9. November 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
3D-Drucker ersetzt Fertigungsstraße

Auto entsteht vollständig im 3D-Drucker

 Ein Ingolstädter Unternehmen revolutioniert den Autobau. Das Versprechen: In Zukunft müssen Autos nicht mehr gebaut werden, sondern kommen aus dem Drucker.

Bei Audi kommen aktuell keine theoretischen Versprechen, es wird direkt umgesetzt. So geschehen bei einem Nachbau des Grand-Prix-Sportwagens Auto Union Typ C aus dem Jahr 1936. Dieser stammt vollständig aus einem 3D-Drucker – inklusive Komponenten wie Instrumententafel und Beleuchtung.

3D-Metall

Metall-3D-Druck wird seit Anfang 2015 zunehmend erprobt. (Bild: YouTube)

Der Klassiker Typ C wurde in einem Testlauf des 3D-Druckverfahrens in einem Maßstab von 1:2 produziert. Dennoch kann das Modell wie ein reguläres Auto genutzt werden. Der kleinere Maßstab hat jedoch einen Grund, der den Autobauer daran hindert, das Verfahren offiziell in seinen Werken einzuführen.

Demnach kann der aktuell genutzte 3D-Drucker bisher nur Teile produzieren, die maximale Maße von 20 auf 24 Zentimetern haben dürfen.

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Metalldruck soll Automobilbranche nachhaltig verändern

Das Verfahren des Metalldrucks ähnelt vereinfacht gesprochen einem Tintenstrahldrucker. Dabei wird das Metall im ersten Schritt von Lasern geschmolzen und anschließend schichtweise in Pulverform aufgetragen. Als Material verwendet der Autobauer bisher Stahl und Aluminium.

Neben der klassischen Produktion von Autoteilen soll das Verfahren in Zukunft allerdings auch deutlich komplexere Geometrien produzieren können, die das Gießverfahren nicht bewerkstelligen kann.

(Titelbild: Audi)

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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