22. Juli 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
Deutsche Unternehmen im Fokus der Cyber-Attacken

Mittelstand: Jeder Zweite von Cyber-Angriffen betroffen

Sony und Apple sind wohl die bekanntesten Unternehmen, die in den vergangenen Jahren Opfer von groß angelegten Cyber-Attacken wurden. Doch auch deutsche Unternehmen werden verstärkt Ziel von Spionage, Sabotage oder Datendiebstahl.

51 Prozent aller deutschen Unternehmen waren in den letzten zwei Jahren mindestens einmal von Cyber-Angriffen betroffen. Dabei trifft es verstärkt mittelständische Firmen. Mit rund 61 Prozent lagen diese merklich über den attackierten Groß- und Kleinunternehmen.

„Das Know-how deutscher Unternehmen ist weltweit begehrt“

Der Studienherausgeber Bitkom verweist in einem aktuellen Paper auf die Relevanz des deutschen Mittelstands im globalen Umfeld. Hier finden sich hoch innovative Produkte, die vermehrt nicht nur von Wettbewerbern ausspioniert werden, sondern auch von Nachrichtendiensten, kriminellen Organisationen oder gar terroristischen Gruppen angelaufen werden. Dabei sind vor allem Branchen wie Automobilbau, Chemie und Pharma sowie Finanzdienstleistungen von Cyber-Attacken betroffen.

(Grafik: Bitkom)

Fast jede Branche ist von Cyber-Angriffen in den letzten zwei Jahren betroffen gewesen. Grafik: Bitkom.

Die Absichten und Ziele solcher Wirtschaftsspionage, Sabotage oder von Datendiebstahl sind also bereits bekannt. Dennoch können sich mittelständische Unternehmen nur bedingt dagegen wehren. Als Grund sieht Bitkomm die fehlenden Mittel, die dem Mittelstand zur Abwehr solcher Angriffe zur Verfügung stehen. Folgen sind der illegale Eingriff in unternehmensinterne Informationen – teilweise auch in Daten über Großkonzerne, welche mittelständische Unternehmen als Zulieferer nutzen.

Nur die Hälfte der Unternehmen verfügt über Notfallmanagement

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In dem aktuellen Studienbericht sieht Bitkom jedoch nicht nur den deutschen Mittelstand in der Pflicht, sich besser abzusichern. Vielmehr würden rund 50 Prozent der gesamten deutschen Unternehmenswelt nicht über ein betriebliches Notfallmanagement verfügen. Dazu zählen schriftlich geregelte Abläufe und Sofortmaßnahmen, die bei Cyber-Angriffen greifen müssen, damit die Arbeitsfähigkeit des Unternehmens nicht langfristig beeinträchtigt wird.

Quelle Titelbild: flickr: elhombredenegro, CC BY 2.0

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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