8. Oktober 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
Performance ist das A und O

E-Commerce: (Lade-)Zeit ist Geld

Unternehmen des deutschen E-Commerce setzen zu wenig auf hohe Performance in Sachen Ladezeiten und schneller Seitenaufbau ihrer Webshops. Das geht ins Geld, und zwar massiv. Denn riesige finanzielle Potentiale bleiben dadurch wortwörtlich auf der Strecke.

assimilation-373783_1280

Lange Wartezeiten kosten nicht nur Nerven, sondern auch Geld. Quelle: Pixabay.

Webseitenoptimierung beginnt bei der Datenmenge. In der mobilen Arbeitswelt ist die Vermeidung riesiger Datenmengen auf einer Online-Präsenz essentiell, denn wer auf hohe Performance auf mobilen Endgeräten verzichtet, wird langfristig Probleme im Markt bekommen. Geringe Ladezeiten und eine schnelle Öffnung aller relevanten Inhalte der Webseite garantieren Zufriedenheit beim Kunden und bei Verbrauchern. Doch auch am Desktop-PC setzt man weiterhin auf einen schnellen Ladevorgang im Netz. Spätestens seit Google die Ladezeit in sein Ranking aufgenommen hat, sollte klar sein, dass man auf Performance setzen muss.

Je schneller, desto besser…

In einer Analyse des Portals konversionskraft zeigen aktuelle Zahlen, dass in vielen Fällen schleunigst etwas gegen langsamen Seitenaufbau getan werden sollte. Denn lange Ladezeiten kosten Geld. Die Rechnung, wie viel Bares liegen bleibt, ergibt sich aus den deutschen Top-100 E-Commerce Unternehmen.

Pro Sekunde Ladezeit nimmt die Conversionrate (also weitere Klicks durch den Nutzer im Shop) um sieben Prozent ab. Bei einem durchschnittlichen Jahresumsatz besagter Unternehmen von 215,83 Million Euro ergibt sich damit ein Potential von rund 15 Mio. €. Auf gut Deutsch gesagt: Jährlich bleiben bedingt durch die Ladezeit pro Sekunde 15 Millionen Euro liegen, die nicht veräußert werden. Somit wird die Chance auf eine beträchtliche Summe einfach mit Warten vergeudet.

Lesen Sie weiter auf CANCOM.info

Das ist eine große Summe Geld, daher muss die Überlegung hier lauten, wie sich die Potentiale besser nutzen lassen. Denn Fakt ist auch, dass Shops mit einer Ladezeit, die mehr als 12-15 Sekunden beträgt, kein Potenzial von sieben Prozent Uplift erzielen. Maßnahmen, die Wirkung zeigen könnten, damit die Ladezeit um eine oder mehrere Sekunden verbessert wird, sind in der untenstehenden Infografik dargestellt.

Maßnahmen

Maßnahmen gegen lange Ladezeiten. Quelle: konversionskraft.de

Schneller heißt auch Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz

Eine langsame Seite bedeutet, dass die Besucher gar nicht erst das Ende des Ladevorgangs abwarten. Es dauert ihnen einfach zu lange. Die Konsequenz ist folglich, dass der Kunde weg ist und sich womöglich beim Konkurrenten besser aufgehoben fühlt. Oft sind es kleine Umstellungen in der IT, die große Veränderungen in Sachen Performance ausmachen. Hier gilt es, die richtigen Entscheidungen in der Investition einer neuen Homepage zu treffen. Wer von Anfang an lieber auf eine solide IT-Beratung und einen geordneten Aufbau der IT-Strukturen setzt, wird für die höheren Anfangsausgaben später belohnt.

Fazit

Die Ladezeit macht also einen großen Anteil für den Erfolg eines E-Shops oder einer Webseite aus. In der Zeit, in der mobile Lösungen zum Tagesgeschäft gehören, verschafft man sich durch die Optimierung viele Wettbewerbsvorteile. Die Entwicklung wird sicher nicht stehen bleiben, während heutige langsame Shops in ein paar Monaten umrüsten und aufräumen. Jetzt sollte der Zeitpunkt zur Verbesserung kommen, bevor es gänzlich zu spät ist.

Quelle des Titelbilds: Pixabay.

Hier schreibt CANCOM.info Redaktion für Sie

Mehr Artikel vom Autor