5. August 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren

Umdenken im Vertrieb: Umsätze mit Smartphones gehen zurück

Es werden aktuell so viele Smartphones verkauft wie noch nie zuvor. Doch die Umsätze gehen teilweise erheblich zurück. Was der Vertrieb jetzt wissen sollte und wie man im Markt reagiert, erfahren Sie hier.

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Das Smartphone hat das Handy fast vollständig ersetzt, zumindest in der westlichen Welt und in Asien. Alleine drei Viertel aller Deutschen besitzen ein Smartphone und nutzen es täglich. Nun verkündet der Branchenverband Bitkom, dass die Umsätze in diesem Jahr erstmals zurückgehen. Ist der Markt nun gesättigt?

Mehr Smartphones denn je

Weltweit konnten 2016 bisher 27,9 Millionen mobile Endgeräte verkauft werden. Doch die Umsätze gehen zurück, rund zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein logischer Schluss wäre: Der Markt ist nun gesättigt, Business- und Endkunden haben alle ein Smartphone und nutzen es im Durchschnitt 1 bis 2 Jahre.

Doch Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder sieht einen anderen Grund für den Rückgang der Umsätze: „Die Umsätze geraten durch gleichermaßen günstige wie leistungsfähige Smartphone-Modelle unter Druck.“

Vermehrt kommen hier Hersteller auf den Markt, die für unterdurchschnittliche Preise vergleichsweise hochwertige Hardware anbieten. Ganz vorne mit dabei sind hier Smartphones aus China, etwa Coolpad oder Xiaomi, die nun erstmals auch auf den deutschen Markt kommen.

Und auch die etablierten Marken haben diesen Trend erkannt: Die Mittelklasse-Produkte der Marken LG, Samsung und Huawei liegen auf dem europäischen Markt im Durchschnitt nur noch bei 374 Euro pro Device, im Vorjahr lag man hier noch bei 404 Euro.

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Pokémon Go als Kaufargument

Unterm Strich bedeutet diese Tendenz vor allem eines: Das Smartphone ist Mainstream. Alleine bei Jugendlichen ab 14 Jahren finden sich Smartphones in 76 Prozent aller Fälle. Hier wird häufig gekauft, was günstig ist und zumindest die erwarteten Grundfunktionen und akzeptable Hardware bietet.

Neben WhatsApp, Facebook und YouTube wäre 2016 beispielsweise auch das Spiel Pokémon Go zu nennen. Wer noch kein Smartphone hat, holt sich eines, um über die Smartphone-Kamera etwa die Augmented-Reality Funktion des Games nutzen zu können. Hierfür reicht auch schon das günstigste Modell für 60 Euro aus der Schütte des lokalen Einzelhändlers.

Umsätze wieder ankurbeln, den Trend erkennen

Das Smartphone ist demnach beliebter denn je, nur die Ansprüche – und Zielgruppen – haben sich gewandelt. Wer nun seine Umsätze wieder ankurbeln möchte, sollte in seinen Shops vielleicht lieber „no-name“ mit Qualität statt Markenware für 800 Euro vertreiben.

Quelle Titelbild: Evernine

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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