15. November 2016 | pArtikel drucken | kKommentieren

Internet per Satellit – Das sollten CIOs wissen

Das Internet soll schon lange auch in ländlichen Regionen schneller werden – doch das stellt nach wie vor eine große Herausforderung dar. Allerdings könnte es schon bald eine Lösung geben: Internet per Satellit und Laser. CANCOM.info verrät, was Sie zur neuen Technologie wissen müssen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) demonstrierte kürzlich erfolgreich, wie es möglich ist, Daten mit einer Übertragungsrate von über einem Terabit pro Sekunde an das terrestrische Internet anzubinden.

Diese beeindruckende Geschwindigkeit konnten die Forscher des DLR durch eine neue Technologie erreichen, die das Satelliten-Internet schon bald erheblich verbessern könnte: Die Laser-Datenübertragung.

Laser-Einsatz für höhere Übertragungsraten

Im Rahmen des Projekts „Thrust“ haben sich die Forscher des DLR zum Ziel gesetzt, auch in abgelegenen ländlichen Gegenden einen schnelleren Internetzugang zu ermöglichen. Die Idee, mit der das nun tatsächlich funktionieren könnte, setzt auf Laser-Anbindung.

Kurz zusammengefasst: Satelliten sollen durch Laser an das terrestrische Internet angebunden werden und so einen Datendurchsatz von über einem Terabit pro Sekunde erzielen können. Im Test kamen die DLR-Forscher sogar auf beinahe zwei Terabit pro Sekunde bei einer Übertragungsreichweite von zehn Kilometern.

Dieses Ergebnis stellt einen neuen Weltrekord in der Freiraum-Datenübertragung dar – was eindrucksvoll beweisen dürfte, dass die optische drahtlose Datenverbindung im Terabit-Bereich mittlerweile durchaus machbar ist.

Videos von CANCOM.info

Probleme beim Satelliten-Internet

Doch noch steckt die Technologie in den Kinderschuhen. Bis sie ausgereift ist gilt es, einige Probleme in Bezug auf die bisher mangelnde Stabilität bei der Übertragung zu lösen.

So zeichnete sich bei den Testläufen beispielsweise ab, dass die Erdatmosphäre die Verbindung zwischen Boden und den geostationären Satelliten, die zur Übertragung genutzt werden, empfindlich stören kann. Daher versuchten die Forscher im nächsten Schritt, größtmögliche Störungen mit Hilfe von Simulationen zu ermitteln, um so das Übertragungssystem in einem maximalen Belastungstest zu prüfen.

„Die Stabilität der Verbindung ist extrem wichtig, da selbst eine kurze Unterbrechung von lediglich zehn Millisekunden zum Verlust von zehn Gigabit pro Sekunde führt“, erklärt Ramon Mata Calvo, Leiter der Optische-Technologien-Gruppe am DLR-Institut für Kommunikation und Navigation. Dennoch gilt das Projekt als äußerst vielversprechend, weshalb die Untersuchungen weiter fortgesetzt werden.

Quelle Titelbild: Evernine

Hier schreibt Carla Bösl für Sie

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