25. August 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Neue ERP Lösung? Diese drei Stolpersteine sollten Sie vermeiden

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Enterprise Resource Planning (ERP)-Systeme sollen den Arbeitsalltag eigentlich vereinfachen. Soweit die Theorie – bei der Implementierung der Systeme im Unternehmen können allerdings die unterschiedlichsten Probleme auftreten. Wir präsentieren Ihnen die drei häufigsten Probleme – und wie Sie diese vermeiden können.

Die Einführung eines ERP-Systems verfolgt in erster Linie ein übergeordnetes Ziel: Betriebsmittel, Aufgaben, Personal oder Kapital sollen zentral überwacht sowie zielführend geplant und eingesetzt werden, und zwar über verschiedenste Bereiche hinweg. Soweit die Theorie. In der Praxis müssen jedoch einige Stolpersteine überwunden werden, um ein ERP System erfolgreich einzuführen.

Um Ihnen Bauchschmerzen und Kopfzerbrechen zu ersparen, präsentieren wir Ihnen die drei häufigsten Stolpersteine – und wie sich diese vermeiden lassen.

1. Die Qual der Wahl

Bereits bei der Auswahl des Systems lauert das erste Problem. Denn: ERP-Systeme gibt es wie Sand am Meer. Wer hier eine vorschnelle und wenig durchdachte Auswahl trifft, schießt sich sprichwörtlich selbst ins Bein.

Werden nicht alle relevanten Prozesse im ERP-System abgebildet, fällt der Nutzen im Arbeitsalltag denkbar klein aus. Umgekehrt kann ein überdimensioniertes ERP-System ein Unternehmen bei der Einrichtung und anschließendem Betrieb womöglich überfordern. Unflexible Systeme, die nicht individuell an die Bedürfnisse im laufenden Betrieb angepasst werden können, führen unter Umständen zu Insellösungen, die einen Mehraufwand für IT-Abteilungen zur Folge haben.

Um das richtige ERP-System zu finden, ist eines deshalb besonders wichtig: intensive Recherche. Nur wer sich ausführlich und bis ins letzte Detail mit den unternehmensinternen Prozessen und Bedürfnissen auseinandersetzt, kann auch das passende ERP-System erkennen und auswählen.

2. Viele Köche verderben den Brei

Übersichtliche Prozesse verhindern ein Hierarchie-Gerangel bei der Einführung einer neuen ERP Lösung.

Klar definierte Prozesse verhindern ein Hierarchie-Gerangel (Bild: © everythingpossible / iStock)

Da das ERP-System bereichsübergreifend für einheitliche und übersichtliche Prozesse sorgen soll, kann ein Hierarchie-Gerangel zwischen den einzelnen Abteilungen entstehen: Jeder Leiter einer Abteilung fordert eine eigene Variante der eigentlich standardisierten Prozesse.

Damit es hier nicht zum Scheitern des ERP-Projekts kommt, ist das Top-Management gefragt. Eindeutige Vorgaben zur Implementierung des Systems sowie klare „Spielregeln“ sorgen dafür, dass Prozesse nicht verwässern, sondern bereichsübergreifende Workflows geschaffen werden.

Sind die internen Rangeleien zu groß, kann externe Unterstützung die Lösung sein. Dienstleister können hier zwischen den einzelnen Parteien vermitteln, sowie als „Katalysator“ mit frischem Wind die Einführung des neuen ERP-Systems beschleunigen.

3. Verspätete Änderungen werfen zurück

Was Ihnen als Rollout-Verantwortlicher von Anfang an klar sein muss: Die Einführung eines ERP-Systems bedeutet eine große Veränderung im Unternehmen. Deshalb ist es nicht nur sinnvoll sondern unerlässlich, die Implementierung als eigenes Projekt anzusehen: So müssen hierfür ausreichend Zeit und Ressourcen zur Verfügung stehen.

Falls nicht, kann dies im schlimmsten Falle dazu führen, dass sich die Implementierung eines ERP-Systems mit anderen Veränderungen im Unternehmen überschneidet – wie etwa eine Anpassung der Geschäftsstrategie oder eine organisatorische Neuausrichtung. Dies kann die ERP-Einführung zu einer langwierigen und kostspieligen Angelegenheit machen. Denn es besteht die Gefahr, dass die individuell angepasste Struktur des ERP-Systems wegen anderer betrieblichen Änderungen nicht mehr der aktuellen Unternehmensstruktur entspricht. Und die Arbeit beginnt von vorne.

Planen Sie die Implementierung des ERP-Systems deshalb langfristig und vermeiden Sie größere, parallel ablaufende Umbrüche. Falls sich diese während der Projektlaufzeit nicht verhindern lassen, ziehen Sie eine gezielte Unterbrechung des Projekts in Erwägung.

Eine systematische Planung ist beim Thema ERP entscheidend.

Eine systematische Planung ist entscheidend (Bild: © Rawpixel / iStock)

Alles steht und fällt mit der Planung

Am Ende ist vor allem eines bei der Einführung eines ERP-Systems entscheidend – die rechtzeitige, realistische und vor allem systematische Planung des Projekts. Sind genügend Ressourcen und ein klarer Fahrplan vorhanden, gelingt die Einführung auch ganz ohne Stolpersteine. So können am Ende alle Geschäftsbereiche von einer bedarfsgerechten Ressourcenplanung im Unternehmen profitieren.

 

Quelle Titelbild: © mediaphotos / iStock

Hier schreibt Lenz Noelkel für Sie

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