2. September 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
Zum Auftakt der IFA 2015

So gehen Firmen am besten mit der Mobilgeräteflut um

Smartphones, Tablets und Wearables – das sind laut Bitkom die Themen der Unterhaltungselektronikbranche. Die Consumerelectronic-Messe IFA 2015 stellt Ende der Woche weitere Trends vor. Eines steht schon jetzt fest: Unternehmen vieler Branchen werden sich auf die zunehmende Mobilgeräteflut einstellen müssen.

Mit 25,56 Millionen verkauften Geräten und einem Umsatzwachstum von 7,3 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro sollen Smartphones 2015 einen neuen Verkaufsrekord aufstellen, so Bitkom. Auch Tablets und Wearables tragen dazu bei. Klassische Unterhaltungselektronik wie TV-Geräte, Digitalkameras, Audio-Geräte, Spielkonsolen sowie Blue ray- und DVD-Player verlieren dagegen an Bedeutung.

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Mobilgeräte verbreiten sich rasant. Anteil der Nutzer von Smartphone und Tablet-PC in Prozent. Quelle: Bikom.

Diese Aussichten dürften die Besucher der IFA, einer der wichtigsten globalen Messen für Unterhaltungselektronik (4. bis 9. September 2015 in Berlin) bewegen. CANCOM.info wird von den spannensten Businessthemen der IFA für Sie berichten.

Jenseits der auf der Messe vorgestellten Trends, stellt der steigende Anteil an Mobilgerätenutzern (vgl. Grafik rechts) für Unternehmen jetzt schon eines in Aussicht: Handlungsbedarf.

Das kommt auf Firmen angesichts der Mobilgeräteflut zu:

a) Die eigenen Strukturen müssen an die zunehmende Mobilgeräte-Nutzung innerhalb der Firmen angepasst werden.

Modernes flexibles Arbeiten jenseits von festen Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodellen ist ein wichtiges Thema für zahlreiche Unternehmen, die in Zukunft verstärkt projektorientiert agieren. Reibungsfreie und optimierte Abläufe und Prozesse setzen hier allerdings entsprechende IT-Umstellungen voraus (CANCOM.info berichtete), die es ermöglichen, auf allen Geräten – von Smartphone bis Tablet – die gleichen Anwendungen bruchfrei zu nutzen.

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Das gilt vor allem für Tools zur Zusammenarbeit (UCC) wie Filesharing aber auch Kommunikationsmedien wie Videotelefonie, die auch über das Smartphone funktionieren sollte. Auch die Frage nach der sicheren Einbindung der unterschiedlichen Geräte und Betriebssysteme in das Unternehmensnetz muss geregtelt werden.

b) Die Geschäftschancen durch Mobilgeräte nutzen.

Passen die Kommunikationsmittel, bietet die immer größere Userzahl der mobilen Geräte eine enorme Zielgruppe. Dafür muss die Kundenansprache auf mobile Nutzung und Gewohnheiten angepasst sein.

Firmenapps stellen hier etwa einen Wachstumsmarkt dar (CANCOM.info berichtete), aber auch clevere neue Kundenservices wie Videoberatung könnten im Wettberwerb ausschlaggebend sein.

Die Zahlen von Bitkom zusammengefasst:

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Neuer Verkaufsrekord bei Smartphones Deutscher Markt für Smartphones 2013 – 2015. Quelle: Bitkom.

✰   Tablet Computer:  7,74 Millionen verkaufte Geräten bei einem Umsatz von 2,09 Milliarden Euro und einem Wachstum von 1,7 Prozent.

✰   Klassische Unterhaltungselektronik: Rückgang von 3,8 Prozent auf 9,78 Milliarden Euro Umsatz.

✰   Smartwatches und Fitness-Tracker: Erwarteter Absatz dieses Jahr von 1,72 Millionen Geräten und Umsätze von 240 Millionen Euro.

Hier geht es zur Bitkom-Prognose.

 Titelbild Quelle: Pixabay / liezelzpineda 

Hier schreibt Doris Breitenreuter für Sie

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