30. Juni 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren

Kein Social Media Account, keine Einreise in die USA

Wer in die USA reist, muss einigen Papierkram im Vorfeld erledigen. In Zukunft verlangt Homeland Security von allen Einreisenden auch eine Übersicht ihrer Social Media Accounts. Was erhofft sich die US-Behörde von dieser Maßnahme?

Jeder der schon einmal in ein Land außerhalb der EU gereist ist, kennt das: Vor Reiseantritt gilt es häufig, ein Formular auszufüllen. Eigentlich beinhaltet dieses Fragen zu Krankheiten, Impfungen, dem Reisegepäck und Ähnlichem. Doch nun wird dieser Fragebogen um eine weitere, wohl freiwillige Frage nach dem Namen der Reisenden auf den Social Media Plattformen ergänzt.


Die neue Zusatzfrage:

„Please enter information associated with your online presence—Provider/Platform—Social media identifier.“


Das erhoffen sich die USA

Abgefragt werden keine Zugangsdaten oder ähnliches, sondern der Name des Reisenden, mit dem er sich auf Medien wie Facebook, Twitter und Co. identifiziert. Die gewonnenen Informationen sollen für Prüfungen der Sicherheit verwendet werden, aber auch als potenzielle Kontaktmöglichkeiten. Dadurch sollen Ermittlungsprozesse unterstützen werden.

Fraglich bleibt allerdings, was genau überprüft wird oder wer genau diese Informationen prüfen und verarbeiten wird.

Hier hat etwa auch das Blog mobilegeeks.de seine Bedenken: Werden nur öffentlich einsehbare Informationen der Profile geprüft oder jagt man die Angaben direkt bei der NSA durch die Datenbanken, um auch an private Nachrichten zu kommen und sie zu analysieren? Reicht es dann auch schon aus, die „falschen“ Freunde auf Facebook zu haben oder den „falschen“ Leuten auf Twitter zu folgen?

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Ob die Zusatz-Frage tatsächlich kommt und wenn ja, wie streng es dann kontrolliert wird, bleibt abzuwarten.

Quelle Titelbild: Evernine

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