8. Juni 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren
NetApp SolidFire

Storage der neuen Generation: Hochperformant und nach Bedarf

Noch vor einigen Jahren war die Kalkulation der benötigten Storage-Ressourcen vor allem für junge Unternehmen eine schwere Aufgabe. Denn der Bedarf an Storage konnte je nach Wachstum völlig unterschiedlich ausfallen. In Erwartung einer Expansion nahmen viele Unternehmen lineare Wachstumsraten für die kommenden Jahre an und kauften gleich größere Storage-Arrays – im schlimmsten Fall wurde so eine Menge Geld umsonst ausgegeben. Dieses Szenario lässt sich mit der All-Flash Storage-Plattform SolidFire von NetApp vermeiden.

SolidFire ist eine All Flash-Lösung, die den Fokus auf massiv skalierbare Workloads legt, die entweder einer Cloud ähneln oder in einer Cloud ausgeführt werden. Die Lösung ermöglicht Unternehmen, ihre Storage-Ressourcen, je nach Bedarf, flexibel nach oben oder auch nach unten zu skalieren: Hierfür werden die Nodes (Knoten) im Storage-Cluster online erweitert oder reduziert.

So können Unternehmen sehr nah am tatsächlichen Bedarf investieren – was vor allem für Startups und Fachabteilungen interessant ist: Sollte das Projekt nach kürzester Zeit schnell wachsen – und dementsprechend mehr Daten produzieren – lassen sich die Storage-Ressourcen des SolidFire Systems schnell und granular den neuen Gegebenheiten anpassen.

SolidFire: eine hochskalierbare All Flash Storage-Plattform

Dieses Höchstmaß an Skalierbarkeit von SolidFire liegt in ihrer Scale-Out-Architektur begründet. Dabei ist es mit der Zeit auch möglich, Knoten unterschiedlicher Leistungsfähigkeit und Kapazität zu einem einheitlichen Storage-Pool zusammenzufassen. Neue Hardware kann einfach hinzugefügt und konfiguriert werden. Mit wenigen Klicks lassen sich zusätzliche Kapazität und Performance online für neue Anwendungen bereitstellen.

Dies unterscheidet die Scale-Out-Architektur wesentlich vom älteren Scale-Up-Ansatz: Hier konnte der Storage nur erweitert werden, indem man die vorhandene Controller-Hardware durch neuere, leistungsfähigere Einschübe ersetzte. Für Unternehmen konnte dies zusätzliche Kosten bedeuten.

Ein SolidFire Storage-Cluster kann, ausgehend von minimal vier Nodes als Startgröße, durch Hinzufügen oder Entfernen von Nodes im laufenden Betrieb nach Belieben vergrößert oder reduziert werden. Aufwendige Upgrades sind hierfür nicht nötig. Jeder Node ist mit CPU- und Flash-Ressourcen ausgestattet und liefert dem Cluster zusätzliche Performance (IOPS) und Kapazität. Im Hintergrund werden die vorhandenen Daten automatisch auf alle Nodes im Cluster aufgeteilt.

Für noch höhere Flexibilität bei gleichzeitig sinkenden Kosten bietet NetApp seit Frühjahr 2016 die Möglichkeit der kapazitätsbasierenden Lizensierung für SolidFire. Beim Austausch von Nodes – zum Beispiel gegen neueste Hardware für mehr Performance – ist dann keine neue Software-Lizenz mehr nötig.

Hohe Datensicherheit und zuverlässige Performance dank Multitenancy-Fähigkeiten und Quality of Service

Neben der Scale-Out-Architektur zeichnen sich SolidFire Arrays durch Mandanten- bzw. Multitenancy-Fähigkeiten und einem Quality of Service-Ansatz aus, der eine zuverlässige Performance für alle Applikationen garantiert.

Multitenancy-Fähigkeiten sind eine Grundvoraussetzung für geteilte Umgebungen: So sind Applikationen und Daten der verschiedenen Nutzer von SolidFire stets strikt voneinander getrennt.  Auf diese Weise wird beim Einsatz von SolidFire in internen sowie externen Cloud-Infrastrukturen ein gleichbleibend hohes Sicherheitsniveau realisiert – unterstützt durch einfache Schnittstellen für Automatisierung.

SolidFire stellt Unternehmen flexiblen, hochperformanten Storage bereit. Im Bild zu sehen ist eine SolidFire Chassis. (Bild: NetApp)

Gerade in solchen geteilten, Cloud-liken Umgebungen bietet SolidFire zusätzliche, für Unternehmen sehr wertvolle Quality of Service-Fähigkeiten: Dadurch ist es möglich, für jede Applikation und jedem Workload eine vorhersagbare Storage-Performance einzustellen.

Separate Angaben für Minimum, Maximum und Burt IOPS pro Volume gewährleisten den reibungslosen Ablauf des IT-Betriebs – selbst wenn einzelne Applikationen plötzlich unerklärlichen Performancebedarf zeigen. Dieses als „Noisy Neighbour“ bezeichnete Phänomen ist besonders in Cloud- und VDI (Virtual Desktop Infrastructure)-Umgebungen gefürchtet, da eine Diagnose oft schwer fällt.

Damit garantiert SolidFire eine zuverlässige Performance für Tausende von Applikationen, zumal die „selbstheilende“ High-Availability-Architektur von SolidFire in der Lage ist, Ausfälle einzelner Knoten oder Komponenten ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs aufzufangen: Ersatzkomponenten lassen sich im laufenden Betrieb problemlos einfügen – anschließend balanciert sich das System selbstständig wieder aus.

Unkompliziertes Management durch enge Integration in OpenStack oder VMware-Umgebungen

SolidFire wurde speziell für das Management mit OpenStack entwickelt – einer branchenführenden Orchestrierungssoftware – sodass sich die All Flash Storage-Plattform optimal in OpenStack integriert. Die Software ermöglicht, einen Pool an VMs, Storage und Netzwerkressourcen unkompliziert zu managen. So kann ein Administrator über seinen Dashboard alle Ressourcen, also auch den Storage, einfach und intuitiv verwalten und automatisiert in einer Cloud bereitstellen.

Auch in VMware-Umgebungen lässt sich SolidFire hoch automatisiert anwenden. Die Storage-Zuweisung erfolgt gleich mit der Einrichtung der VMs – eine manuelle Storage-Provisierung ist nicht nötig. Viele Service-Provider, intern wie extern, nutzen deshalb SolidFire für VMware.

Nach Angaben von NetApp kann die Administrationszeit mit SolidFire um das 12-Fache reduziert werden.

Auf die Zukunft ausgerichtet

Mit SolidFire setzt NetApp den Fokus auf das Rechenzentrum der Zukunft – das Software Defined Datacenter. So wird SolidFire offiziell als die Storage-Plattform des „Next-Generation-Datacenter“ bezeichnet. Damit liegt NetApp voll im Trend: Laut IDC-Studie werden bis 2018 global 70 Prozent aller Unternehmen eine IT-Infrastruktur beschaffen, die es ermöglicht, das Software Defined Datacenter im jeweiligen Betrieb umzusetzen.

Vor allem durch seine Hauptmerkmale wie der Scale-Out-Architektur, den Multitenancy-Fähigkeiten und der jederzeit vorhersagbaren Performance dank Quality of Service bietet SolidFire flexiblen, hochperformanten Storage, der sich nahtlos in das Software Defined Datacenter integrieren lässt.

Besonders für junge, schnell wachsende Unternehmen oder Fachbereiche ist SolidFire so von hohem Interesse. Denn damit können sie sehr nah und unabhängig von der verwendeten Hardware am tatsächlichen Bedarf an Storage investieren – was eine Senkung der Gesamtbetriebskosten erlaubt.

 

Quelle Titelbild: © Nmedia/ Adobe Stock

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

Mehr Artikel vom Autor

Lesen Sie weiter auf CANCOM.info