18. April 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Digitaler Durchbruch: Industrie 4.0 gewinnt an Fahrt

Immer mehr IT-Unternehmen bieten Dienstleistungen und Produkte für die Industrie 4.0. an. Einige Industrieunternehmen versprechen sich durch den Einsatz dieser Angebote bereits jetzt eine Umsatzsteigerung im mehrstelligen Milliardenbereich.

Vor gerade einmal drei Jahren war Industrie 4.0 für die große Mehrheit der Unternehmen noch Zukunftsmusik, seitdem hat das Thema rasant an Bedeutung gewonnen„, sagt Michael Kleinemeier, Präsidiumsmitglied beim Branchenverband Bitkom.

Spätestens seit diesem Jahr hat sich das aber geändert. Die Industrie 4.0, als Oberbegriff für die Digitalisierung im produzierenden Gewerbe, hat sich mittlerweile zum Standard entwickelt. IT-Anbieter haben sich als wesentliche Treiber etabliert.

Das zeigt auch eine aktuelle Studie der Bitkom. Danach haben bereits mehr als vier von zehn IT-Unternehmen Dienstleistungen und Produkte für die Industrie 4.0. im Portfolio. Dieser zunehmende Fokus auf die Industrie verdeutlicht, wie viel Potential diverse IT-Anbieter in der vierten industriellen Revolution sehen. So haben sich digitale Angebote in diesem Bereich in den vergangenen drei Jahren fast verdoppelt.

Diese Branchen gelten als Vorreiter der Industrie 4.0

In Deutschland lassen sich sechs zentrale Branchen für die Digitalisierung identifizieren. Laut Bitkom sind darunter KFZ-Hersteller, Maschinen- und Anlagenbau, Elektronikhersteller sowie die chemische Industrie.

Digitalisiert wird hier jedoch nicht standardisiert: So benötigt jedes einzelne Unternehmen individuelle Lösungen entsprechend der jeweiligen Anforderungen – eine Aufgabe, der sich auch IT-Anbieter mit Kreativität und Beratung stellen müssen. Das verdeutlichte bereits 2016 auch eine Studie der Unternehmensberatung PWC. Demnach reicht die physische Vernetzung von Produktion und Produkten nicht alleine aus, sondern erfordert eine organisatorische Vernetzung und gegebenenfalls Neuausrichtung des jeweiligen Industrieunternehmens. So ist nicht nur die Stabilität einer solchen Infrastruktur entscheidend, sondern auch die individuelle Anpassung and das Unternehmen.

Dennoch: Schenkt man der Bitkom-Umfrage Glauben, scheint es die entsprechenden Lösungen und Konzepte zunehmend am Markt zu geben. So ist sich ein Großteil der befragten Unternehmen einig, dass sie ihre Produktivität bis 2025 steigern und auf die Möglichkeiten der Industrie 4.0 ausweiten können. Auch wirtschaftlich könnte das positive Auswirkungen haben: Für alle sechs Branchen könnte die Digitalisierung ein Umsatzplus von schätzungsweise 78,5 Milliarden Euro ermöglichen.

Quelle Titelbild: © shironosov / iStock

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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