16. Dezember 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
Daten richtig nutzen

Woraus bestehen die „Big Data“ eigentlich?

Big Data – laut Digitalverband Bitkom sind die Daten der „Rohstoff unserer Zeit“ für Unternehmen. Wer die Datenmengen für sich nutzbar machen möchte, sollte wissen, wie sie sich zusammensetzen. CANCOM.info hat die Basics von Big Data für Sie zusammengetragen.

Bitkom hat festgestellt, dass bereits heute 75 Prozent der befragten Unternehmen auf der Basis von Datenanalysen relevante Entscheidungen treffen. Doch zahlreiche Unternehmen haben noch keine entsprechende Strategie.

Um eine solche Strategie überhaupt zu entwickeln, haben wir hier die Grundlagen von Big Data zusammengefasst.

Big Data – mehr als nur Datenmengen

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Quelle Bitkom: Studie – Mit Daten Werte schaffen. Report 2015

Gewöhnlich fallen im Zusammenhang mit Big Data Begriffe wie: Datenmenge, Datenflut oder Datenmassen. Doch Big Data meint mehr als nur Quantität:

➤   Datenmenge: Wir sprechen heute etwa von 8.500 Exabyte (EB) jährlichem Datenvolumen. Bis 2020 soll dies auf 40.000 EB anwachsen – zum Vergleich: 1 EB sind eine Million Terabyte.

➤   Datenvielfalt: Daten sind nicht gleich Daten. Unternehmen haben es mit unterschiedlichen Datentypen und Formaten zu tun.

Strukturiert – Daten liegen in einer klaren Form vor und passen eindeutig in das Schema von Datenbanken. Ursprung: CRM, Transaktion, Sales oder Marketing 

Semistrukturiert – Daten, die zwar eine gewisse Struktur haben, diese ist aber nicht sofort erkennbar. Ursprung: IT-Logfiles, Sensoren, Social Media, Maschinendaten oder Tweets.

Unstrukturiert – Diese Daten passen nicht einfach in ein Schema wie eine Datenbank. Sie sind strukturlos. Ursprung: Emails, Chats, Audio, Video oder Word-Dokumente.

Ein Beispiel verdeutlicht den Unterschied zwischen semistrukturierten und unstrukturierten Daten: Emails selbst haben eine gewisse Struktur mit Empfänger, Absender und Betreff. Damit gehören sie zu den semistrukturierten Daten. Der Inhalt der E-Mail selbst ist jedoch strukturlos.


Pixabay

Viele Daten bleiben heute noch ungenutzt. Bildquelle: Pixabay.

Die Mehrheit der im Unternehmen „produzierten“ Daten bleibt heute ungenutzt.

Strukturierte Daten lassen sich relativ leicht durchsuchen und automatisiert weiterverarbeiten. Semistrukturierte Daten und unstrukturierte Daten müssen erst noch strukturiert werden, bevor sie weitergenutzt werden können.

Egal welche Daten zugrunde liegen, Unternehmen stehen vor einer Herausforderung: Alle Daten – auch strukturierte – müssen erst zu aussagekräftigen Informationen weiterverarbeitet werden, um für Entscheidungen (rechtzeitig) zur Verfügung zu stehen.


➤   Analyse: Die Daten werden entsprechend aufbereitet, damit sie je nach Typ ihre Information freigeben oder sogar Schlussfolgerungen auf Zusammenhänge zulassen. Die Analyse dient dann als Grundlage für Entscheidungen, die getroffen werden oder sogar automatisch erfolgen.

➤   Geschwindigkeit: Die systematische Analyse (Sammlung, Auswertung und Darstellung) von Daten in elektronischer Form wird seit den 90er Jahren unter dem Begriff Business Intelligence betrachtet. Big Data kann aber mehr, denn hier ist die Analyse und damit auch Reaktion in Echtzeit möglich. Das kommt etwa in der Industrie zum Einsatz, um die Produktion zu optimieren und intelligenter zu machen.

Big Data – Die Chancen

Welche Business-Mehrwerte und Chancen können Unternehmen durch die neu gewonnenen Informationen aus den Daten überhaupt erwarten?

✦   Entscheidungen:
Big Data können die Basis für Entscheidungen verbessern. Die Informationen können auch in die Risikobewertung einfließen.

✦   Prozessoptimierung:
Abläufe innerhalb der Unternehmen vom Office, Verkaufsprozess, bis hin zur Produktion können durch gewonnene Daten optimiert werden. Das spart natürlich auch Kosten.

✦   Umsatzsteigerung:
Wer beispielsweise punktgenau liefern kann und seinen eigenen Bedarf genauestens kennt, ist vor Ausfällen oder Leerlaufzeiten besser abgesichert und steigert so den Profit.

✦   Preisanalyse:
Analysiert ein Unternehmen das Geschehen auf dem Markt in Echtzeit, kann es auch die Preise entsprechend steuern.

✦   Kundenbedarf:
Durch die Analyse des Kundeninteresses und der spezifischen Besonderheiten bestimmter Kundengruppen (zum Beispiel durch die Auswertung von Social Media-Aktivitäten) können Unternehmen besser auf deren Bedürfnisse eingehen oder Marktlücken erkennen.


So ist Big Data in Unternehmen im Einsatz

➜    Marketing: Analyse der Webstatistiken und Anpassung der Marketingmaßnahmen
➜    Finance: Monitoring und Aufdecken von unregelmäßigen Finanztransaktionen
➜    Health Care: Unterstützung der Diagnostik durch Erkennung von Zusammenhängen
➜    Industrie: Fehlerminimierung in Echtzeit und automatisierte Ressourcenoptimierung

Lesen Sie ausführlich im Fachbeitrag, wie die drei Branchen Health Care, Industrie und Retail Big Data erfolgreich für sich nutzen.


Strategie für Ihre Big Data-Initiative

Lesen Sie weiter auf CANCOM.info

Wie weit Unternehmen in Sachen Big Data heute bereits sind, hängt stark von der Führungsebene ab. In Firmen, die Big Data bereits fest in die Unternehmensprozesse integriert haben, sind in 61 Prozent der Fälle Manager als Treiber und Vordenker verantwortlich, so das Ergebnis einer Studie von Business Application Research Center (BARC).

In Unternehmen, die eine Initiative in Big Data-Analytics nur für denkbar halten, treibt in lediglich 34 Prozent der Fälle die Führungsebene das Projekt voran. Fachbereiche sollten also vom Top-Management (noch) nicht mit der Verantwortung allein gelassen werden. Ergo: Big Data sollte in Unternehmen zuallererst Chefsache sein.

Hardfacts auf die Sie nicht verzichten sollten, sind

> selbstverständlich die benötigten Daten,
> Technologien in Form von IT-Ressourcen (Speicher etc.) und Tools (zur Analyse),
> Know-How in der Datenanalyse und über ihr potentielles Einsatzgebiet sowie
starke Partner, die Sie bei dem Vorhaben und der Generierung der Mehrwerte unterstützen.

Quelle Titelbild: pixabay. 

 

Hier schreibt Doris Breitenreuter für Sie

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