2. August 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Mit einer komponierbaren Infrastruktur in die digitale Zukunft

Eine neue Kategorie im Infrastruktur-Bereich verspricht der Nachfolger der hyperkonvergenten Umgebung zu werden – und somit viel Potenzial. Gerade in Verbindung mit Digital Workspace-Lösungen ermöglicht diese, einen großer Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit besonders in Zeiten der Digitalen Transformation zu machen. Erfahren Sie, welche Vorteile die Lösung bringt und ob sich ein Umstieg für Sie lohnt.

Momentan steht der Großteil der mittelständischen Unternehmen in Deutschland branchenübergreifend vor der Herausforderung, ihre traditionelle IT-Infrastruktur für die digitale Transformation zu rüsten. Nur ein kleiner Teil davon ist bereits für die gestiegenen Anforderungen an Flexibilität und Agilität der IT-Abteilungen gewappnet. Oft wird eine große Anzahl an Updates benötigt – was früher mehrere Wochen gedauert hat, muss nun in einem Bruchteil der Zeit installiert werden.

Statt einer starren Trennung in einzelne Silos wie Netzwerke oder Storage, geht der Trend hin zu hybriden und dynamischen Umgebungen. Diese können eine höhere Geschwindigkeit bewerkstelligen und bieten daher mehr Flexibilität. Als Einstiegspunkt  für die digitale Transformation ist beispielsweise die Virtualisierung der Arbeitsplätze geeignet. Als Basis für solch einen Digital Workspace bieten sich Lösungen wie HPE Synergy an. Diese werden auch komponierbare Infrastruktur genannt.

Flexibilität durch zustandslose Ressourcen

Anfang 2017 wurde HPE Synergy, das Komplettsystem mit einer Architektur, bei der Netzwerk-, Storage-, Compute- und Virtualisierungs-Ressourcen integriert sind, vorgestellt. Diese neue Kategorie von Infrastruktur ist eine Weiterentwicklung der hyperkonvergenten Infrastruktur und erfüllt so die gestiegenen Ansprüche an die Unternehmens-IT.

Durch die Beseitigung des Speichernetzwerkes kann die Komplexität des Rechenzentrums verringert und gleichzeitig die Agilität verbessert werden. Hardware und Software befinden sich nämlich in einer einheitlichen Architektur, die flexibel auf die variierenden Ansprüche reagieren kann. Compute-, Storage- und Netzwerkressourcen liegen als zustandslose Bausteine in Ressourcenpools und werden für die nötigen Prozesse zusammengestellt. Die einzelnen Komponenten lassen sich somit flexibel erweitern und Workloads unkompliziert verlagern. Wir haben über die Vorteile bereits berichtet.

HPE Composable InfrastructureQuelle: Hewlett Packard Enterprise

Einer der Hauptgründe für einen Umstieg in eine virtualisierte Umgebung ist für zahlreiche Unternehmen die bessere Nachvollziehbarkeit der Daten und Prozesse. Das einheitliche Systemmanagement erlaubt eine einfachere und compliance-konforme Verwaltung. Der Rollout neuer Infrastrukturen erfolgt binnen weniger Sekunden. Dadurch können Betriebskosten für die Instandhaltung der Plattform gespart werden.

CANCOM setzt auf Synergy

Vergangene Woche hat dazu ein Presse-Roundtable im CANCOM-Headquarter in München stattgefunden. Dort haben Rudolf Hotter (COO CANCOM) und Marc Fischer (Vice President Data Center & Hybrid Cloud, Geschäftsführer, Hewlett Packard Enterprise Deutschland)   Fachredakteuren und Journalisten von namhaften Medien wie IT-Business oder IDG Hintergründe, Erfahrungen und Beispiele zur Verbindung aus HPE Synergy und CANCOMs Digital Workspace auf Basis der AHP Enterprise Cloud vorgestellt.

CANCOM gehört als Digital Transformation Partner zu den ersten Firmen, die die Besonderheit der Composable Infrastructure-Technologie frühzeitig erkannt und sie strategisch eingesetzt haben. Diese dient als Plattform für den unternehmenseigenen Digital Workspace – die AHP – und für die geplante SAP-Einführung. Die AHP ist eine schlüsselfertige Digital-Workspace-Umgebung, von der aus die Mitarbeiter unabhängig  von Ort, Zeit und Endgerät auf alle Applikationen und Daten zugreifen können.

Weitere Informationen zum Digital Workspace auf Basis der AHP Enterprise Cloud gibt es hier.

Rudolf Hotter (COO CANCOM) begründet die Entscheidung des Systemhauses, HPEs Komplettsystem auch selbst zu nutzen, folgendermaßen: „Wir wollen der Schuster mit den guten Schuhen sein. Was wir verkaufen, wollen wir auch leben“.

Die Digitalisierung soll also nicht nur gepredigt, sondern auch selbst eingeführt werden. Die Verbindung der beiden Produkte wirkt sich außerdem positiv auf die Stabilität der Unternehmens-IT aus. Die Systeme sind aufgrund der besseren Abstimmung der einzelnen Bestandteile wie Server oder Storage weniger fehleranfällig.

Composable Infrastructure: Lohnt sich der Umstieg?

Aufgrund der sich ständig verändernden Prozesse und Umgebungen stellen sich einige IT-Entscheider die Frage, ob es sich lohnt, auf diesen neuen Trend aufzuspringen. Dabei sollte aber bedacht werden, dass die Anforderungen an die hauseigene IT weiter steigen werden:  So sind traditionelle IT-Infrastrukturen oft nicht in der Lage einen Cloud-like Speed, der von den Usern aber vorausgesetzt wird, zu gewährleisten.

Um die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens zu sichern, ist es also besonders wichtig, die gesamte IT zu berücksichtigen, anstatt nur einzelne Teile der Umgebung aufzurüsten.

 

Quelle Titelbild: alunablue/ Adobe Stock

 

Hier schreibt Sabrina Fiorin für Sie

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