19. August 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren
Mobile Workplace

Warum Unternehmen nicht mehr auf „Bring Your Own Device“ setzen

Das eigene Smartphone auch im Unternehmen nutzen – das schien lange Zeit das beherrschende Mobility-Thema zu sein. Blickt man jetzt zum Trendsetter USA, zeigt sich, dass es damit bald vorbei sein könnte. US-Firmen fahren zunehmend eine „No BYOD“-Politik.

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Im Bereich mobiles Arbeiten war in den letzten Jahren für viele Firmen die bestimmende Frage, wie sie mit der Flut an Smartphones, Laptops und Tablets umgehen sollten, die die Mitarbeiter selbst mit ins Unternehmen brachten. Denn längst gehört der mobile Arbeitsplatz, ob mit Smartphone oder Notebook, zum Alltag bei vielen Mitarbeitern.

Der damit angesprochene Trend zum sogenannten Bring Your Own Device (BYOD) bereitet jedoch vor allem Sicherheits-Verantwortlichen Kopfschmerzen, da die unterschiedlichen Geräte mit diversen Betriebssystemen und Software sicher in das bestehende Netzwerk integriert werden mussten.

Häufig schwappen Trends aus den USA in kurzer Zeit nach Deutschland herüber. Sollte das auch in diesem Fall so sein, könnte es in naher Zukunft bald das Ende der BYOD-Politik in Firmen hierzulande bedeuten. Denn: In US-Firmen herrscht ein zunehmender Trend zu einer „No BYOD“-Devise, wie CompTIA, der internationale Branchenverband der IT-Industrie, in einer Studie herausgefunden hat.

Firmeneigene Geräte sind der US-Trend

In der Umfrage wurden Unternehmen gebeten, ihren Ansatz zu Mobile Device zu beschreiben. Dabei gab es drei Ansätze zur Auswahl:

compTIA byod

Immer weniger Firmen setzen auf BYOD. Grafik: CompTIA.

1) Full BYOD, bei dem die Firma keine Verantwortung für Geräte übernimmt.

2) Partial BYOD, bei dem das Unternehmen einige Geräte bereitstellt, aber auch private Geräte erlaubt.

3) No BYOD, bei dem alles von der Firma bereitgestellt wird und die Nutzung persönlicher Geräte im Firmennetzwerk verboten ist.

In den letzten Jahren stieg dabei die Anzahl der BYOD-Gegner enorm an. Fuhren 2013 nur ein gutes Drittel der Firmen eine „No BYOD“-Politik, sind es 2015 schon über die Hälfte der Unternehmen.

Dass Unternehmen ihre Mobility-Strategie ebenso gut – wenn nicht einfacher und sicherer – durch bereitgestellte Devices umsetzen können und Mitarbeiter die Firmengeräte gerne annehmen, spricht laut CompTIA für diesen Wandel. Und das kann sich lohnen, denn bereits in diesem Jahr nutzen über die Hälfte der deutschen Mitarbeiter im Durchschnitt ein Smartphone für betriebliche Zwecke.

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Der CompTIA-Report „Building Digital Organizations“ ist in englischer Sprache kostenlos erhältlich.

Quelle Titelbild: Evernine

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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