21. Juni 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren
Studie zeigt Big Data Nutzung in Firmen

Big Data als Basis für wichtige Entscheidungen

Eine effizientere Produktion, verbesserte Kundenansprache und reduzierte Risiken. Dafür werden die Big Data heute genutzt, so das Ergebnis einer Studie von Bitkom und KPMG. Hier finden Sie die drei wichtigsten Ergebnisse.

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Ein Drittel der Firmen nutzt bereits Big Data. Vorreiter in diesem Feld sind vor allen Dingen der Automobil- und Anlagenbau. Welche Branchen Big Data besonders nutzen, können Sie hier nachlesen.

Noch viel wichtiger erscheint die Frage: Wofür nutzen Unternehmen die Daten? Datenmengen nur zu speichern bringt nämlich kaum Mehrwerte. Vielmehr sorgt Storage allein nur für steigende Kosten. Eine Analyse muss erfolgen, damit die Daten wirklich Wert erhalten. Der Digitalverband Bitkom hat im Auftrag von KPMG in einer repräsentativen Umfrage das Thema eingehender untersucht. CANCOM.info stellt hier die drei wesentlichen Erkenntnisse zusammengefasst vor:

1. Datenanalyse schafft Mehrwerte

Immer mehr Unternehmen in Deutschland treffen relevante Entscheidungen auf Basis von Datenanalysen. Vor zwei Jahren nutzten erst 23 Prozent Big Data Analysen für die Auswertung großer Datenmengen. Jetzt sind es bereits ein Drittel.

Bitkom geht davon aus, dass Big Data als Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen immer wichtiger wird. Auch die Unternehmen sind laut der Studie von dieser Einschätzung überzeugt:

➽  vier von fünf Unternehmen (80 Prozent) begründen relevante Entscheidungen zunehmend auf Erkenntnissen aus der Analyse von Daten

➽  zwei Drittel (69 Prozent) betrachtet die Datenanalysen zunehmend als entscheidenden Baustein für ihre Wertschöpfung

Big Data

Produktionsplanung dominierend. Quelle: Bitkom/KPMG 2016.

Doch wie kommen Unternehmen an die aussagekräftigen Daten? In der Umfrage gaben sie verschiedene Auswertungsmethoden an. Knapp die Hälfte der Unternehmen verwendet deskriptive Analysen, die Informationen über eine aktuelle Situation liefern. 39 Prozent setzen vorausschauende Analysen ein, die Aussagen über zukünftige Entwicklungen machen. Dies wird unter dem Fachbegriff „Prescriptive Analytics“ zusammengefasst und stellt den aktuell höchsten Reifegrad der Technologie dar.


Big Data Analytics wird nach Reifegrad eingeteilt in Descriptive, Diagnostic, Predictive und Prescriptive Analytics. Erfahren Sie im Meinungsbeitrag „Analytics – der „prescriptive“ Ansatz ist die Zukunft“ mehr darüber.


Laut Umfrage sammeln und analysieren alle befragten Unternehmen Stammdaten, die Basisinformationen wie Name und Anschrift eines Kunden oder Spezifikationen eines Produktes umfassen. 86 Prozent werten Kundendaten aus, 79 Prozent analysieren systemisch erstellte Daten, zum Beispiel Sensor- oder Standortdaten, und 70 Prozent nutzen öffentlich verfügbare Daten, beispielsweise Informationen zur ökonomischen Entwicklung.

2. Datenanalysen helfen bei Prävention und Produktion

Laut Umfrage sammeln und analysieren alle befragten Unternehmen Stammdaten, die Basisinformationen wie Name und Anschrift eines Kunden oder Spezifikationen eines Produktes umfassen. Die Daten ermöglichen darüber hinaus eine zielgenaue Kundenansprache, machen die Produktion effizienter und warnen vor finanziellen Risiken.

➽ In 85 Prozent der Unternehmen sind Datenanalysen in der Produktionsplanung bzw. Projektabwicklung im Einsatz

➽ Im Marketing nutzen 69 Prozent Datenauswertungen für die Kundenanalyse

➽ 91 Prozent der Unternehmen nutzen Datenanalysen im Risikomanagement

Erfahren Sie hier, wie Sie in drei Schritten zur Datenanalyse (PDF) gelangen.

Big Data

Senkung der Geschäftsrisiken durch Datenanalyse. Quelle: Bitkom/KPMG 2016.

3. Rechts- und Sicherheitsbedenken als Hemmnis

Wie so oft bei neuen Technologien gibt es Kritiker und Faktoren, die den Forstschritt ausbremsen. Die größten Hemmnisse für den Einsatz innovativer Datenanalysen sind nach Aussage der befragten Unternehmen Rechts- und Sicherheitsbedenken sowie ein Mangel an Ressourcen.

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60 Prozent der Unternehmen scheuen davor zurück, eigene Daten für Analysezwecke an einen externen Dienstleister weiterzugeben. Über die Hälfte der Befragten haben ein unzureichendes Budget und 50 Prozent nicht genügend Datenanalyse-Spezialisten. Immer leichtere Tools und offen zugängliche Algorithmen machen die Datenanalyse allerdings zunehmend einfacher.

Klar ist, dass Big Data nicht ohne notwendige IT-Securitymaßnahmen eingeführt werden sollte. Zurecht äußern die Unternehmen Bedenken in Sachen Datenschutz bei der Durchführung fortgeschrittener Analysen von Daten unterschiedlicher Struktur und Herkunft. Fast ein Drittel (29 Prozent) der Befragten äußert die Sorge vor öffentlicher Kritik als einen Grund, auf Datenanalysen zu verzichten. Unterstützung für rechtkonformes und sicheres Arbeiten bieten IT-Dienstleister mit Expertise in diesem Bereich.

Erfahren Sie hier, wie Sie in drei Schritten zur Datenanalyse (PDF) gelangen.

Quelle: Evernine.

Hier schreibt Doris Breitenreuter für Sie

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