15. Oktober 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
Schluss mit ISDN

Neue Chancen für die Kommunikation im Mittelstand

Wenn der Außendienstler via Smartphone mit einem Klick aus einer E-Mail heraus kostenlos den Vertrieb anruft, ist das keine Zukunftsmusik, sondern konkurrenzfähige Kommunikation. Sogenannte „UCC-Konzepte“ können aber noch mehr.

Seit über 25 Jahren bestimmte ISDN die Kommunikationslandschaft im Mittelstand. Doch damit soll spätestens in drei Jahren Schluss für Telekom-Kunden sein. Bereits jetzt ist die Umstellung auf IP-basierte Telefonie in vollem Gange.

Obwohl die Zwangsmigration vielen mittelständischen IT-Entscheidern Bauchschmerzen bereitet, hat dieser Schritt auch etwas Positives. CIOs müssen sich über ihre Kommunikationslandschaft – basierend auf der Vierteljahrhundert-alten Technologie ISDN – ernsthafte Gedanken machen.

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Eine exakte Analyse ist das A und O

Und das besser heute als morgen: Im Gegensatz zu Privathaushalten, die in der Regel nur einen neuen Router erhalten, zieht die ISDN-Abschaltung für Unternehmen tiefere Einschnitte in der IT-Infrastruktur nach sich. Mittelständler betrieben häufig komplexe Telefonanlagen mit spezifischen Leistungsmerkmalen, großen Durchwahlblöcken oder Überwachungssystemen.

Ob und wie sich das alles in die neue Kommunikationslandschaft migrieren lässt und welche neuen Workflows darüber hinaus für Ihr Business Sinn machen, sollte im Vorfeld von spezialisierten IT-Dienstleistern wie CANCOM genau analysiert werden. Hier erfahren Sie mehr über die Kommunikationslösungen von CANCOM.

Wenn Kommunikationsdienste miteinander sprechen

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Damit alle Kommunikationsdienste bestmöglich miteinander kommunizieren, ist eine umfassende Analyse das A und O. Bildquelle: Pixabay.

Wie oft haben Sie sich schon gefragt, ob Ihr Gegenüber überhaupt im Büro ist und Ihren Anruf gesehen hat? Oder unterwegs eine Nummer eines E-Mail-Kontaktes gesucht, weil sie nicht in der Signatur vorhanden war?

Wenn Mitarbeiter standortbasierte Abwesenheitsnotizen hinterlassen, eine Präsenzanzeige das Gegenüber über die Erreichbarkeit informiert oder Outlook mit der TK-Anlage spricht, gehört langes Nummerngesuche und nerviges Scrollen durch die Anruflisten der Vergangenheit an. Idealerweise sind alle am Kommunikationsablauf Beteiligten up-to-date.

Mit Unified Communication (UCC), der Verschmelzung aller Kommunikationsdienste, wird die Kommunikation im Unternehmen nicht nur facettenreicher, schneller und ökonomischer, sie eröffnet auch neue Arbeitsabläufe. Möglich macht das Ganze der Standard „IP“. Da heute auch – das nach wie vor zentrale Kommunikationsmittel – Telefonie über das Internet läuft, können spezialisierte IT-Dienstleister die Dienste miteinander verknüpfen, die den Arbeitsabläufen des Unternehmens am besten gerecht werden. So teilen sich beispielsweise CRM, die TK-Anlage, E-Mailing und das Projektmanagement-Tool die gleichen Daten und Funktionen und sind auf allen Endgeräten zugänglich.

IP-Telefonie ist nicht UCC

Viele – insbesondere kleinere – Unternehmen telefonieren heute IP-basiert. Doch häufig gibt es noch deutlich Luft nach oben. Beispielsweise ein IP-Router im Keller, an dem nach wie vor nur die alten Endgeräte hängen, ist nicht mehr als ein Adapter. Interessant wird es für Unternehmen, wenn sie beispielsweise ihre Telefonie in die Cloud auslagern, sodass sie auf jedem Endgerät (Handy, Notebook, Telefon, etc…) unter ein und derselben Rufnummer erreichbar sind und untereinander – egal an welchem Standort sie gerade sind – kostenlos telefonieren.

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Mit der Telefonanlage gehört die verstaubte TK-Anlage im Unternehmenskeller der Vergangenheit an. Quelle: Pixabay

Auch was die Integration der Kommunikationsdienste untereinander betrifft, kann häufig mit der richtigen Analyse noch stark an der Effizienz von Workflows geschraubt werden. Fragen, wie „Ist die eingesetzte Telefonie sicher verschlüsselt?“ oder „Können alle Mitarbeiter auch mobil auf ein gemeinsames Telefonbuch zugreifen?“, zählen hier zu den grundlegenden Hausaufgaben.

Fazit

Es ist keine Frage des „ob“, sondern des „wann“! IP-basierte Kommunikation ist Realität im Business-Umfeld. Nicht nur IT-Verantwortliche von Unternehmen, denen die Umstellung noch bevorsteht, sollten sich daher möglichst bald mit der Frage auseinandersetzen, wie die Kommunikationslandschaft ihres Unternehmens künftig aussehen soll. Auch Unternehmen, in denen bereits die Basis „IP“ existiert, sollten in Sachen Kommunikation nicht den Anschluss zu ihren Wettbewerbern verlieren.

Quelle Titelbild: flickr: Matthias Ripp, CC BY 2.0

Hier schreibt Wolfgang Emmer für Sie

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