17. November 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren

IT-Experte im Gespräch: Flash als Speicher-Technologie der Zukunft?

Die traditionelle drehende Festplatte verliert bei stetig sinkenden Flash-Preisen zunehmend an Bedeutung als Primärstorage. Der Storagehersteller NetApp bietet deshalb ein umfassendes Portfolio an All-Flash-Lösungen an, um flexibel auf die Wünsche seiner Kunden zu reagieren. CANCOM.info zeigt im Gespräch mit IT-Experte Andreas Limpak, Sr. Manager Systems Engineering bei NetApp, was mit Flash im Business-Umfeld heute alles möglich ist.

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Sie benötigen wenig Energie, arbeiten schnell und geräuschlos, passen in jede Hosentasche und können trotzdem große Datenmengen fassen: Flash-Speicher. Egal, ob Sie auf Ihrem Smartphone Fotos abspeichern oder mit einem USB-Stick Ihre Daten sichern – dahinter steckt Flash-Technologie. Doch nicht nur mobile Geräte, sondern auch stationäre Desktops werden immer häufiger mit Flash-Speichern ausgestattet.

Denn Flash wird auch preislich immer attraktiver. Der Einsatz von zuverlässigem Enterprise-Flash in Rechenzentren kann mit Hilfe von ausgefeilten Effizienztechniken wie Deduplizierung und Komprimierung bereits günstiger ausfallen als die Nutzung von High-End Festplatten.

Exklusiv im Gespräch klärt IT-Experte Andreas Limpak, Sr. Manager Systems Engineering bei NetApp, die Trends um Speichertechnologien.

All-Flash-Arrays auf dem Vormarsch

Für Limpak steht fest, dass Flash die Zukunft gehört: „Wir haben uns das Ziel gesetzt, Flash-Storage heute schon als das neue „Normal“ in Unternehmen zu etablieren. Deshalb spielen All-Flash-Arrays für uns eine zentrale Rolle.“

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Andreas Limpak, Sr. Manager Systems Engineering bei NetApp, kennt die Pain Points seiner Kunden. (Bild: CANCOM)

Flash für den Unternehmenseinsatz wird meistens in Form von sogenannten Solid State Drives oder Disks (kurz SSD) angeboten. Als All-Flash-Arrays, kurz AFA, werden sie ausschließlich mit SSDs bestückt. Dagegen verbinden sogenannte „hybride Storage-Systeme“ die Geschwindigkeitsvorteile von Flash-Speicher mit den bekannten Eigenschaften mechanischer Festplatten und sind je nach Einsatzzweck für viele Kunden weiterhin attraktiv. Im weiteren Verlauf liegt der Fokus jedoch auf All-Flash-Arrays.

Enterprise Flash Storage kann laut Andreas Limpak sogar Geld sparen: „All-Flash-Arrays von NetApp verbessern die CPU-Auslastung ihrer Server, da Flash die Daten mehrfach schneller als Festplatten liefern kann. In der Folge lassen sich Datenbanken und Server noch besser konsolidieren. Der Wegfall unnötiger Server-CPUs wiederum kann beträchtliche Lizenzgebühren für Datenbanken einsparen. Schließlich vereinfacht und beschleunigt eine solchermaßen reduzierte IT-Umgebung die Bereitstellung ihrer IT-Services.“

Aktuell bietet NetApp drei verschiedene All-Flash-Lösungen an, die jeweils ihren eigenen Schwerpunkt haben und je nach Wunsch und Zielsetzung des Kunden umgesetzt werden können. CANCOM.info gibt eine kompakte Übersicht und bietet gleich noch das kostenlose Whitepaper zu SolidFire an – die neueste All-Flash-Lösung von NetApp. Hier geht es zum Download.

1. Bei Bedarf an innovativem Datenmanagement – NetApp All Flash FAS

Von NetApp seit Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, verfügt All Flash FAS, kurz AFF, über die umfangreichsten Möglichkeiten für intelligentes Datenmanagement. Betreiber einer Shared Infrastructure mit einer Vielzahl von geschäftskritischen Applikationen nutzen die Flash-Vorteile ohne auf Hochverfügbarkeit, Snapshots, integriertes Backup, Desasterschutz, Cloning und ausgefeilte Effizienztechniken zu verzichten. All Flash FAS eignet sich ideal, um performance-hungrige Workloads selbst großer Unternehmen in einer hochgradig virtualisierten IT-Umgebung zu meistern.

Die zugrundeliegende NetApp FAS Plattform erlaubt darüber hinaus einen reibungslosen Wechsel von Festplatte zu Flash. All-Flash FAS Systeme lassen sich gemeinsam mit Festplatten-basierten FAS Systemen in einem hochverfügbaren Storage-Cluster betreiben. Transparent für Applikationen und Anwender lassen sich Daten online zwischen Flash und Festplatte verschieben. Hin und zurück – Performance dort, wo man sie gerade braucht.

Eine Eigenschaft von AFF und FAS möchte Andreas Limpak besonders hervorheben: „Einer der wesentlichen Unterschiede zu anderen Storage Lösungen ist, dass wir mit den AFF und FAS Systemen bereits heute voll Cloud-integrierten Speicher anbieten. Das integrierte Datenmanagement ermöglicht es unseren Kunden, lokale Storage Services bereitzustellen und diese bei Bedarf schnell, sicher und flexibel mit externen Cloud-Services und -Ressourcen zu ergänzen.“

Tipp: Das vorhandene Service-Portfolio des eigenen Rechenzentrums lässt sich so beispielsweise um massiv skalierbare Web-Service-Plattformen oder um Realtime Data Analytics-Lösungen der großen Cloud-Anbieter erweitern.

2. Minimale Latenz und maximaler Durchsatz – NetApp EF-Series

Unternehmen, die die Performance von Business-Applikationen oder von Servern innerhalb der bestehenden IT-Infrastruktur radikal steigern möchten, sind hier richtig. Punktuelle Lösungen stehen im Vordergrund, Datenmanagement im Storage ist meist nicht wichtig. Die EF-Series ermöglicht unter anderem konsistente Antwortzeiten im Mikrosekunden-Bereich sowie eine kontinuierliche Bandbreite von bis zu 12GB/s. Wer sich mit „Digitaler Transformation“ oder „Big Data“ und „Data Analytics“ sowie dem „Internet der Dinge“ beschäftigt, wird diese Eigenschaften sicher zu schätzen wissen. Aber auch Betreiber von Oracle und Microsoft SQL Server Datenbanken profitieren von bis zu 20-mal schnelleren Abfragen.

Tipp: EF-Series repariert SSD-Ausfälle bis zu 8-mal schneller als herkömmliche RAID-Systeme – Ihre Applikationen bleiben nicht nur verfügbar, sondern auch benutzbar.

3. Für Cloud-like Infrastrukturen, mit VMware oder OpenStack – NetApp SolidFire

Die SolidFire Plattform wurde für massiv skalierbare Workloads entwickelt, die einer Cloud ähneln oder in einer Cloud ausgeführt werden. Jeder Knoten trägt mit seinen CPU- und Flash-Ressourcen zur Gesamtleistung des Clusters bei. Clusterweite RAID-less Data Protection schützt vor dem Ausfall einzelner Komponenten wie SSDs oder ganzer Knoten.

Skalierung erfolgt nach Belieben durch Hinzufügen oder Entfernen von Nodes im laufenden Betrieb. Ausgehend von vier Nodes als Startgröße, investieren wachsende Unternehmen oder junge Projekte stets sehr nahe am tatsächlichen Bedarf und steigern Kapazität und Performance (IOPS) ihres Clusters mit jedem zusätzlichen Knoten.

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SolidFire wurde explizit für das Management mit OpenStack entwickelt und integriert sich daher optimal. Administrative Tätigkeiten fallen im Vergleich zu traditionellen Storage Arrays daher beträchtlich weniger oder sogar überhaupt nicht mehr an. In Entwicklerumgebungen, die nach der DevOps Methode vorgehen, wird SolidFire so zum echten „No Zero Touch Storage“. Der Entwickler skriptet sich seine Testumgebung komplett mit Applikation, Server-Instanzen und SolidFire Storage komplett selbst. In Minutenfrist – aber immer im Rahmen der Vorgaben des Storage-Teams. Sehr schnell und trotzdem sicher und kontrollierbar.

Auch in VMware-Umgebungen erfolgt die Storage-Zuweisung automatisch mit der Einrichtung der Virtuellen Maschine – es ist keine manuelle Storage-Provisierung nötig. Viele Service Provider, interne wie externe, setzen daher auf SolidFire für VMware.

Seit Frühjahr 2016 bietet NetApp die Möglichkeit der kapazitätsbasierten Lizensierung für SolidFire: Beim Austausch von Knoten, beispielsweise gegen Hardware neuester Generation für mehr Performance, ist dann keine neue Software-Lizenz mehr notwendig.

Tipp: SolidFire bietet zuverlässige Performance für Tausende von Applikationen auf einem Shared-Storage-System und verringert die Storage-Administrationszeit um das 12-Fache.

Flash steigert Effizienz und Sicherheit

Flash erweist sich zunehmend als zukunfssicheres Speichermedium. Im Umkehrschluss: Die Nachfrage nach klassischen Festplatten nimmt drastisch ab. (Bild: Evernine)

Mit den drei All Flash-Lösungen sieht Andreas Limpak sein Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt: „Unsere drei All-Flash-Lösungen bilden zusammen ein Rundum-Sorglos-Paket für Flash – exakt eingepasst in das individuelle Anforderungsprofil unserer gemeinsamen Kunden durch bundesweite Beratung und Service durch CANCOM. Wir fragen den Kunden: Was haben Sie vor? Was sind Ihre Ziele? Und je nach Vorstellung setzen wir dann die angemessene Lösung um.“

Flash hat laut Limpak allerdings noch viel Luft nach oben: „In Zukunft werden noch schnellere Zugriffszeiten, enorm gesteigerte Kapazitäten und eigens für Flash optimierte IO-Schnittstellen die Flash-Technologie für Unternehmen noch attraktiver machen.“

Die wichtigsten Fakten zur neuesten All-Flash-Lösung von NetApp, Solid Fire, können Sie als kompaktes PDF hier kostenlos downloaden.

Quelle Titelbild: Evernine

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