Deshalb nutzt die Mehrheit mittlerweile Sprachassistenten

„Ok Google!“, „Hey Siri!“, „Alexa!“ – überall hört man Menschen mit ihren Smartphones sprechen. Sogenannte Sprachassistenten haben sich von SciFi-Filmen langsam in die Realität geschlichen und gehören für viele Menschen schon lange zum Alltag, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Für Business-Entscheider und Privatanwender gleichermaßen werden intelligente persönliche Assistenten immer wichtiger. Die Assitenzsysteme können etwa bei der Terminplanung oder dem Verfassen von E-Mails unterstützen, Tagesabläufe koordinieren, Bestellungen in Auftrag geben und sogar andere Elektronik fernsteuern. Wie integriert Alexa, Siri und Co. schon heute im Alltag sind, zeigt eine aktuelle Umfrage des Bitkom zum Nutzungsverhalten und Einsatz von Sprachassistenten.

Demnach steuern heutzutage sechs von zehn Nutzern ihr Smartphone per Spracheingabe – das sind sieben Prozentpunkte mehr als noch 2016.

Und auch Sie können sich vielleicht noch an die letzten fünf bis zehn Jahre zurückerinnern. Wurde man vor ein paar Jahren noch ungläubig angesehen, wenn man von digitalen Helfern gesprochen hat, ist es heute normal, mit seinem Smartphone zu reden. Was für viele zunächst ein kleiner Spaß zwischendurch war, hat sich mittlerweile zu einem essentiellen Bestandteil der digitalen Kommunikation und Handynutzung entwickelt.

E-Mails schreiben, Kontakte anrufen, Notizen verfassen – die Assistenten haben mehr Potential, als anfangs gedacht.

Die beliebtesten Sprachfunktionen

Die Assistenten sind vor allem bei jüngeren Nutzern beliebt, doch sogar bei der Altersgruppe ab 65 Jahren nutzt knapp ein Drittel deren vielfältige Möglichkeiten.

Besonders häufig wird die Technologie genutzt, um Kontakte anzurufen, Textnachrichten zu schreiben und im Internet zu recherchieren. Jeweils rund 20 Prozent nutzen die Spracheingabe für Übersetzungen und zum Navigieren, jeder Zehnte zum Starten von Apps oder Programmen.

Die Ergebnisse der Bitkom Umfrage (Bild: © Bitkom Research)

Erleichterung im Alltag – und im Unternehmen

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder rechnet den Assistenten einen hohen Stellenwert an: „Die Sprachsteuerung bringt Komfort, Geschwindigkeit und Effizienz. Der Durchschnittsnutzer kann 150 Wörter pro Minute sprechen, aber nur 40 Wörter pro Minute tippen“. Damit bietet die Steuerung etliche Vorteile und wird auch im Business-Bereich immer relevanter.

Die Vernetzung mit anderen Geräten steht dabei immer weiter im Fokus. Smartphones werden mit der eigenen Wohnung verbunden und können Heizung, Lampen, Musikanlagen und andere Geräte von unterwegs steuern.

Doch das Spektrum der Rundumhelfer reicht mittlerweile weiter: Nicht nur unterschiedlichste Smart Home-Anwendungen sind möglich, sondern auch der (Smart) Business-Einsatz wird gezielt angestrebt. „Digitale Assistenten könnten noch 2017 in den Unternehmensalltag einfließen“, sagt etwa auch Appentwickler Patrick Blitz, Co-Founder von ChallTell Solutions.

Neben Aufgaben wie Kundentermine zu erstellen, sind die Assistenten auch in der Lage, große Datenbanken zu durchsuchen, mit Kontext-Wissen über ihre Nutzer zu arbeiten oder sogar Big Data-Auswertungen durchzuführen [CANCOM.info berichtete].

Sprachsteuerung ist demnach ein Thema, das zukunftsorientierte Unternehmen bereits heute auf der Agenda haben sollten. Die Möglichkeiten, die sich bieten, sind zahlreich und könnten schon bald auch den Alltag in Ihrem Unternehmen erleichtern. So wirbt etwa auch IBM Watson damit, dass Assistenzsystemen keine technischen Grenzen gesetzt seien. Vielmehr sollten Unternehmen kreativ an das Thema herantreten, sich Ideen und Einsatzgebiete überlegen und anschließend gemeinsam mit IBM ein Konzept ausarbeiten.

 

Quelle Titelbild: © Wachiwit / iStock

 

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