25. November 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren

„Black Friday“: Startschuss für das Weihnachtsgeschäft

In Amerika gilt der sogenannte „Black Friday“ als einer der umsatzstärksten Tage im Jahr. Auch in Deutschland findet die Cyberwoche immer größeren Anklang – davon profitiert vor allem der E-Commerce.

Der „Black Friday“ ist endgültig in Deutschland angekommen. Bis vor einigen Jahren kannte man unendlich lange Schlangen an Supermarkt- und Kaufhauskassen nur aus dem Fernsehen. Jetzt findet der aus den USA stammende Start der Weihnachtssaison auch in Deutschland immer größeren Anklang.

Traditionell findet das Shopping-Event einen Tag nach Thanksgiving statt. Die meisten Amerikaner nutzen den Brückentag, um die ersten Weihnachtseinkäufe zu tätigen. Der „Black Friday“ gilt damit als wichtiger Indikator für das kommende Weihnachtsgeschäft.

1,1 Mrd. Euro Umsatz am Cyberwochenende erwartet

Die Cyberwoche beginnt am heutigen „Black Friday“ und endet am Cyber-Monday. Eine internationale Weihnachtsstudie von RetailMeNot (Studie nicht mehr verfügbar), die im September 2016 in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research, mit unter anderem über 1000 deutschen Verbrauchern, durchgeführt wurde, prognostiziert einen diesjährigen Online-Umsatz von 1,1 Mrd. Euro am „Black Friday“-Wochenende. In allen sieben untersuchten europäischen Ländern zeichnet sich dabei ein Trend ab. Laut dieser repräsentativen Bevölkerungsbefragung ist der Umsatz nämlich in den untersuchten Nord-Mittel- und Südeuropäischen Ländern im stationären Handel rückläufig, während der Umsatz im E-Commerce deutlich zunimmt.

Spitzenreiter ist hier Spanien mit einem Zuwachs von 33 Prozent, wohingegen Deutschland laut Prognose mit einem Zuwachs von 14 Prozent im Mittelfeld liegt.

E-Commerce vs. Stationärer Handel

Die Studie „Shopping & Payment im Weihnachtsgeschäft 2015 – Studie zu den saisonalen Trends im E-Commerce und stationären Handel“ zeigt, dass im E-Commerce die meisten Käufe Anfang Dezember getätigt werden – der umsatzstärkste Tag war hier letztes Jahr der 6. Dezember mit 340 Millionen Euro – wohingegen die Käufe im stationären Handel erst kurz vor Weihnachten, nämlich am 19. Dezember, deutlich anstiegen.

Laut der Studie von RetailMeNot lässt sich außerdem eine Verlagerung des Umsatzes im Rahmen des Mobile Commerce erkennen. Es wird erwartet, dass der Mobile-Anteil fast die Hälfte des Online-Umsatzes im diesjährigen Weihnachtsgeschäft ausmacht. Der Trend geht also klar in die Richtung, Weihnachtsgeschenke per Smartphone und Tablet zu bestellen. Jedoch zeigt sich dabei, dass die Art des Einkaufens Auswirkungen auf den Zeitpunkt des Weihnachtsshoppings hat.

Videos von CANCOM.info

Steigender Trend erwartet

Es bleibt spannend, ob sich das Vorweihnachtsgeschäft in Deutschland und insgesamt in Europa weiterhin so positiv entwickelt. Die Technik-Branche würde auf jeden Fall von dieser Entwicklung profitieren.

Fest steht aber schon jetzt: Die Cyberwoche begann in diesem Jahr bereits mit einem Paukenschlag. Die deutsche Webseite des schwedischen Textilherstellers H&M war nämlich in den Morgenstunden aufgrund des großen Besucheransturms nicht erreichbar.

 

 

Quelle Titelbild: CANCOM

Hier schreibt Sabrina Fiorin für Sie

Mehr Artikel vom Autor

Lesen Sie weiter auf CANCOM.info