22. Mai 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Wie Messenger zum Big Data-Durchbruch verhelfen können

Big Data Analytics wird immer relevanter. Bereits über ein Drittel aller deutschen Unternehmen analysiert große Datenmengen. Um die Datenflut jedoch langfristig bewältigen zu können, sind neue Wege bei der Datensammlung und -auswertung nötig. Messaging-Dienste könnten nun eine smarte Lösung für die „Sammlung“ der Daten sein.

Unternehmen müssen sich zunehmend damit beschäftigen, große und heterogene Datenmengen zu sammeln, zu analysieren und zu verarbeiten. So wächst zum Beispiel das Angebot an individualisierten Produkten und Lösungen stetig – und damit auch die Datenmenge.

Für die Datensammlung könnten Messaging-Dienste nun eine kostengünstige Alternative bieten.

Was können Messaging-Dienste in diesem Kontext leisten?

Bei der Anbindung von Datenquellen wie Sensoren, CRM-Systemen oder Umfragen aus der Marktforschung fällt eine Vielzahl an Informationen pro Sekunde in Big Data Lösungen an. Diese sollen möglichst in Echtzeit weiterverarbeitet oder an andere Cloud-Anwendungen weitergeleitet werden. Bei Spitzenlasten kann es dadurch zu Datenverlusten kommen.

Messaging-Dienste bieten hier eine mögliche Lösung. Sie wirken als Puffer und leiten Nachrichten leicht verzögert weiter. Auf die enorme Datenflut wird dynamisch und zeitnah reagiert – Spitzenlasten können bewältigt werden. Der Einsatz von Messaging-Lösungen ist somit insbesondere bei großen Big Data Projekten ratsam.

Ein Beispiel:

Ein Messaging-Dienst, der für den Einsatz im Big Data Bereich beispielsweise geeignet ist, nennt sich Kafka. Durch Messenger wie diesen wird asynchrone Kommunikation möglich.

Die Messaging-Lösung fungiert als Zwischenspeicher und kann Anwendungen, Services und Geräten auch dann Nachrichten senden, wenn aktuell keine Kapazität für ihre unmittelbare Verarbeitung vorhanden ist.

Selbst hunderttausend Nachrichten pro Sekunde stellen somit kein Problem mehr dar. Das Enterprise Messaging System nimmt die Daten auf, speichert diese und stellt sie – skalierbar an der jeweiligen Kapazität – zur Weiterverarbeitung bereit.

Alte Lösung, neue Umsetzung

Der Vorteil von Messengern in Kommunikations- und Informationskanälen ist bereits länger bekannt. Allerdings wird deren Einsatz zunehmend im großen Stil anwenderfreundlich.

Mussten Unternehmen Messaging-Dienste bislang On-Premise installieren, haben moderne Cloud-Lösungen diese oftmals integriert. Beispielsweise über die SAP Cloud Platform kann Enterprise Messaging direkt genutzt werden.

Das bedeutet für Unternehmenskunden: Kein Aufwand für Betrieb, Upgrades oder Wartung. Der Bewältigung von großen Datenmengen steht im Endeffekt nichts mehr entgegen.

 

Quelle Titelbild: © Maxiphoto / iStock

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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