17. Mai 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Digitale Qualitätssicherung: Warum Banken zu Cloud-Vorreitern werden

Der Bankensektor entwickelt sich zunehmend zum Vorreiter, wenn es um digitale Trends geht. Die nächste Innovation verspricht ein besseres Kundenerlebnis auf allen Kanälen und heißt „digitale Qualitätssicherung“. Was das für die Finanzbranche bedeutet und wie Kunden und die Banken selbst davon profitieren, lesen Sie hier.

Im Bankenwesen haben sich in der Vergangenheit viele digitale Trends duchgesetzt: Beispiele sind der Bereich der FinTechs oder digitale Währungen wie Bitcoin oder Etherium. Nun könnte das Bankenwesen den nächsten Trend etablieren: die optimale Customer Journey auf allen digitalen Kanälen. Die Rede ist von der „digitalen Qualitätssicherung“.

Neue Prioritäten im Finanzwesen

Gerade im Finanzwesen müssen IT-Lösungen hochsicher, performant und nutzerfreundlich sein. Die digitale Qualitätssicherung soll das nachhaltig garantieren. (Bild: © violetkaipa / iStock)

Banken und Finanzdienstleister wollen in Zukunft den Fokus verstärkt auf die Entwicklung und Einführung neuer Systeme legen. Kunden sollen sich mittels digitalem Qualitätsmanagement optimal auf allen digitalen Kanälen der Banken bewegen können.

Damit versprechen sich die Banken vor allem eines: ein stärkeres Profitwachstum. Dies soll besonders durch die Kundenansprache über neue Kanäle ermöglicht werden – also Kanäle, die im Finanzsektor bisher weniger verbreitet waren. So soll die Qualität der digitalen Kundenansprache und –services weiter ansteigen – und dadurch im Idealfall auch die Kundenzufriedenheit.

Zu nennen sind beispielsweise Apps fürs Smartphone, über die Bankkunden auch von unterwegs jederzeit auf ihre Bankdaten zugreifen können, um sich so über ihren aktuellen Finanzstatus zu informieren oder Überweisungen zu tätigen: Über die App der Deutschen Bank lassen sich schon heute Konten von anderen Bankdienstleistern verknüpfen. Dadurch wird das Handling der eigenen Finanzen für den Kunden enorm vereinfacht.

Das soll die digitale Qualitätssicherung leisten

Schon früh hat das Bankenwesen viele Innovationstechnologien aufgegriffen, ausprobiert und teilweise etabliert. Doch egal ob eine Applikation für Online-Banking, ein virtueller Kundenberater oder digitale Währungen – die Servicequalität muss im Finanzwesen stimmen und dauerhaft gewährleistet sein. Das gilt für diese Branche, aber auch etwa für das Gesundheits – oder Rechtswesen – jene Wirtschaftszweige, die ebenfalls höchste Anforderungen an Geheimhaltung, Datenschutz und Sicherheit von Daten haben.

So ist auch die digitale Qualitätssicherung oder auch „Qualitätssicherung 4.0“ der logische Schluss für Services, Apps und Co. Sie soll hier ein nahtloses Omni-Channel-Erlebnis mit Hilfe von ausführlichen und standardisierten Testings sicherstellen.

Das soll wiederum das optimale Gleichgewicht von Qualitätsansprüchen und Entwicklungsgeschwindigkeit ermöglichen. Um dies zu gewährleisten, benötigen Banken und Finanzdienstleister eine IT-Abteilung mit fundierten Fachkenntnissen.

Beispielsweise könnte diese Abteilung folgende Faktoren für die Qualitätssicherung beisteuern:

✔ eine außerordentliche Datentransparenz

✔ eine Dokumentation der Felddaten der Services

✔ eine Analyse der Einsatzbedingungen und Produktperformance

✔ ein dauerhaftes Monitoring des Kundenverhalten

Interessant: Die digitale Qualitätssicherung könnte dazu führen, dass klassische Qualitätssicherungsansätze und -strukturen obsolet werden. Begründet wird dieser Ansatz durch einheitliche IT-Systeme, die in jedem Bereich der Wertschöpfungskette Informationen sammeln, analysieren und reporten können. Als Stichwort sind hier etwa Big Data Analytics und eine moderne IT-Infrastruktur zu nennen.

Datensicherheit als A und O

Doch nicht nur eine neue Infrastruktur für alle Kanäle gilt als Voraussetzung für die digitale Qualitätssicherung in der Finanzbranche. Auch in punkto IT-Security und Datenschutz sollte das Bankwesen erhöhte Standards setzen – ein weiteres Thema, das in den Aufgabenbereich der IT-Abteilung fällt.

Nur durch deren fundierte Fachkenntnisse kann jederzeit gewährleistet werden, dass besonders sensible Kundendaten auf allen Systemen sicher verwahrt und vor Zugriffen durch Hacker geschützt sind.

Die Datensicherheit wird besonders dann relevant, wenn es um die Integration von Cloud Services im Bankenwesen geht: Diese werden in Zukunft für die Infrastruktur der Banken noch mehr an Bedeutung gewinnen.

So können viele Cloudanbieter heute einen äußerst hohen Automatisierungsgrad vorweisen, der wiederum für die Banken und deren Systeme entscheidende Vorteile mit sich bringt: Zum Beispiel werden cloudbasierte Anwendungen für den Kunden möglich, Prozesse können rationalisiert und ressourcenschonender abgewickelt werden. Nicht zuletzt wird dadurch die gesamte Infrastruktur flexibler.

 

Quelle Titelbild: © guvendemir / iStock

Hier schreibt Carla Bösl für Sie

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