16. November 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
Interview mit Klaus Lindinger, Geschäftsführer bei der Conquest Werbeagentur

„Wir entdecken jeden Tag neue Potentiale in Sachen Effizienz!“

Agenturen begegnen zahlreichen neuen Technologie-Entwicklungen –  speziell im Kreativ-Bereich. Dass diese nicht immer das Gelbe vom Ei sind, davon können viele Agentur-Inhaber ein Lied singen. Doch wie schafft man es, Prozesse zu beschleunigen, effizienter zu arbeiten und dabei die Kunden zufrieden zu stellen? Klaus Lindinger, Geschäftsführer bei der Conquest Werbeagentur, verrät es im Interview.

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Klaus Lindinger, einer der drei Geschäftsführer der Conquest Werbeagentur.

Klaus Lindinger, Geschäftsführer bei Conquest GmbH, blickt stolz auf 40 Jahre Agentur-Geschichte zurück. Vieles konnte in dieser Zeit umgesetzt werden, immer mit dem Ziel, mit den bestmöglichsten Mitteln zu arbeiten. 2013 ermöglichte CANCOM als langjähriger Geschäftspartner einen unkomplizierten Umstieg auf die neue Generation der Adobe Kreativ-Software. CANCOM.info hat den Geschäftsführer zu einem Interview gebeten, wo er einen Überblick zu den Mehrwerten der Creative Cloud für Kunden und sein Team gibt.

CANCOM.info: Herr Lindinger, Sie haben den Umstieg auf die Adobe Creative Cloud für Teams schon kurz nach Erscheinen im Frühjahr 2013 „gewagt.“ Damit gehören Sie zu den Early Adoptern. Was waren Ihre Beweggründe dafür?

Klaus Lindinger: 2013 arbeiteten wir bereits seit einigen Jahren mit der Adobe CS4. Bei uns im Unternehmen war es üblich, jede zweite Version der CS zu kaufen. Als die Entscheidung zum Kauf der CS 6 anstand, waren bereits die ersten Gerüchte zur Creative Cloud im Umlauf. Für ein gemeinsames Projekt mit einem Kunden hatten wir im Vorfeld cloudbasierte Systeme zur Prozessoptimierung und Automatisierung evaluiert. Diese konnten mit dem betreffenden Kunden jedoch aus Budgetgründen nicht umgesetzt werden. Wir haben durch diese Phase allerdings sehr viel über die Möglichkeiten von cloudunterstützter Zusammenarbeit gelernt und uns von den Tools der Creative Cloud ähnliches erwartet. Als sich abgezeichnet hat, dass zumindest Teilbereiche von unseren Ideen mithilfe der Adobe CC realisiert werden können, haben wir investiert und die Firma umgestellt.

CANCOM.info: Wie konnte CANCOM dabei unterstützen?

Klaus Lindinger: CANCOM war für uns stets die Schnittstelle zu Adobe. In vielen Fällen war das damals verfügbare Marketingmaterial zur Cloud – insbesondere zu den Tools für die Zusammenarbeit über die Cloud – für unsere Fragen zu wenig tiefgreifend. CANCOM hat für uns die nötigen Kontakte spielen lassen, um diese Fragen beantworten zu können. Und das hat sich bis heute nicht geändert, auch wenn unsere Fragen immer spezieller wurden und mit unseren Aufgaben gewachsen sind.Conquest

CANCOM.info: Aktuell zählt Ihr Team 13 Kreativ-Profis. Was hat sich hinsichtlich der Team-Zusammenarbeit geändert?

Klaus Lindinger: Aus meiner Sicht als Geschäftsführer hat mein Team in den letzten Jahren eine steile Lernkurve in Sachen effizientem Arbeiten hingelegt. Ich bin ein starker Verfechter von effizienten Prozessen und versuche Potential zu nutzen, wenn es sich zeigt. Dank der Creative Cloud werden nicht nur Assets bei uns im Haus zwischen den Rechnern synchronisiert, sondern auch nach außen geteilt und verfügbar gemacht. Wir haben neben Freelancern auch Fotografen und sogar Kunden in unsere Cloud eingebunden und bleiben so immer am selben Datenstand. Durch ständiges Probieren haben wir diese Abläufe nun perfekt unter Kontrolle und können das Potential voll ausschöpfen.

Abgesehen davon bieten die laufenden Updates der Programme durch die Cloud enorme Vorteile. Früher hat man in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Updates gekauft und konnte erst dann neue Programme, oder verbesserte Features innerhalb von bestehenden Programmen nutzen. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Wir erhalten die Updates und Produktneuheiten laufend und können dadurch komplett neue Potentiale kennenlernen, die früher in der Adobe CS Design Standard und Premium nicht enthalten waren.

CANCOM.info: Die Adobe Online-Dienste, ein Bestandteil der Adobe Creative Cloud für Teams, werden oftmals von den Anwendern wenig bis gar nicht genutzt. Sie sehen aber gerade in diesen Funktionalitäten einen enormen Wettbewerbsvorteil und eine Prozess-Beschleunigung. Könnten Sie das näher erklären?

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Die Grafik zeigt, wie Deutschlands Kreative den mobilen Wandel für sich nutzen und wie sie beruflich davon profitieren. Quelle: Adobe

Klaus Lindinger: Dass die Online-Dienste kaum genutzt werden, ist ein Punkt, den ich nicht nachvollziehen kann. Wir gehen hier den exakt umgekehrten Weg: Wir nutzen was verfügbar ist bis an die Grenzen aus und entdecken dabei jeden Tag neue Potentiale in Sachen Effizienz.

Früher bekamen wir unser Briefing im schlimmsten Fall als Scan mit handschriftlichen Notizen geliefert. Allein die Erstellung des ersten Drafts hat so für umfangreichere Broschüren oft Wochen gedauert und viel Kapazität im Unternehmen gebunden. Die darauffolgenden Korrekturrunden waren da auch nicht effizienter. Das Schreiben von PDFs und das Einarbeiten von teils simplen Korrekturen hat meinem Team viel Zeit gekostet, die schlecht zu verrechnen war. Nach dem Umstieg auf die CC haben wir uns relativ bald entschlossen, den Begriff der Kundenbeziehung zu überdenken. Wir haben begonnen, unseren Kunden CC Lizenzen zur Verfügung zu stellen und sie in den wichtigsten Adobe Produkten – allem voran InDesign – zu schulen. Wir haben den Mitarbeitern ausreichend Wissen vermittelt, um Briefings in Rohform statt in Powerpoint direkt in InDesign zu erstellen. Dieses Dokument wird mitsamt der Links mit uns über die CC geteilt und bleibt online bis es zur fertigen Broschüre gewachsen ist. Dadurch sind alle berechtigten Teammitglieder – bei uns in der Agentur und beim Kunden – immer auf dem letzten Stand und in der Lage, selbst Änderungen durchzuführen.

Anfangs haben wir natürlich auch einige Rückschläge durch mangelnde Erfahrung verzeichnen müssen, aber das Resultat der Bemühungen ist mittlerweile ein durchschlagender Erfolg. Wir haben die Durchlaufzeiten und damit die Time to Market der Materialien für unseren Kunden um 30% verkürzt. Und das ist eine sehr konservative Zahl. Wenn man aus Unternehmersicht 30% höhere Effizienz und die damit verbundenen geringeren Anforderungen an den Mitarbeiterstand den Kosten für die Lizenzen gegenüberstellt, spricht das Ergebnis für sich. Von den Zugewinnen in der Kundenbindung ganz zu schweigen.

CANCOM.info: Welche Herausforderungen sehen Sie in den nächsten 5 Jahren für Agenturen und deren Kunden?

Klaus Lindinger: Die Creative Cloud zeigt, welche Fortschritte durch innovatives Denken in Sachen Zusammenarbeit möglich sind. Das Wort „Team“ wird sich aus meiner Sicht von seiner Bedeutung innerhalb der Agentur bzw. der Beziehung zu Freelancern weiterentwickeln und klassische Lieferanten-Kunden-Beziehungen in ein neues Licht bringen. Das erfordert natürlich einen angepassten Umgang mit den Kunden, da beispielsweise Diskussionen über die Herausgabe von offenen Daten obsolet werden.

InDesign-Touch-Workspace

Mit InDesign CC erhält man automatisch Zugriff auf alle neuen Features, sobald sie verfügbar sind.

Darüber hinaus war in den letzten Jahren eine fortschreitende Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Programme mit gleichzeitiger Erhöhung der Usability zu beobachten. Aus meiner Sicht werden Agenturen in der Zukunft zum einen als Bereitsteller für die Kreativität und zum anderen als Motor für optimierte Prozesse gebraucht.

Agenturen, die es schaffen, sich auf solche Trends angemessen einzustellen, werden es im internationalen Wettbewerb deutlich leichter haben konkurrenzfähig zu bleiben als jene, die an „altbewährten“ Prozessen hängen bleiben. Diese Entwicklung wird sich auch für die Kunden lohnen, da gestiegene Effizienz auch in Form von besseren Preisen weitergegeben werden kann.

CANCOM.info: Herzlichen Dank für das Interview.

Bildquelle: www.adobe-newsroom.de

Hier schreibt CANCOM.info Redaktion für Sie

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