28. August 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
Mittel zur Kundenansprache

Deswegen sollten Unternehmen Online-Videos nutzen

Während die TV-Nutzung stagniert, sehen sich immer mehr Menschen Online-Videos auf Youtube, Vimeo, Netfix und Co. an, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Gerade Firmen sollten diesen Kommunikations-Kanal deshalb nicht unterschätzen.

Steuert man Unternehmens-Websites an, hat man zeitweise den Eindruck, dass gerade mittelständische Unternehmen die Bedeutung von Online-Videos als Kommunikationsmedium und Mittel zur Kundenansprache unterschätzen. Oftmals gibt es wenige bis gar keine Videos oder nur unprofessionelles Material zu finden.

Doch: Online-Videos haben immer mehr Zuschauer. Mittlerweile werden insgesamt 17 Prozent der im Internet verbrachten Zeit für die Nutzung von Videoinhalten verwendet, 2014 waren es erst 12 Prozent. Das ist das Ergebnis der Studie TNS CONVERGENCE MONITOR, für die insgesamt 1.502 Personen im Alter von 14 bis 64 Jahren in Deutschland befragt wurden.

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Der Anteil der Bewegtbildnutzung an der Internetnutzung ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

Die Hälfte schaut monatlich

Klar: vor allem jüngere Menschen sind von Online-Videos angezogen. 77 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und mehr als die Hälfte der der 30- bis 49-Jährigen sehen mindestens einmal pro Monat Videomaterial online an.

Bei den 50- bis 64-Jährigen sind es zwar nur 28 Prozent. Insgesamt jedoch sitzt die Hälfte aller 14- bis 64-Jährigen mindestens einmal pro Monat vor dem PC, um Videoclips, Filme oder Serien im Netz anzusehen.

Besonders beliebt sind kurze Videos

Wer Videos produziert sollte sich dabei vor allem mit den Sehgewohnheiten der Videogucker auseinandersetzen. Hier gilt: in der Kürze liegt die Würze. Besonders beliebt sind knappe Videoclips, die fast von der Hälfte der 14- bis 64-Jährigen mindestens einmal im Monat angeklickt werden.

Auch die kostenfreien Angebote der TV-Sender im Netz sind auf Erfolgskurs: Knapp ein Fünftel ruft regelmäßig ganze Fernsehsendungen im Internet ab.

Second Screen Nutzer

Auch eine interessante Information für Firmen, die Fernsehwerbung im Einsatz haben: Mehr als die Hälfte der sogenannte Second Screen Nutzer im Alter von 14- bis 29-Jährigen informieren sich parallel zum Fernsehen über das Internet, 81 Prozent davon mit dem Smartphone. Zudem surft knapp die Hälfte der jüngeren Second Screen Nutzer auf Seiten mit Bezug zu der Sendung, die sie gerade im Fernsehen ansehen – meist auf Sozialen Netzwerken wie Facebook.

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Lineares Fernsehen weitgehend konstant. Bewegtbild insgesamt mit Steigerungen durch zunehmende Nutzung über Internet.

Mehr als ein Drittel informiert sich zeitgleich im Internet, wenn in der Werbung ein interessantes Produkt gezeigt wird, jeweils ungefähr ein Drittel vertieft online die im Fernsehen gesehenen Inhalte und hat mehr Spaß beim Fernsehen, wenn es sich online über das Gesehene austauschen kann. Entsprechend wichtig für die Firmenkommunikation sind ganzheitliche Kampagnen und das Zusammenspiel aller Medien.

Quelle Titelbild: Pixabay / stokpic.



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Hier schreibt Doris Breitenreuter für Sie

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