21. April 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren

Digitalisierung: Die größten Treiber und Hemmnisse

IT-Trends hören auf Namen wie Big Data, Cloud, Security, Social Business oder Mobile Computing. Doch wo stehen eigentlich aktuell deutsche Unternehmen? CANCOM.info zeigt die größten Treiber und Hemmnisse auf dem Weg durch die Digitalisierung.

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Der Chief Transformation Officer (CTO) wird Ihr neuer Mitarbeiter, Social usiness bestimmt Ihr Miteinander bei den Kollegen und ein neues digitales Geschäftsmodell bringt unverhofft hohe Umsätze. Durch die Digitalisierung entstehen viele neue Begrifflichkeiten und Hürden, aber auch gleichermaßen spannende Möglichkeiten und ungeahnte Umsätze.

Haben Sie in Ihrem Unternehmen schon mit der Digitalisierung begonnen? Wenn nicht, dann geht es Ihnen wie rund zwei Drittel aller Deutschen Unternehmen. Laut einer aktuellen Studie der Experton Group liegt dieser schleppende Prozess maßgeblich an einer unzureichend aufgestellten IT-Infrastruktur und internen Kommunikationshürden.

CANCOM.info hat die Experton-Studie zum Anlass genommen und fasst die wichtigsten Hemmnisse und Treiber innerhalb der Digitalen Transformation für Sie zusammen. Sie werden überrascht sein, wie nah die unterschiedlichen Aspekte an einander liegen.

Digitalisierung? Nur mit Strategie nach Fahrplan

Bild: Evernine

Machen Sie den Test: Befragen Sie Ihre Mitarbeiter, ob Sie die Trend-Themen der Digitalisierung kennen. (Bild: Evernine)

Die gute Nachricht zuerst: Der Großteil der deutschen Unternehmen von KMU bis hin zum internationalen Wirtschaftstreiber hat die Digitalisierung als Notwendigkeit erkannt. Mittlerweile geht es demnach nicht mehr um überzeugende Argumente zum digitalen Wandeln, sondern vielmehr um Voraussetzungen in der Ablauforganisation.

Technischen Voraussetzungen bilden das Fundament. Die einzelnen technologischen Veränderungen – darunter fallen etwa Big Data oder Social Business – müssen verstanden, erlernt und umgesetzt werden. Dieser Prozess fordert in erster Linie eine effiziente Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

✓ Treiber der Digitalisierung

Es sind gerade die grundlegenden organisatorischen Maßnahmen eines Unternehmens, die auch beim digitalen Wandel greifen müssen. Hier finden sich laut der 402 befragten Unternehmen an oberster Stelle die Treiber „Qualitätssteigerung und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit“.


Und auch diese Treiber folgen mit ähnlicher Priorität:

Produktivität
Kosteneinsparung
Umsatzsteigerung


Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen gibt es hier noch Aufholbedarf. Die Experten befürchten vor allem Defizite bei der Bereitschaft zur Organisation in den Unternehmen – die eigentlichen Maßnahmen kommen an dieser Stelle noch gar nicht ins Spiel.

Vielmehr sollten sich die Führungspositionen der kleinen und mittleren Unternehmen zuerst ihre tatsächlichen Kostenstellen aufführen und diese transparent darlegen. Erst im Anschluss kann ein organisatorischer Plan für die Digitalisierung aufgesetzt werden.

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✗ Hemmnisse der Digitalisierung

Wo die Analyse der Kostenstellen eine Grundvoraussetzung bei den Treibern ist, sind die Kosten gleichzeitig ein zentrales Element der Hemmnisse. Denn gerade eine untransparente Aufstellung der Kosten verhindert, die Kostenvorteile der Digitalisierung zu erkennen.

Stattdessen hält sich der Gedanke hartnäckig, dass die Digitalisierung der unternehmensinterner Prozesse mit hohen Kosten verbunden ist. Die smarte Fertigungsstraße wird beim Kostenvoranschlag als unwirtschaftlich abgestempelt, ein zeitnaher ROI ist nicht absehbar – so die Bedenken.

Neben den befürchteten Kosten, die sich jedem der befragten Unternehmen als Hemmnis stellen, sind die anderen Hinderungsgründe jedoch nicht übergreifend auffindbar. Kleine und mittlere Unternehmen sehen etwa einen Leistungsdefizit bei der bestehenden IT-Infrastruktur, während größere Unternehmen eher an der Entscheidungsfindung scheitern – teilweise bedingt durch interne Machtkämpfe.


Weitere Hemmnisse:

✗ Keine Kapazitäten bei Mitarbeitern
✗ Fehlendes Know-how bei technologischen Neuerungen
✗ Mangelnde Sozialverträglichkeit beim Einsatz digitaler Lösungen


Quelle Titelbild: Evernine

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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