7. Juni 2017 | pArtikel drucken | k1 Kommentar

Welche neuen Arbeitsplätze die Digitalisierung der Logistik schafft

Datenbrillen, intelligente Handschuhe und Drohnen für die Inventur? Die Digitalisierung lässt im Bereich Logistik große Veränderungen erwarten. Und diese betreffen auch die Mitarbeiter.

Ob Bücher, Geschenke, Elektrogeräte oder sogar Autos – immer mehr wird im Web bestellt. Die Verlockung ist groß. Denn mit nur einem Klick spart man sich den Weg zum nächsten Laden. Und auch die Lieferzeiten werden immer kürzer.

Die Logistik erfährt so seit gut einem Jahrzehnt einen nie dagewesenen Boom – in den vergangenen Jahren hat sich der Umsatz laut Statista jährlich um rund 5 Milliarden Euro gesteigert.

Klar ist: Diese positive Entwicklung in der Logistik betrifft auch das, was sie im Herzen ausmacht – effiziente und automatisierte Prozesse. Neue Lösungen müssen gefunden werden, um Lieferzeiten zu verkürzen oder auch Warenbestände rascher aufzufüllen. Smarte IT-Lösungen finden auf diese Weise immer mehr Einzug in Logistikprozesse. Gleichzeitig stehen traditionelle Berufsfelder aber auch vermehrt auf dem Prüfstand – von der Inventur bis hin zur Fehleridentifikation.

Laut einer Bitkom-Studie unter 508 befragten Unternehmen mit Logistikprozessen gehen 28 Prozent davon aus, dass die Digitalisierung den Logistik-Bedarf künftig reduzieren wird – und damit einen Stellenrückgang bewirken könnte. Das ist wahrscheinlich aber nur die halbe Wahrheit.

Qualifikation ist der Schlüssel

Was sich ändert, ist „wie“ gearbeitet wird.  Durch die Digitalisierung steigt beispielsweise die Nachfrage nach hochqualifizierten Logistik-Fachkräften, die den Einsatz von Technologien betreuen, mit ihnen arbeiten, diese warten und fortlaufend optimieren.

Wichtig: Damit auch bisherige Mitarbeiter den neuen Anforderungen gerecht werden können, sind Weiterbildungen zentral. Zudem müssen Mitarbeiter ihr digitales Know-how beständig erweitern, um sich den neuen Anforderungen anpassen zu können.

Wo neue Jobs entstehen

Drei Viertel der Befragten Unternehmen gehen davon aus, dass die Logistik ein attraktives Arbeitsumfeld darstellen wird.

Fakt ist aber auch: Die Digitalisierung fordert mehr und mehr IT-lastige Arbeitsplätze. Wir stellen Ihnen beispielhaft zwei neue Berufe vor:

✔ Der Roboterkoordinator: Der sogenannte Roboterkoordinator überwacht den Einsatz der Roboter – etwa im Maschinenbau oder der Automobilindustrie. Zu seinen Aufgaben gehört es, auf Störungen und Fehlersignale zu reagieren. Er führt Wartungen durch und ersetzt defekte Roboter.

✔ Der Data Scientist: Der Data Scientist gilt als attraktivster Beruf des 21. Jahrhunderts. Er nutzt Daten aus unterschiedlichen Quellen für umfangreiche Analysen – etwa auf Basis von Lösungen wie dem Remote Expert. Die Ergebnisse werden zum Beispiel verwendet, um Verfahren zu verbessern. Hierfür benötigt sind Kompetenzen in der Ursachenanalyse, um komplexe Zusammenhänge zu durchschauen und Lösungen ableiten zu können.

 

Quelle Titelbild: © yoh4nn / iStock

 

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