28. August 2015 | pArtikel drucken | k2 Kommentare
"Chancen 2016" – Der Systemhauskongress

5 Trends: So wandeln sich IT-Dienstleister für Sie

Auf dem Systemhauskongress stellen sich alljährlich IT-Dienstleister selbst auf den Prüfstand und tauschen sich über ihre Geschäftsmodelle aus. Im Fokus stehen Sie, der (potentielle) Systemhauskunde. Diese fünf Trends bewegen die IT-Profis und werden Unternehmen künftig entscheidend wandeln.

Ob Trendthemen wie Managed Services, Cloud, Mobile Enterprise und Big Data Analytics oder auch Klassiker des Systemhausgeschäfts wie Drucken und Archivieren – alle Bereiche bieten heute ganz neue Möglichkeiten in der Umsetzung und für die Entwicklung von Geschäftsmodellen.

Martin Mayr, Vice President CANCOM, im Gespräch auf dem Systemhauskongress. Bildquelle: ChannelPartner.

Diese „Chancen 2016“ diskutierten Systemhäuser am 26. und 27. August 2015 in Düsseldorf. Über 200 IT-Dienstleister sind zum Event der Zeitschrift ChannelPartner angereist, um sich zu den Themen auszutauschen, sich Praxistipps zu holen und herauszufinden, wie sie ihre Strategien für die Trends und neu aufgelegten Klassiker anpassen können.

„Die Innovationen, die heute Systemhäuser unter sich so rege diskutieren, finden sich in Zukunft vermehrt in den Unternehmen. Denn: Die IT spielt für die Weiterentwicklung von Unternehmen die entscheidende Rolle. Das Event zeigt, dass CANCOM mit seinen Initiativen und Lösungsansätzen auf dem richtigen Weg ist und wir schon heute auf den Arbeitsplatz der Zukunft gut vorbereitet sind. Weitere Anreize durch das Event bieten zunächst uns und somit auch unseren Kunden einen guten Mehrwert.“ so Martin Mayr, Senior Vice President des Dienstleisters CANCOM und Teilnehmer des Systemhauskongresses.

CANCOM.info hat dem IT-Dienstleister auf dem Systemhauskongress über die Schulter geschaut und für Sie die Top Fünf der Trends zusammengestellt. So wandeln sich die IT-Dienstleister für Sie:

1. Digitaler Wandel verändert den Markt fundamental

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Auch in diesem Jahr voll besetzt: Der Systemhauskongress. Bildquelle: ChannelPartner.

Die sogenannte digitale Transformation ist bereits ein bekanntes Buzzword. Gemeint ist damit, dass Unternehmen in der digitalen Ära ihre gesamte Wertschöpfungskette von der Planung, Steuerung, Optimierung bis hin zur Umsetzung an die neuen Herausforderungen anpassen. Man könnte sagen „alles, was digital werden kann, wird auch digital“. Für Unternehmen heißt das:

➤ die Digitalisierung des eigenen Leistungsangebots: Auf Basis der IT entwickeln Firmen etwa Produkte oder Services, mit denen sie sich von Wettbewerbern abheben
➤ die Digitalisierung der Leistungserbringung: Die Geschäftsabläufe, wie etwa die physische Fertigung, die sich im Sinne von Industrie 4.0 oder durch vernetzte Geräte wandelt
➤ die Digitalisierung des gesamten Business: So setzen Firmen zunehmend auf digitalisierte Formen der Zusammenarbeit (UCC) und mobiles Arbeiten.

IT-Dienstleister wie CANCOM haben erkannt, dass die digitale Transformation nicht an einer Stelle im Unternehmen Halt macht und entsprechend komplette Szenarien (Architekturen) entwickelt. Dabei geht es bei der Transformation nicht im eigentlichen Sinne um einen abschließbaren Prozess (wie der Begriff fälschlicherweise nahe legt), sondern um eine langfristige Entwicklung. Die Systemhäuser stellen sich daher auf eine dauerhafte Partnerschaft mit ihren Kunden ein.

2. Branchenspezialisierung im Fokus

In diese Kerbe schlägt auch die Spezialisierung der Systemhäuser auf dem Kongress: Das alte Modell der Systemhäuser, IT bereitzustellen und gegebenenfalls nach einer gewissen Zeit wieder einen Austausch der Hard- oder Software vorzunehmen, gehört der Vergangenheit an. Früher wurden die Systemhäuser daher manchmal als „Kistenschieber“ bezeichnet, heute sind sie Dienstleiter und Berater, die gesamte Businessprozesse in den Blick nehmen und optimieren.

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Smarte Technologien bieten Vorteile für alle Unternehmensbereiche. Quelle: CANCOM.

Ein klassisches Beispiel hierfür wäre die Koppelung von Produktions- und Geschäftsabläufen, etwa in Form der Anbindung einer ERP-Lösung (Enterprise-Resource-Planning) mittels Schnittstellen an intelligente Maschinen, wodurch etwa eine exakte Just-in-time-Produktion ermöglicht wird.

So eng verwoben, wie heute die Businessprozesse sind, so unbegrenzt sind die Anwendungen in den unterschiedlichen Branchen, weshalb auch bei den Dienstleitern der Ausbau branchenspezifischer Leistungen zu beobachten ist. Lesen Sie hier mehr über CANCOMs Gesamtkonzepte in den Bereichen Retail Solutions, Industry und Public Services.

3. Neue Marktthemen kommen

cancom.infoDie digitale Transformation macht dabei auch vor den Systemhäusern selbst nicht halt. Die Systemhäuser wandeln nicht nur die IT bei den Kundenunternehmen, sondern passen auch ihre internen Prozesse an. Sie gehen etwa im Vertrieb und der Kundenansprache neue Wege: Ein Beispiel dafür sind moderne Corporate Publishing Plattformen wie das Magazin CANCOM.info, das Sie in diesem Augenblick lesen.

Denn auch die Zielgruppe der Systemhäuser hat sich gewandelt: Durch die IT-gesteuerten Prozesse, die heute alle Bereiche der Firmen betreffen und sie enger als je zuvor miteinander vernetzt, ist nicht mehr nur der IT-Fachleiter der Ansprechpartner. Auch die Geschäftsführung verlangt nach verständlich aufbereiteten Erklärungen der Chancen durch die neue IT, weshalb die IT-Dienstleister zunehmend an ihren Berater-Komptenzen feilen.

Auch haben immer mehr Fachbereiche ein eigenes IT-Budget zur Verfügung, wie der Marktanalyst Lünendonk im Whitepaper Business Innovation/Transformation Partner belegt. Entsprechend ist auf dem Systemhauskongress auch Thema, wie diese Zielgruppen abgeholt werden können.

4. Betreuung und Service

Die Notwendigkeit langfristiger Partnerschaften zwischen Systemhäusern und ihren Kunden ergibt sich auch aus den zunehmenden Service-Dienstleistungen. So lagern immer mehr Unternehmen ihre IT aus. (Ein Grund dafür ist der IT-Fachkräftemangel, wie CANCOM.info berichtete).

Gerade auch für Unternehmen mit einer kleinen IT-Abteilung oder ganz ohne eigene IT bietet sich Outsourcing an.

Viele Aspekte, wie die zunehmend benötigte Rechenpower oder die gestiegene Bedrohung durch Cyber-Kriminelle, sind für die Unternehmen immer schwerer selbst zu handeln. Die Systemhäuser bieten mittlerweile transparente Modelle und flexible SLAs (Service Level Agreements), übernehmen anteilig das Management der IT bis hin zur kompletten Leistung aus der Steckdose.

5.  Ungreifbare Themen werden real

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Omni-Channel ist der Top Trend für den Einzelhandel. Quelle: Technologie-Atlas EInzelhandel / EHI Retail Institute.

Big Data, Industrie 4.0 oder das Internet der Dinge – diese Themen klangen noch vor nicht allzu langer Zeit wie Marketingversprechungen der Systemhäuser. Heute geht es auch auf dem Systemhauskongress um die Umsetzung in der Praxis, denn die Themen sind bereits bei den Unternehmen angekommen. Der Handel etwa hat die Bedeutung von Omni-Channel bis hin zu Big Data erkannt, wie der Auszug aus dem Technologie-Atlas (rechte Grafik) zeigt.

Oder stellen Sie sich Abläufe in der Industrie, wie diesen vor: Der IT-Dienstleister unterstützt einen Mitarbeiter vor Ort bei der Behebung einer Störung – ohne selbst präsent zu sein. Möglich macht das etwa die Remote-Expert-Lösung von CANCOM, bei der per App ein Video-Call mit einem Experten gestartet wird. Gleichzeitig ermöglicht die App die Übergabe von verschiedenen Parametern an den Empfänger. So erhält dieser direkt alle notwendigen Informationen wie beispielsweise Fehlercode, Maschinentyp und den Service-Fall.

Durch die Kamera von Smartphone oder Tablet kann er sich live ein Bild von der Situation machen und dem Service-Techniker vor Ort mit Anweisungen oder Handlungsempfehlungen helfen, das Problem schnellstmöglich zu lösen. Mehr zu dieser Lösung gibt es hier.

Quelle Titelbild: ChannelPartner

 

Hier schreibt Doris Breitenreuter für Sie

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