6. November 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren

Spontan-Meeting: In 30 Minuten von London nach New York

Schnell von Europa in die USA reisen, dieser Traum starb mit der Concorde. Ein neues Konzept soll den Flug nun in unter 30 Minuten schaffen. Dem spontanen Meeting in New York steht also nichts im Wege.

In 30 Minuten von London zum Spontan-Meeting nach New York: Klingt nach Science Fiction? Könnte aber in den nächsten Jahren Realität werden. Ein neues Flugzeug namens Skreemr soll flexible Business-Meetings mit großer Zeitersparnis realisieren. In nur einem Fünftel der Zeit, welche einst die Concorde brauchte, kommt das moderne Konzept vom Palast der Queen an den Big Apple.

Einen Nachteil birgt das Konzept des Skreemr jedoch schon jetzt: Nur 75 Passagiere würden pro Flug in der Maschine Platz finden. Teure Tickets sind also vorprogrammiert. Doch hochgerechnet würde die Zeitersparnis beim Konzept von Charles Bombardier den Ticketpreis wahrscheinlich rechtfertigen.

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(Bild: Charles Bombardier)

In 30 Minuten beim Übersee-Meeting

Auf den ersten Blick mag diese Idee nach Science-Fiction klingen. Tatsächlich steckt hinter dem Skreemr aber bereits erprobte Technologie. Als Basis dient beispielsweise ein Staustrahltriebwerk, eine Art luftatmendes Überschalltriebwerk. Dieses soll das Flugzeug auf eine Geschwindigkeit von Mach 10 befördern, was in etwa 12.348 Kilometer pro Stunde bedeutet.

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Die benötigte Technologie existiert bereits

Um auf diese Geschwindigkeit allerdings zu kommen, benötigt es eine magnetische Railgun-Startvorrichtung. Die Magnetschiene bringt den Skreemr auf eine Startgeschwindigkeit von Mach 4. Ähnliche Konzepte solcher Magnetschienen sind bereits im Einsatz, bisher aber nicht für Überschallgeschwindigkeiten erprobt.

Bis das Passagierflugzeug Realität wird, dürften jedoch noch einige Jahre vergehen. Denn aktuell arbeiten Entwickler in den USA und China daran, das benötigte Triebwerk für militärische Zwecke zu entwickeln. Klappt die Umsetzung bei Kampfdrohnen, dann hätte der Skreemr aber Potential Realität zu werden.

(Titelbild: Charles Bombardier via The Globe and Mail)

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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