4. Juli 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren

So arbeiten Big Data und Virtual Reality zusammen

Virtual Reality, das sind jene Datenbrillen, die Nutzer in eine virtuelle Welt versetzen. Die Technologie erobert aktuell bereits den Privatbereich, nun kommt der Trend auch in der Unternehmenswelt an. CANCOM.info klärt die wichtigsten Aspekte der virtuellen Realität und zeigt, wie die Technologie schon heute die Wirtschaft digitalisiert und warum Unternehmen hier maßgeblich von Big Data profitieren.

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Man findet sie schon heute überall: Virtual Reality ist im Mainstream angekommen. Vom Freizeitpark, über den Raumausstatter bis hin zum Heimkino haben sich die Datenbrillen diverser Hersteller vorgekämpft. Doch hinter der Technologie steht weit mehr, als nur spannende Filme über die Südsee oder virtuelle Showrooms.

Denn Virtual Reality funktioniert im heutigen Umfang nur dank Big Data. Hier treffen immense Datenspeicher und Analysen auf die gelebte Digitalisierung.

Virtual Reality, kurz auch VR, wurde lange Zeit als kurzweiliger Trend belächelt. Doch dieser Gedanke gilt heute als überholt. So findet sich VR nicht etwa nur im Privatbereich, sondern hat sich längst als attraktives Feld in der Wirtschaft hochgearbeitet. Vom Vertrieb bis hin zur Industrie kommen bereits heute die digitalen Bildschirme zum Einsatz.

CANCOM.info zeigt, wie Virtual Reality die Unternehmenswelt verändern könnte und zeigt konkrete Einsatzgebiete, in denen die Technologie dank dem Einsatz von Big Data bereits implementiert werden konnte.

Industrie: Entwicklung wird digitalisiert

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Sie wollen die Baustelle Ihrer neuen Fabrik in Südamerika spontan besuchen? Kein Problem, mit 360 Grad Kameras können Mitarbeiter vor Ort den Bau filmen, Sie können vom Standort Deutschland aus via VR-Brille dem Prozess beiwohnen und sich umsehen. (Bild: Evernine)

Die Globalisierung ist heute Standard und kein Thema mehr für Unternehmen. Vielmehr stellt jedoch die Kommunikation noch immer viele Fragezeichen in den Raum. Denn wer mit dem Mitarbeiter im Außendienst oder der Produktionsanlage in China kommunizieren möchte, der muss sich mit moderner Technik zu helfen wissen.

Lösungen wie Videokonferenzen, Cloud-Speicher oder betriebsinterne Messenger sind hier gängige Mittel. Denken Sie etwa an die Entwicklung eines Produktes: Von der ersten Skizze bis zum Bauplan gehen die Dokumente über unzählige Tische, Blaupausen werden über die Cloud den Mitarbeitern in der Fabrik zur Verfügung gestellt und das Management im Ausland schaltet sich regelmäßig via Skype hinzu. In diesem Zuge werden bereits heute viele Datensätze hin und her geschoben, analysiert und ausgewertet


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Virtual Reality verändert bereits diese alltägliche Kommunikation in Unternehmen. Mitarbeiter können im Alltag ortsunabhängig via Datenbrille direkt dem Gegenüber in die Augen sehen und Projekte gemeinsam planen, aber auch ganze Produktionsanlagen entstehen maßstabsgetreu in der virtuellen Welt. Das Ganze auf einer virtuellen Abbildung des tatsächlichen Baugrunds und natürlich samt aller Mauerwerke, Maschinen und Elektronik.

Vertrieb: Das Einkaufszentrum in den eigenen Vier Wänden

Bild: Evernine

Neulich entdeckt: Dieses Münchner Unternehmen bietet VR bereits bei der Küchenplanung an. (Bild: Evernine)

Im Einzelhandel ist Virtual Reality bereits angekommen – zumindest in den USA oder Asien. Hier bieten vereinzelte Shops bereits die Garderobe in den eigenen vier Wänden an. Über die Cloud rufen die Kunden etwa den virtuellen Showroom ab und können sich im Sortiment der Shops umsehen. Die Käufer können sich so im Eigenheim befinden und trotzdem Kleidung „anprobieren“ und direkt erwerben.

Doch auch Autohäuser oder Raumausstatter setzen auf den VR-Trend. Wer seine Traumküche oder sein Traumauto erwerben möchte, kann sich das Objekt – zumindest virtuell – direkt nachhause holen, Farbkombinationen bestimmen, überprüfen, ob das Objekt überhaupt reinpasst oder man vielleicht doch noch einmal über den Kauf schlafen sollte. Der Trick: Momentan bekommt der Einzelhandel durch den Einsatz von Virtual Reality ungeheure Aufmerksamkeit – kostenloser Branding-Effekt vom feinsten.

Auf lange Sicht könnte sich jedoch gerade beim Aufgabenbereich der Verkäufer einiges ändern. Denn hier wird die Beratung im Geschäft durch die VR-Brille im Eigenheim zu gewissen Teilen ersetzt. Wer dennoch die Meinung eines Experten haben möchte, könnte den Verkäufer theoretisch direkt über die VR-Brille anrufen und in den virtuellen Raum holen. So geht schon heute die Tendenz vom reinen Verkäufer eher in Richtung Berater.

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Medizin und Pharma: Der moderne Arzt trägt Brille

Alle Patientenakten immer auf Abruf, selbst die Krankenschwester weiß beim reinen Betrachten des Patienten schon, welche Medikamente heute verabreicht werden müssen. Gerade im medizinischen Bereich ist Virtual und Augmented Reality bereits weit fortgeschritten. Moderne Krankenhäuser speichern hier schon heute ihre Daten in der Cloud, die sinnvolle Schlussfolgerung ist es nur, den Mitarbeitern diese Daten direkt und jederzeit vor das Auge führen zu können.


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Doch VR in der Medizin kann weit mehr. In Paris wurde etwa jüngst die erste Operation am menschlichen Gehirn durchgeführt, bei der der Patient eine Datenbrille auf den Augen hatte. Der Grund: Bei Operationen am Gehirn müssen Menschen stets bei vollem Bewusstsein sein, um etwa Schäden am Sprachzentrum zu vermeiden. Über die VR-Brille wurden im konkreten Fall von Paris daher spezielle Videos eingespielt, die verschiedene Gehirnregionen des Patienten stimulierten. So wussten die Ärzte jederzeit, ob sie mit ihrem Eingriff irgendeinen Schaden angerichtet hatten oder das Gehirn unbeschädigt blieb.

Quelle Titelbild: Evernine

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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