26. Mai 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Videokonferenz aus der Cloud? So finden Sie die optimale Lösung

Private oder Public Cloud? Bei der Wahl der richtigen Videokonferenz-Lösung gibt es einiges zu berücksichtigen. Wir stellen Ihnen die beiden Nutzungsmodelle sowie deren Vor- und Nachteile für die Teamarbeit in Abteilungen vor.

Wenn noch keine Anwendung für Videokonferenzen besteht oder diese stark veraltet ist, stehen Unternehmen vor der Aufgabe, eine für sie passende Lösung zu finden. Cloudlösungen erscheinen oft sinnvoll – sie sind häufig kostengünstiger, flexibel skalierbar und auf den unterschiedlichsten Devices an jedem Ort nutzbar.

Doch welche Videokonferenz-Lösung aus der Cloud könnte für Ihr Unternehmen die Richtige sein? Hier erfahren Sie die größten Unterschiede der bekanntesten Nutzungsmodelle aus Private- und Public Cloud.

Private Cloud

Private Cloud-Lösungen sind insbesondere dann eine Überlegung wert, wenn Sie die Anwendungen weiterhin selbst kontrollieren wollen. Insbesondere bei der Wahl eines Anbieters mit Fachkenntnissen im Bereich Videokonferenz, behalten Sie die volle Kontrolle. Private Clouds werden in der Regel im Auftrag einzelner Unternehmen betrieben, die so ihren Zugriff vor Dritten abriegeln. Verfügt das Unternehmen über genügend Ressourcen, übernimmt es den Betrieb der Private Cloud selbst, ansonsten beauftragt es einen Dienstleister.

Vorteil: Private Cloud-Video bietet mehr Anpassungmöglichkeiten und eine höhere Flexibilität. Zudem besteht bei Verwendung der Private Cloud eine höhere Datensicherheit, weshalb sie im Gesundheitswesen, bei Finanzdienstleistern und in Regierungen zum Einsatz kommt. Die Infrastruktur dieser privaten Umgebung steht häufig entweder im eigenen oder fremden Rechenzentrum, der Zugriff erfolgt über eine gesicherte Verbindung. Viele Unternehmen schätzen hier den Aspekt, dass die Daten innerhalb ihres Unternehmens verbleiben.

Nachteil: Die größeren Anpassungsmöglichkeiten und die Flexibilität haben ihren Preis – Private Cloud-Lösungen sind verhältnismäßig teuer. Hier sollten Sie eine professionelle Beratung zur Seite ziehen, um den optimalen Service zu erhalten.

Public Cloud

Die Public Cloud ist ein Angebot eines frei zugänglichen Providers. Häufig können Sie diese Lösungen simpel und binnen kürzester Zeit direkt über den Webbrowser erwerben und nutzen.

Webmailer-Dienste oder die bekannten Google-Docs sind ebenso Beispiele für Public Cloud-Angebote wie die kostenpflichtigen Services von Microsoft Office 365 oder SAP Business by Design. Ein paar konkrete Beispiele für Videokonferenz-Lösungen aus der Public Cloud: Skype for Business, Google Hangouts, die Basisvariante von Cisco Webex oder Polycomm.

Vorteil: Solche Public Cloud-Lösungen bieten sich vor allem dann an, wenn Anwendungen stark standardisiert sind. Die Kosteneffizienz von Public Cloud-Lösungen ist bis dato unschlagbar. Hat Ihre Videokonferenzlösung keine unternehmenskritische Bedeutung – genau wie die Daten, die Sie dort versenden wollen – , bietet sich eine Public Cloud für eine Auslagerung an.

Nachteil: Spezifische Anforderungen lassen sich nicht mittels der Public Cloud umsetzen. Allerdings sind gerade im Bereich der Videoanwendungen meist nur wenige Spezifikationen notwendig. Dennoch: Trotz angepriesener Flexibilität und Skalierbarkeit, erfüllen einige Public Cloud-Lösungen die Datenschutzanforderungen vieler Unternehmen nicht. Auch hier sollten Sie sich vor dem Erwerb kurz über die Vor- und Nachteile der individuellen Lösungen aufklären lassen.

Das passende aus beiden Modellen

Sie können sich nicht für „entweder Private oder Public“ entscheiden – beispielsweise, weil Sie Bedarf an höchster Datensicherheit und gleichzeitig standardisierten bzw. kostengünstigen Lösungen haben?

Sogenannte hybride Cloud-Lösungen vereinen die gewünschten Vorteile von Private- und Public Cloud-Angeboten und können so als maßgeschneiderte Lösung für Unternehmen dienen.

Der Vorteil: Kommunikationskanäle und Devices werden exakt nach individueller Anforderung ausgewählt und aufeinander abgestimmt. Auf diese Weise können Insellösungen vermieden sowie Kommunikations- und Informationsflüsse verbessert werden. Auch bei der Ausfallsicherung schätzen viele Unternehmen bereits die Vorteile dieses Cloud-Modells. So können bei Bedarf beispielsweise zusätzliche Kapazitäten aus der Public Cloud kurzfristig dazu geschalten werden, um Belastungsspitzen abzufangen.

Weitere Informationen bietet Ihnen die Themenseite CANCOM Collaboration.

 

Quelle Titelbild: © vm / iStock

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