21. Juli 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Wie Außendienstler von einem holographischen Display profitieren sollen

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in der Bahn auf dem Weg zu einem Kundentermin und führen ein Meeting mit Ihrem Vertriebsleiter – als Hologramm in voller Größe vor Ihnen. Klingt verlockend? Wir zeigen Ihnen, wie holographische Displays Ihre Tätigkeit im Außendienst schon bald revolutionieren sollen.

Gerade für den gezielten Einsatz in Unternehmen entstehen aktuell immer mehr spannende Produkte beziehungsweise Konzepte im Bereich der Holographie. Im Folgenden fassen wir interessante Neuerungen für den Außendienst zusammen.

Holographie in Bus und Bahn: Technik wird portabel

Mittels holographischem Display werden virtuelle Meetings noch realer!

Die Lösung Holus kann schon heute Hologramme in einer Art Box erstellen. (Bild: H+ Technology)

2016 kam bereits eine vielversprechende Anwendung auf den Markt: Ein holographisches Display, entwickelt von dem kanadischen Unternehmen H+ Technology, das an mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets angeschlossen wird. Die Inhalte des Smartphones werden dann über das Display „Holus“ dreidimensional dargestellt – wie golem.de berichtet.

So können Sie beispielsweise holographische Meetings abhalten oder Informationen dreidimensional einsehen – etwa Gebäude, Shopkonzepte oder Mindmaps.

Der Haken: Bei diesem Display handelt es sich um eine Kunststoffbox, in deren Inneren sich eine vier-dimensionale Pyramide befindet. Selbst die kleinere Variante des Holus hat dabei eine Grundfläche von 45 x 45 cm und ist 23 cm hoch. Für den portablen Einsatz ist die Technik daher ungeeignet. Dies könnte sich jedoch bald schon ändern.

Erstes „Holo-Smartphone“ angekündigt

Kamerahersteller Red hat ein Android-Smartphone mit holographischem Display angekündigt, das sogenannte Hydrogen One. Das Gerät soll bereits im ersten Quartal 2018  für einen Preis von 1.195 US-Dollar oder 1.595 US-Dollar  (je nach gewähltem Modell) auf dem Markt verfügbar sein, heißt es bei t3n.

Hydrogen One, das erste Smartphone mit holographischem Display soll 2018 auf den Markt kommen.

Hydrogen One, das erste Smartphone mit holographischem Display soll 2018 auf den Markt kommen. (Bild: Red)

Laut The Verge kann das Display problemlos von 2D- zu 3D-Inhalten wechseln. Über den Bildschirm des Hydrogen One können Sie unterwegs 3D-Inhalte nutzen, ohne dass Sie eine Brille verwenden müssen.

Und: Apps und Inhalte wie Bild- und Filmmaterial beziehen Sie ganz einfach per Smartphone in dem entsprechenden Store – ein bisher einzigartiges Geschäftsmodell. Der Hintergrund für diesen Service ist aber denkbar einfach. Red nutzt das Hydrogen One nämlich als Basis  für ein neues Kamerasystem, welche das Aufnehmen holographischer Inhalte für das Smartphone ermöglicht. So können User Inhalte selbst betrachten, aber auch einfach in den Store hochladen.

Auch Virtual Reality und Augmented Reality Anwendungen können Sie mit dem neuen Display nutzen. Eventuell werden manche Ihrer Kundenbesuche dadurch sogar obsolet? Nehmen Sie doch einfach in Ihrem Büro per Smartphone an einem Virtual Reality Meeting beim Kunden teil und sparen Sie dadurch Zeit und Reisekosten.

Laut t3n hüllt sich Jim Jannard, Firmengründer von Red, über die verwendete Technologie in Schweigen. Es soll sich aber um eine bislang unbekannte Lösung handeln.

BMW kündigt holographische Bedienoberfläche an

BMWs Holodisplay verspricht eine vereinfachte Bedienung. (Bild: BMW Group)

Auch wenn Sie mit dem Auto anreisen, werden Sie künftig holographischen Displays begegnen. BMW kündigte bereits im Januar 2017 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas das sogenannte Holo Active Touch an – ein virtueller Touchscreen mit freischwebender Anzeige wie giga.de schreibt. Dieses Holodisplay soll auf Höhe der Mittelkonsole neben dem Lenkrad frei im Raum schweben und die Bedienung somit vereinfachen. Obwohl die verschiedenen Bedienelemente rein virtuell sind, bekommt man beim Bedienen haptisches Feedback.

Wie das funktioniert? Das Holo Active Touch ähnelt einem Head-Up-Display: Durch Spiegelung wird der Display-Inhalt in die Luft projiziert. Die Bedienung wird durch Kameras erkannt, sodass entsprechend Ultraschallwellen ausgestoßen werden, die ein Kribbeln im Finger erzeugen.

Das sagt CANCOM.info: Sei es durch eine komfortablere und produktivere Anreise oder durch eine reduzierte Anzahl an Kundenbesuchen – holographische Displays könnten den Außendienst positiv verändern. Erste Einsatzgebiete wie virtuelle Meetings und Produktpräsentationen könnten hier jedoch erst den Anfang machen.

Quelle Titelbild: © dolgachov / iStock

Hier schreibt Carla Bösl für Sie

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