12. Februar 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren
Aufgepasst beim Online-Dating!

Valentinstag: Datenklau bei der digitalen Liebe

Mal schnell noch den Partner fürs Leben finden – deutsche Singles setzen auf Online-Dating und Dating-Apps. Doch auf den Schutz der eigenen Daten achtet kaum jemand. Gerade zu Valentinstag sind die Ergebnisse erschreckend.

Am 14. Februar ist es wieder soweit. Der Tag der Liebe, Valentinstag. Für Alleinstehende nicht immer der schönste Tag im Jahr. Doch um noch schnell die große Liebe zu finden, setzen Singles häufig auf das einfache Online-Dating.

Es verwundert kaum weiter, dass das Geschäft mit der digitalen Liebe boomt. Ein Drittel aller Männer erhoffen sich durch Tinder, Elitepartner und Co. einen Partner zu finden. Frauen sind etwas zurückhaltender. Hier glauben nur etwa ein Fünftel an den neuen Partner per App, wie eine Studie von Intel Security zeigt.

Doch gerade zum Valentinstag steigt das Interesse beider Geschlechter maßgeblich. Die Prognose: Der Download von Dating-Apps wird um 25 Prozent wachsen – zumindest kurzzeitig.

Liebe? Nur mit dem richtigen (Daten-)Schutz

Online den richtigen Partner finden, das kann einfach sein und tatsächlich zum Liebesglück führen. Doch viele Nutzer sind sprichwörtlich blind vor Liebe. Denn häufig fordern Anbieter von Dating-Apps persönliche Informationen. Das ist grundsätzlich nicht verkehrt, will der User schließlich wissen, mit wem er es zu tun hat.

Hier sollten aber bei jeder einzelnen Dating-App im Vorfeld die Datenschutzbestimmungen gelesen werden. Wer blind auf eine solche Applikation vertraut, könnte sonst ein schlimmes Erwachen haben. Denn auch Cyberkriminelle kennen die Sehnsucht nach Liebe.

1) Falsch verliebt

Wer die Datenschutzbestimmungen von Dating-Apps nicht liest, kann manchmal Pech mit der großen Liebe haben. Teilweise setzen solche Liebes-Portale professionelle Mitarbeiter ein, die den Nutzern ein Interesse vorgaukeln. Es wird ein Abo abgeschlossen, der Verliebte kommuniziert oftmals über Monate mit der vermeintlich gleichgesinnten Person. Wer auf diesen Trick reinfällt, zahlt viel und hat am Ende doch keinen Partner.

Ein Blick ins Kleingedruckte hätte genügt. Denn deutsche Dating-Portale sind verpflichtet, Lockvögel auszuweisen, wenn sie welche beschäftigen.

2) Vom Date zum Spam

Bild: Evernine

Nutzen Sie eine Dating-App? Dann lesen Sie dringlichst in den Datenschutzbestimmungen, ob Ihre Daten sicher unter Verschluss bleiben. (Bild: Evernine)

Gleiches gilt in punkto Weitergabe an Dritte. Wer hier nicht die AGBs im Vorfeld genau studiert, erhält als Überraschung in Zukunft hunderte Werbe- und Spam-Mails. Potentielle Liebespartner, sexuelle Dienste oder Medikamente zur Stimulation sind nur drei Beispiele.

3) Liebes-Hack

Zwei Fünftel der App-Dater nutzen ähnliche Kontoinformationen für die Dating-Anwendung, wie etwa für Online-Banking, soziale Netzwerke oder den E-Mail-Account. Hier spielt es keine Rolle, ob nur das gleiche Passwort oder die gleiche Mail-Adresse genutzt wird. Wer auf eine kriminelle Dating-Plattform hereinfällt, merkt das im schlimmsten Fall beim nächsten Kontoauszug.

Videos von CANCOM.info

 

Quelle Titelbild: Evernine

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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