11. Februar 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren
Große Chancen für die Wirtschaft

10 Thesen: Das sollten Sie über Smart Data wissen

Mit Big Data werden der Wirtschaft große Chancen versprochen. Doch gerade in punkto Datenschutz und IT-Security bestehen noch immer starke Zweifel. Mit diesen zehn Thesen wandeln Sie die ungriffigen Big Data in Smart Data.

Täglich produzieren Unternehmen Unmengen an Daten. Diese Big Data setzen sich etwa aus neuen Kundenprofilen, ungeordneten E-Mail-Adressen, Diagnose-Programmen oder der Auslese von Sensoren zusammen. Gerade in der Industrie nehmen die Datenmengen exponentiell zu – automatisierte Fertigungsstraßen sind hier nur ein Stichwort.

Doch häufig ergibt sich folgendes Szenario: Entweder werden die Daten überhaupt nicht erst gespeichert, und wenn doch, dann sind sie unsortiert und werden nicht effizient verarbeitet.

So bewegt sich der Begriff Big Data mittlerweile weiter. Big Data hat – um es zuzuspitzen – mittlerweile jedes Unternehmen. Die Transformation in Smart Data, also sinnvoll archivierte und nutzbare Datenbanken, gelingt dabei den wenigsten. Denn in vielen Unternehmen ist es meist nicht relevant, ob Daten gesammelt werden und welche Führungsposition die Verantwortung erteilt bekommt.

Vielmehr verweigert sich etwa ein Drittel der deutschen Unternehmen einfach grundsätzlich gegen Big Data und erst recht gegen Smart Data. Bedenken in Sachen Datenschutz und Datensicherheit sind hierbei nur ein Beweggrund.

Smart Data als Chance begreifen

Bildschirmfoto 2016-02-10 um 17.48.28

Screenshot: FZI.de.

Das Forschungszentrum Informatik (FZI) sieht mit Big Data-Lösungen bis 2025 einen jährlichen Umsatz von 85 Milliarden Euro. Wenn sich bis dahin das Drittel der Big Data-Verweigerer nicht umgestellt hat, könnte das ein wirtschaftliches Ende für diese Firmen bedeutet.

Denn: Schon über die Hälfte der deutschen Unternehmen setzt bereits heute auf die Potentiale der großen Datenmengen. Möglichkeiten rund um neue Produktideen und optimierte Dienstleistungen werden erprobt, die Prognose bis 2025 sieht gut aus.


Diese zehn Thesen sollten Business-Entscheider zu Smart Data wissen:

1) Big Data hilft bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Produktideen und Dienstleistungen

2) Vorhandene datenbasierte Analysemethoden und Vorhersagemodelle sind noch nicht ausreichend – Big Data schafft Abhilfe

3) Die Steuerung des Tagesgeschäfts durch Big Data ist wichtiger als strategische Implikationen

4) Die größten Herausforderungen liegen im Datenschutz und in der Datensicherheit

5) Das größte Big-Data-Potenzial liegt in der Mobilität und der Industrie

6) Vor allem der Gesundheitsbereich steht vor großen Aufgaben

7) Big-Data-Investitionen fließen vor allem in die Aus- und Weiterbildung des Personals

8) Unternehmen nutzen für die Datenanalyse noch Technologien, die für Big-Data nur bedingt nutzbar sind

9) Großes Potenzial liegt in Social-Media-Daten

10) Die IT-Abteilung treibt den Big-Data-Einsatz in Unternehmen voran


Staatliche Förderung für Smart Data Lösungen

Im Zuge des neuen Techologieprogramms „Smart Data – Innovationen aus Daten“ fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Unternehmen bis einschließlich 2018. Insgesamt sollen dann 13 Projekte von Unternehmen mit insgesamt 30 Millionen Euro subventioniert werden. Mit Smart Data soll eine neue Initiative der offiziellen Digitalen Agenda der Bundesregierung entstehen.

Erfahren Sie mehr über Big Data-Lösungen für die Branchen

Videos von CANCOM.info

Quelle Text: FZI
Quelle Titelbild: Evernine

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

Mehr Artikel vom Autor