18. Dezember 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren

Digitalisierte Kühe? Big Data in der Landwirtschaft

GPS-gesteuerte Traktoren, vollautomatisierte Saat-Maschinen. Big Data steckt in vielen Bereichen der Landwirtschaft. Auch eine Art Facebook für Kühe gehört dazu.

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Stellen Sie sich kurz einen Bauern vor. Das Kerngeschäft dieses Landwirts ist die Zucht von Nutzvieh. Rund 300 Tiere müssen täglich gepflegt, gefüttert und überwacht werden. Am Tag muss der Bauer deshalb ungefähr dreimal den Stall aufsuchen – ganz zu schweigen von einigen Fällen, die eine Einzelbehandlung erfordern.

Nun bekommt dieser Bauer ein Tablet. Das Endgerät zeigt ihm beispielsweise, wie oft die Tiere wiedergekäut haben, ob sie gerade überaktiv sind oder schlecht geschlafen haben. Die Kühe geben in regelmäßigen Abständen ein Status-Update ab, in etwa wie bei Facebook.

Kuh-Big-Brother kostet rund 60.000 Euro

Möglich wird das durch ein spezielles Wearbable für Nutzvieh. Die Idee stammt aus Israel und heißt „Heatime“. Wie ein Fitness-Tracker für Menschen, sammelt das digitale Halsband alle Daten der Kühe.

Verschiedene Bewegungssensoren, Mikrofone und weitere Sensoren sammeln tausende von Datenschnipseln jeden Tag. Eine zugehörige App wertet die Big Data der Tiere aus und liefert aufbereitete (Zwischen-)Ergebnisse für den Landwirt.

Landwirtschaft ist Big Data gegenüber aufgeschlossen

Big Data gehört zum Fundament der Digitalisierung der Wirtschaft. Doch während viele Wirtschaftszweige noch unschlüssig über die Einsatzmöglichkeiten sind, wird in der Landwirtschaft wahrscheinlich die größte Pionierarbeit geleistet.



Diese Beispiele werden bereits erfolgreich angewandt:

✔ GPS-gesteuerte Traktoren ernten selbstständig
✔ Wetterstationen errechnen die optimale Erntezeit
✔ Die Ausbreitung von Pilzbefall kann im Sekundentakt gemessen werden
✔ Optimierte Ernte wird durch den zielgerichteten Einsatz von Düngemittel realisiert



Quelle Titelbild: Pixabay

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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