1. Oktober 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren

IT-Fachkräftemangel betrifft alle Unternehmen

Bitkom veröffentlicht aktuelle Zahlen zum IT-Fachkräftemangel in Deutschland. Vor allem die ITK-Branche ist hier betroffen. In Anwenderunternehmen sieht es zwar etwas besser aus. Allerdings hat sich hier die Stelle der IT-Administratoren auch deutlich gewandelt.

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IT-Fachkräftemangel betrifft alle Branchen. Bildquelle: Pixabay.

In Deutschland werden derzeit rund 43.000 IT-Spezialisten gesucht. Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein Anstieg um rund 5 Prozent. 17.500 der unbesetzten Stellen finden sich in Unternehmen des IT- und Telekommunikationssektors. IT-Experten werden aber auch verstärkt von Unternehmen aus allen anderen Branchen gesucht. In diesen sogenannten Anwenderunternehmen gibt es aktuell 25.500 offene Stellen.

Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte, die der Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Bei der repräsentativen Umfrage wurden mehr als 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt.

IT-Administratoren werden zu Projektmanagern

Auf den ersten Blick erstaunlich: Deutlich rückläufig sind die offenen Stellen für Anwendungsbetreuer und Administratoren. Wurden sie vor zwei Jahren noch von fast jedem dritten Unternehmen (31 Prozent) gesucht, so hat sich dieser Wert nun auf 16 Prozent halbiert. „In vielen Unternehmen verliert die technische Kompetenz der Administration an Bedeutung, stattdessen geht es darum, Projekte mit externen Partnern und Anbietern zu steuern und erfolgreich zu managen.“ sagte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks.

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Dieser Trend zeigt sich auch bei den Anwenderunternehmen. Zwar suchen 44 Prozent der Unternehmen mit IT-Vakanzen Anwendungsbetreuer und Administratoren, vor zwei Jahren lag der Anteil aber noch bei 61 Prozent. Deutlich gestiegen ist auch hier die Zahl der offenen Stellen für Software-Entwickler. Mehr als jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) ist auf der Suche nach diesem Knowhow, dreimal so viele wie noch vor zwei Jahren (9 Prozent).

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Der Grund dafür liegt auch im digitalen Wandel, der alle Firmen im Griff hat. „Unternehmen aus traditionellen Branchen werden zu Digitalunternehmen, die verstärkt entsprechende Kompetenzen benötigen“, so Dirks. „Unternehmen kaufen nicht mehr allein IT-Lösungen, um bestimmte Geschäftsprozesse zu digitalisieren. Die Geschäftsmodelle der Unternehmen selbst verändern sich, die Digitalisierung erreicht die Produktion und sogar das Produkt selbst.“, so Dirks.

Titelbild Quelle: Pixabay.

Hier schreibt Doris Breitenreuter für Sie

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