7. April 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Disaster Recovery as a Service: Ruhige Nächte per Mausklick

Was tun, wenn nichts mehr geht? Während viele Unternehmen noch immer vollauf damit beschäftigt sind, ihre IT-Infrastruktur abzusichern, stehen sie im digitalen Ernstfall oftmals komplett unvorbereitet da. Wie können sich Firmen gegen Ausfälle ihrer IT-Systeme wappnen? Und welche Vorteile bietet eine Disaster-Recovery-Lösung aus der Cloud dem Mittelstand?

Kaum ein Vorgang in modernen Unternehmen ist heute ohne IT-Unterstützung denkbar. Selbst kleinere Ausfälle, zum Beispiel eines Mail-Servers, legen ganze Abteilungen lahm: Dann laufen Kundenanfragen ins Leere oder können nur mit großer Verzögerung bearbeitet werden. Folgeprozesse werden nicht angestoßen, Termine verstreichen. Je mehr Zeit vergeht, bis das Problem gefunden und behoben ist oder ein Alternativsystem den ausgefallenen Server ersetzt, desto größer der wirtschaftliche Schaden für die betroffene Firma – und der drohende Imageverlust.

Cyberkriminelle schlafen nicht

Mit den technischen Möglichkeiten wächst zudem die Bedrohung durch Cyberattacken. Denn auch Kriminelle haben die Vorteile von Software as a Service (SaaS) entdeckt. Das neue
Geschäftsmodell im Darknet: Über ein paar Klicks kann sich jeder einen individuell angepassten Trojaner zusammenstellen.

Programmierkenntnisse sind hierfür nicht nötig – und der Anbieter der „Ransomware as a Services“ (RaaS) verdient am Schaden mit, der durch seine Malware angerichtet wurde. Man muss also kein routinierter Hacker mehr sein, um in Unternehmen komplette IT-Infrastrukturen lahmzulegen und damit Geld zu erpressen. Dass die Zahl cyberkrimineller Angriffe vor diesem Hintergrund weiter steigen wird, ist zu befürchten.

Stiefkind Disaster-Recovery-Strategie

In punkto Disaster Recovery gibt es gerade im Mittelstand oft Nachholbedarf. Zum einen sind die Kapazitäten knapp. Die IT-Abteilungen sind oft so damit beschäftigt, Schwachstellen im System zu erkennen und abzudichten, dass darüber hinaus in Vergessenheit gerät, den Ernstfall überhaupt in Erwägung zu ziehen – geschweige denn einen Notfallplan dafür zu entwickeln.

Zum anderen erfordert wirkungsvolles Disaster Recovery viel Erfahrung und kostet Geld, denn für ein hohes Maß an Datensicherheit sind nicht nur zusätzliche Backup-Server nötig. Um einen unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb auch bei Ereignissen wie Bränden, Erdbeben oder Überschwemmungen zu sichern, sollten die replizierten Daten an verteilten Standorten gelagert und sachverständig verwaltet werden. Ein hoher Aufwand.

Zudem leistet Disaster Recovery auf den ersten Blick keinen direkten Beitrag zur Wertschöpfung. Dadurch wird das Thema angesichts von ohnehin strapazierten IT-Budgets gerne vernachlässigt.

Disaster Recovery: Systemsicherung und Notfallwiederherstellung nach Plan

Um den Spagat – größtmögliche Datensicherheit bei überschau- und kalkulierbaren Kosten – zu meistern, bietet sich gerade für mittelständische Unternehmen mit mehreren hundert Usern Disaster Recovery as a Service an, kurz DRaaS. Dabei können sie mithilfe von professionellen Bausteinen aus der Cloud ihre individuelle Strategie zur Systemsicherung und Notfallwiederherstellung zusammenstellen. Kosten fallen nur für die Services und Ressourcen an, die tatsächlich genutzt wurden (Pay-per-Use).

Mit Disaster Recovery as a Service sind auch mittelständische Unternehmen optimal für den digitalen Ernstfall gerüstet. (Bild: Joe Techapanupreeda/Shutterstock)

Der Cloud-Service „Site Recovery“ von Microsoft Azure etwa erlaubt es, individuelle Richtlinien und Pläne zu definieren, nach denen physische und virtuelle Umgebungen in einem Cloud-Rechenzentrum repliziert und gehostet werden. So können Unternehmen ihre Hyper-V-, VMware- und physischen Server automatisiert sichern – den fortlaufenden Transfer von Daten und Applikationen koordiniert und verwaltet Site Recovery. So ist die Applikationskonsistenz gewährleistet, und alle Dienste lassen sich selbst bei komplexen, mehrschichtigen Workloads schnell wiederherstellen.

Kommt es zu einem Fehler oder Standortausfall des Produktivsystems, erfolgt der Zugriff auf die replizierte Instanz – so schnell, dass Kunden und Mitarbeiter bestenfalls gar nichts davon bemerken. Die Einzelheiten der Dienstwiederherstellung legt der unternehmensspezifische Notfallwiederherstellungsplan fest.

Dieser lässt sich einfach und komfortabel im Microsoft Azure Portal erstellen und abspeichern. Er orientiert sich an den individuellen geschäftlichen Anforderungen und kann dementsprechend sehr einfach oder umfangreich konzipiert sein. Benutzerdefinierte Windows PowerShell-Skripts und Azure Automation Runbooks lassen sich ebenso integrieren wie Pausen für manuelle Eingriffe.

Besonders praktisch: Die Notfallwiederherstellungspläne sind jederzeit zu testen, ohne dass dafür die Dienste am primären Standort unterbrochen werden. Zudem überwacht Site Recovery kontinuierlich und per Remote-Zugriff den Status der geschützten Instanzen. Die gesamte Kommunikation mit Azure erfolgt verschlüsselt.


Die Vorteile von Disaster Recovery as a Service (DRaaS) im Überblick

✔ Größtmögliche Datensicherheit bei überschau- und kalkulierbaren Kosten – vor allem für mittelständische Unternehmen interessant

✔ Umfangreiche Möglichkeiten zur Erstellung einer individuellen Strategie – sowohl für Systemsicherung als auch Notfallwiederherstellung

✔ Kosten für Services und Ressourcen nur bei tatsächlicher Nutzung (Pay-per-Use)

✔ Bedarfsgerechte Skalierung der benötigten Ressourcen dank flexiblen und offenen Cloud-Plattformen wie Microsoft Azure


CANCOM/PIRONET: Service und Support aus Deutschland

Für deutsche Unternehmen bietet es sich an, Microsoft Azure Site Recovery über den BusinessCloud Marketplace zu beziehen: Bei Bedarf hilft der deutschsprachige Support der CANCOM/PIRONET beim Aufbau der individuellen Disaster-Recovery-Strategie. Zusätzlich hat die CANCOM/PIRONET ein breites Spektrum an individueller Beratung und Managed Services im Portfolio. Wer internes Know-how zu Disaster Recovery und verwandten Themen aufbauen möchte, kann hierfür speziell auf den unternehmensspezifischen Bedarf abgestimmte Workshops durch erfahrene Consultants der CANCOM/PIRONET in Anspruch nehmen.

Nicht zuletzt ist es über den BusinessCloud Marketplace besonders einfach, alle Vertragsdaten und Kosten zentral im Blick zu behalten: Der Kauf der DRaaS erfolgt per aggregierter Rechnung in Euro – und nicht wie in anderen Fällen über Kreditkarte und in US-Dollar. So gehen Sicherheit und Komfort Hand in Hand.

 

Quelle Titelbild: CANCOM

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