21. Juni 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren

Polizei in NRW macht vor, wie Datenschutz richtig gemacht wird

Die clevere Nutzung von Datenanalysen ist ein Trend und bietet viele Vorteile sowohl für Firmen als auch für Verbraucher. Viele Fragen rund um das Thema Datenschutz bleiben allerdings häufig noch offen. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, sich vor der Überwachung zu schützen. Die Polizei in NRW macht es vor und wehrt sich gegen die Datenübermittlung der Polizeiwagen an den Hersteller. 

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Serienmäßig funken neue BMW zahlreiche Informationen an den Hersteller. Als das Land NRW nun für 21 Millionen Euro neue Streifenwagen des Typs BMW 318d geleast hat, reagierte die Polizei auf diese Grundfunktion des Herstellers. 

Im Normalfall werden sensible Daten über die Nutzung der Fahrzeuge wie das Fahrverhalten, die Länge der gefahrenen Strecke, letzte Ziele des Navigationsgeräts und sogar Handydaten gekoppelter Handys an den Hersteller gesendet. Das Ganze passiert über eine fest verbaute SIM-Karte, welche bei BMW-Fahrzeugen standardmäßig eingeschaltet ist und nur im Opt-Out-Verfahren abgeschaltet werden kann.

Polizei NRW setzt auf Datenschutz

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Die Wagen der Polizei in NRW können vom Hersteller nicht überwacht werden. (Bildquelle: pixabay)

Die Polizei in NRW hat dieses Problem frühzeitig erkannt und hierfür mit der Firma BMW vertraglich festgelegt, dass die fest in die Streifenfahrzeuge eingebauten SIM-Karten (embedded SIM) von der BMW AG beim Netzbetreiber abgemeldet werden. Somit ist nur der reine eCall (Notruf 112), der ab 2018 für die Erlangung der Betriebserlaubnis von Neufahrzeugen vorgeschrieben ist, ohne weitere Datenübermittlung gewährleistet. Eine darüber hinausgehende Datenübertragung, z.B. an BMW, wurde durch diese Maßnahme ausgeschlossen.

Als Quelle der Informationen zu diesem Artikel fungierte netzpolitik.org 

Quelle Titelbild: pixabay

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