14. Oktober 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren

Das sind die fünf größten Cloud-Trends 2017

Welche Cloud-Trends kommen auf CEOs und CIOs in 2017 zu? Die wichtigsten 5 Cloud-Trends für das kommende Jahr stellen wir Ihnen hier vor.

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Vier von zehn Unternehmen wollen im kommenden Jahr verstärkt auf virtuelle Arbeitsplätze aus der Cloud setzen. Das geht aus einer aktuellen Studie von Crisp Research hervor.

Doch: Cloud ist nicht gleich Cloud, das wissen mittlerweile viele Geschäftsführer – ob im eigenen Haus betrieben oder durch Managed Service Provider. Und wenn Sie bereits virtuelle Infrastruktur und vielleicht auch konkrete Apps für Ihre Mitarbeiter anbieten, stellt sich häufig noch die Frage: Stimmt das alles so und wo habe ich noch Bedarf in punkto Cloud?

CANCOM.info fasst die wichtigsten Entwicklungen des Cloud Computing zusammen und zeigt, was Unternehmen für 2017 erwarten können und wo die digitale Reise hingehen könnte.

1. Cloud-First-Policy

Noch vor einigen Jahren herrschte in den meisten Unternehmen eine No-Cloud-Policy vor. On-Premise-Lösungen wurden fast ausnahmslos bevorzugt, da die Skepsis gegenüber der Cloud zu groß war.

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Das hat sich drastisch geändert: Die Cloud-Toleranz wird auch in deutschen Unternehmen immer größer. Die Nutzung einiger ausgewählter Cloud-Services wird fast überall gestattet, immer öfter werden Cloud-Lösungen den On-Premise-Lösungen mit selber Funktion vorgezogen.

Was vor allem viele junge Start-Ups schon heute praktizieren, wird sich wohl bald zum Standard entwickelt haben: Die Cloud-First- oder sogar Cloud-Only-Policy. IT-Infrastrukturen komplett in der Cloud aufzubauen wird sich bald auch bei etablierten Unternehmen durchsetzen, nicht zuletzt aufgrund großer Kostenvorteile gegenüber On-Premise-Infrastrukturen.

2. Digitaler Arbeitsplatz

Einher mit dem Umzug der gesamten IT-Infrastruktur in die Cloud geht der Wandel vom klassischen zum digitalen Arbeitsplatz. Wenn alle notwendigen Daten und Anwendungen von jedem beliebigen Ort aus abrufbar sind, wird ein physischer Arbeitsplatz beinahe überflüssig.

Das hat viele Vorteile: Die Arbeit von unterwegs über Smartphone oder Tablet ist kein Problem mehr. Durch die Möglichkeit, ortsunabhängig zu arbeiten, können sich Arbeitnehmer ihre Aufgaben zukünftig flexibler einteilen, die Motivation steigt – und damit auch die Produktivität.

Doch nicht nur das, auch der Wissensaustausch innerhalb des Unternehmens wird stark vereinfacht. Bei Bedarf können jegliche Informationen schnell und unkompliziert zwischen Mitarbeitern geteilt werden, was wiederum Kreativität und Innovationskraft im Unternehmen fördert.


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3. Weniger Sicherheitsbedenken

Sicherheitsbedenken gegenüber der Cloud werden immer weiter abgebaut. Viele Unternehmen betrachten die Cloud sogar schon als sicherer als viele On-Premise-Lösungen. Auf dem Feld der Cloud-Sicheheit hat sich in der Tat so einiges getan. Es gibt schon jetzt diverse Möglichkeiten, um Cloud-Services nahezu perfekt abzusichern.

CIOs können durch Einsatz eines Access Security Broker beispielsweise dafür sorgen, dass im Unternehmen nur Compliance-konforme Dienste genutzt werden. Darüber hinaus können die Services an individuelle Ansprüche angepasst werden, sensible Daten können vor dem Transfer ins Ausland verschlüsselt werden und vieles mehr.

Die größte Sicherheitslücke entsteht ohnehin nicht durch Hacker-Angriffe oder dergleichen, sonder durch „menschliches Versagen“ im Sinne unüberlegten Handelns. Abhilfe schaffen lässt sich hierbei durch das Ersetzen klassischer Passwörter durch Fingerabdrucks- oder Iris-Scanner, oder die Analyse der Verhaltensweisen von Mitarbeitern.

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4. Ausbau von Rechenzentren

Wenn immer mehr Unternehmen den Umzug in die Cloud wagen, müssen dementsprechend auch Kapazitäten aufgestockt werden. Im Klartext bedeutet das, dass Cloud-Provider große Investitionen in ihre Rechenzentren tätigen werden.

So in diesem Jahr bereits geschehen bei Amazon Web Services oder Microsoft. Die beiden Großkonzerne investierten erst kürzlich Milliardenbeträge in den Ausbau ihrer Cloud-Infrastruktur, auch in zahlreichen Regionen Europas.

Ziel solcher Maßnahmen ist es in erster Linie, Cloud-Services in immer mehr Regionen anbieten zu können. Dadurch sinkende Preise ermöglichen es in der Folge auch kleinen und mittelständischen Unternehmen, eine Infrastruktur in der Cloud aufzubauen.

5. Verbesserung von Betreuung & Serviceleistungen

In der Vergangenheit bedeutete Cloud-Service oftmals lediglich die Bereitstellung von Cloud-Services. Individuelle Beratung oder Anpassung der Dienste an firmenspezifische Bedürfnisse gehörten nicht automatisch zum Angebot der Provider.

Das wird sich grundlegend ändern. Cloud-Anbieter befinden sich bereits mitten im Wandel, Full Service heißt das neue Zauberwort. Gefragt sind schon jetzt Cloud-Services, deren Beratungsansatz sich bis hin zur kundengerechten Weiterentwicklung erstreckt.

Quelle Titelbild: Evernine

Hier schreibt Carla Bösl für Sie

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