen, Objekten und Systemen vorantreiben. In der Grafik sehen Sie die neun entscheidenden Technologien, wie die Cloud, Big Data und das Internet der Dinge.

2. Investition: Der Automatisierungsgrad in der deutschen Industrie ist bereits weit fortgeschritten. Viele Industrieunternehmen werden bereit sein, in den eigenen Wandel durch die IT weiter zu investieren. Die BCG nennt einen zusätzlichen Investitionsbedarf von 250 Milliarden Euro für Deutschland bis 2025, dies entspricht 1 bis 1,5 Prozent des Umsatzes von Unternehmen. 

2. Wissen: Die deutsche Industrie hat das nötige Know-How für eine hochmoderne Produktion und die Fertigung. Dieses Wissen gilt es trotz der zunehmenden Technologie zu schützen und weiter zu entwickeln. Hinzu kommen neben der Kooperation mit IT-Unternehmen verstärkt eigene Kenntnisse im Bereich der IT und Softwareentwicklung.

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„Die deutsche Industrie mit ihrem führenden Automatisierungsgrad hat alle Chancen, bei Industrie 4.0 ganz vorne mitzuspielen“, sagt Michael Rüßmann, BCG-Partner und einer der Studienautoren. „Die Unternehmen können sogar eine Führungsrolle einnehmen, wenn sie jetzt entschieden handeln. Das bedeutet, sich mit den technologischen Möglichkeiten auseinanderzusetzen und für die eigene Produktion pragmatisch die passenden Technologien einzuführen.“

Titelbild Quelle: Pascal,  CC0 1.0

 

 

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