21. Januar 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren

Big Data: Durchbruch für künstliche Intelligenz?

Bisher liefert Big Data eher einen Mehrwert für die Wirtschaft. Suchmaschinen könnten nun jedoch den branchenübergreifenden Durchbruch bringen. Mit frei verfügbaren Datensätzen soll die künstliche Intelligenz erforscht werden.

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Täglich produziert die Menschheit eine ungeheure Menge an Datensätzen. Gerade Suchmaschinen sehen sich mit täglich wachsenden Zugriffszahlen konfrontiert. Hierzu zählen Werbebanner, Webseiten, Nachrichten, Fachbeiträge und mehr.

Und wer das Geschäftsmodell von Google, Yahoo und Co. kennt, weiß, dass sich mit der Analyse von Klicks der User nahezu wasserdichte Kundenprofile erstellen lassen. So verfügen die Anbieter der Suchmaschinen über Millionen Datensätze einzelner anonymisierter Menschen weltweit – der Verkauf an Werbetreibende wird zur Cash Cow.

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Big Data erschafft künstliche Intelligenz

Bild: Google Maps

Die University of California in San Diego wird als weltweit erste Universität die Big Data der Suchmaschine für die KI-Forschung nutzen. (Bild: Google Maps)

Nun kommt der Umkehrschluss: Suchmaschinen verfügen bereits über unzählige Datensammlungen ihrer User, die KI-Forschung muss hingegen mit viel kleineren, eigens angelegten Datenbanken arbeiten. Was würde passieren, wenn man der Forschung die Datensätze der Suchmaschinen zur Verfügung stellt?

Genau das geschieht seit wenigen Tagen. Den Startschuss hat Yahoo gegeben und bietet insgesamt rund 14 Terabyte an Daten-Rohmaterial zum kostenlosen Download für die Forschung. Diese Big Data enthalten aufgeschlüsselte Informationen über anonymisierte Nutzer. Inhalte wie Alter, Geschlecht, Interessen und Kaufverhalten sind zu nennen.

Mit diesen Datensätzen sollen in Zukunft künstliche Intelligenzen sprichwörtlich gefüttert werden. Die große Hoffnung: Die erste denkende Maschine zu schaffen. Big Data könnte dabei helfen. Und weitere bekannte Suchmaschinen wie Bing oder Google werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Yahoo nicht alleine die Lorbeeren dieser Forschung überlassen. Denkbar sind beispielsweise spezielle Programme mit ausgewählten Universitäten.

Quelle Titelbild: Pixabay

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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