11. Dezember 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren

Social Media ist nur Marketing? So profitiert auch der Vertrieb

Mobile Endgeräte verlagern den Kauf von Waren ins Internet – Konsumenten sind in sozialen Netzwerken zu Hause. Der Vertrieb muss sein Konzept umstellen und verstärkt auf Kundennähe setzen. Cancom.info gibt Ihnen drei konkrete Handlungsempfehlungen, wie sie mit Big Data Ihren Vertrieb über Social Media verbessern.

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Sie kennen das: Sobald man auf sozialen Netzwerken nach neuesten Posts Ausschau hält, kommt auch irgendwo ein Werbebanner. Egal ob Videoclip, Gewinnspiel oder ein knackiger Post – Social Media ist von Werbetreibenden durchsetzt.

Doch ist das alles nur einfaches Marketing? Und wie kann eigentlich der Handel von Social Media profitieren? Cancom.info hat den Vertrieb in unterschiedlichen Netzwerken analysiert und gibt drei Handlungsempfehlungen, wie Sie mit einfachen Big Data-Tools den Social Media Vertrieb optimieren können.

1. Aus Feedback lernen

(Bild: pixabay.de)

Weit über drei Viertel aller 18- bis 50-Jährigen nutzen soziale Netzwerke mehrmals täglich. Die daraus ablesbaren Kundendaten muss der Vertrieb als Chance erkennen. (Bild: pixabay.de)

Es funktioniert wie bei Produktbewertungen: Jeder Post, jedes Video und so mancher Kommentar von Firmen bekommt ein direktes Feedback von der Community. Darunter finden sich Kunden, Interessenten, Fans und teilweise kritische Blogger.

Angst vor der direkten Konfrontation mit Kommentaren aller Art sollten Unternehmen im Idealfall ausblenden. Vielmehr muss darauf geachtet werden, möglichst wenig Angriffsfläche bei eigenen Postings zu bieten. Unternehmen können beispielsweise überlegen wie sie ehrliche Bewertungen fördern, warum gerade Ihr Produkt in der Community besprochen werden könnte und wie man mit etwas Humor dem „sozialen Pranger“ entkommt. Eine Strategie Management der Posts darf natürlich nicht fehlen.

Begreift man Social Media als eine Art 360-Grad-Informationskanal, so findet sich hier ein großer Querschnitt durch alle sozialen Schichten, Branchen und Altersstrukturen. Diesen Querschnitt gilt es zielgruppenspezifisch zu analysieren und für den eigenen Vertrieb zu nutzen.

Der große Vorteil für den Retail: Auf sozialen Netzwerken arbeiten Vertrieb und Marketing meist eng zusammen. Probleme und Kritik betreffen allerdings nur die Marketingabteilung. Der Retail muss sich mit diesem Thema nicht unbedingt beschäftigen und kann aus dem Community-Feedback konkrete Schlüsse ziehen – ausgewertete Kundendaten sind hier eine zentrale Unterstützung.

Hier erfahren Sie mehr darüber, wie der IT-Dienstleister CANCOM Unternehmen bei Ihrer Big Data-Retailstrategie unterstützt.


– Werten Sie nicht nur Daten aus, sondern messen Sie den Mehrwert für Ihr Unternehmen
– Analysieren Sie Social Media immer mit Fokus auf die Erfolgskennzahlen des Vertriebs
– Richten Sie Ihre Social Media-Strategie nach beliebten Suchanfragen aus


2. Social-CRM richtig beherrschen

(Bild: pixabay.de)

Wenn man Social Media Managern Glauben schenken möchte, dann hat die klassische Schaufensterpuppe längst ausgedient. Ganz so weit sind soziale Netzwerke zwar noch nicht, doch schon jetzt wollen Kunden ein geführtes Erlebnis – das beginnt meist auf Facebook und Co. (Bild: pixabay.de)

Das klassische Kundenbeziehungsmanagement bezog soziale Netzwerke nicht mit ein. Der Trend zeigt aber, dass Social Media verstärkt von Vertrieb und Marketing gemeinsam bearbeitet werden sollte – Customer Journey und Storytelling sind die großen Stichworte.

Die Zielsetzung einer Social CRM-Strategie geht davon aus, die Kundenbeziehung nicht nur optimal zu pflegen, sondern in die Vermarktung von Produkten einzubeziehen.

Der User wird zum Markenbotschafter, wenn er Posts von Unternehmen teilt oder „liked“, eine Co-Creation von Werten findet über personalisierte und zielgruppengerichtete Vermarktung von Produkten statt.


– Idealfall: Verbinden Sie Social CRM mit einer vorhandenen CRM-Strategie
– Identifizieren Sie die ertragreichsten Netzwerke
– Analysieren Sie fortlaufend die Kundendaten, um Support-, Service- und Produktqualität zu steigern


3. Social Commerce optimieren

Wer an soziale Medien denkt, dem wird wahrscheinlich unweigerlich zuerst Facebook einfallen. Dieses spezielle Netzwerk gehört heute, ob seiner Beliebtheit, natürlich zu den wichtigsten Plattformen für eine Social Media-Strategie in Unternehmen.

(Bild: pixabay.de)

Unterwegs, in der Mittagspause oder zum Feierabend – Kunden können mit richtig platzierten Meldungen fast 24 Stunden am Tag über soziale Netzwerke erreicht werden. (Bild: pixabay.de)

Doch soziale Netzwerke hören bei Facebook nicht auf. Die Community tauscht sich auf aktuell etwa 5.000 unterschiedlichen Plattformen aus. Das Marketing würde nun wahrscheinlich sagen: Auf allen Plattformen muss eine Firmenseite eingerichtet werden.

Der Vertrieb denkt aber meist anders. Denn Produkte zu verkaufen, klappt nur zielgruppengerecht, manche Plattformen eigenen sich demnach einfach nicht, kosten Zeit und Geld. Vielmehr sollte der Social Commerce differenziert werden, denn der Trend zum direkten Kauf über digitale Netzwerke nimmt stark zu.

Kreativität und der Wille zu neuen Methoden und Prozessen sind gefordert. Die großen Datenmengen müssen optimiert ausgelesen und verarbeitet werden. Zusätzlich sind flexible Teamstrukturen und Skills gefordert, um die passenden Plattformen mit den gewünschten Kunden zu entdecken. Würden Sie beispielsweise eine Meldung für eine neue ERP-Anwendung auf Google+ sehen wollen?


– Orientieren Sie sich an Trends bei Hashtags
– Nutzen Sie Tools zur Datenverkehrsanalyse
– Experimentieren Sie mit Kunden-Apps
– Erweitern Sie Netzwerke um (Shopping-)Plug-Ins

Gut zu wissen: Erfolgreiche Beispiele sind die Shoppingplattform „payvment“ oder Volkswagens Konfigurator für Wunschautos.


(Titelbild: pixabay.de)

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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