17. Oktober 2017 | pArtikel drucken | k1 Kommentar

„Die geeignete Cloud-Lösung für jeden Workload und jedes Szenario“

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Milan Shetti (Chief Technology Officer, HPE), einer der Top-Speaker der INSPERIENCE Expo & Conference, die am 20. Oktober 2017 in München stattfand, erklärt im exklusiven CANCOM.info-Interview, wieso immer mehr Unternehmen auf die Hybrid Cloud setzen – und weshalb strategische Partnerschaften in diesem Umfeld immer wichtiger werden.

CANCOM.info: In drei Sätzen – was sind Ihrer Ansicht nach die typischen Eigenschaften der Hybrid Cloud?
Milan Shetti: Erstens stellt die Hybrid Cloud die geeignete Cloud-Lösung für jeden Workload und jedes Szenario dar, weil sie die Vorteile der Private und Public Cloud effektiv kombiniert. Zweitens erlaubt die Hybrid Cloud, Risiken zu minimieren, Betriebskosten zu senken und eine optimale Customer Experience dank hochperformanter Applikationen sicherzustellen. Drittens können Unternehmen jeder Größe von der Hybrid Cloud profitieren – von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis zu internationalen Großkonzernen.

CANCOM.info: Cloud Computing spielt in Unternehmen heute eine wichtige Rolle. Eine IDG-Studie aus dem Jahr 2015 hat ergeben, dass immer mehr Unternehmen auf die Hybrid Cloud setzen – anstelle der Private oder Public Cloud. Welche zentralen Gründe sehen Sie für diese Entwicklung?
Milan Shetti: Ich sehe drei Hauptgründe, wieso Unternehmen die Hybrid Cloud in Betracht ziehen: Kosten, Kontrolle und Performance. Bei den Kosten erkennen viele Unternehmen, dass die reine Public Cloud nicht so kostengünstig ist wie vermutet – zumal die Private Cloud bezüglich User Experience und Betriebskosten in letzter Zeit deutliche Verbesserungen erzielen konnte. Hinsichtlich der Kontrolle untersuchen Unternehmen regelmäßig, wie hoch das Sicherheitsrisiko ist und suchen daraufhin Wege, ihre IT-Umgebung und ihre Daten stärker zu kontrollieren. In diesem Zusammenhang entscheiden sich viele Unternehmen für die Hybrid Cloud. Bei der Performance realisieren Unternehmen, die sich auf den Weg in die Digitalisierung befinden, dass Applikationen komplexe Herausforderungen aufweisen, die sich nur mit der Hybrid Cloud bewältigen lassen.

CANCOM.info: Welche Schritte sind nötig, damit Unternehmen die Hybrid Cloud implementieren können? Welche Hürden müssen hier überwunden werden? Welche Fehler treten am häufigsten auf, wenn sich Unternehmen für die Implementierung einer Hybrid Cloud-Lösung entscheiden?
Milan Shetti: Die Implementierung der Hybrid Cloud erfordert drei wesentliche Schritte: Bestandsaufnahme, Ermittlung der notwendigen Maßnahmen sowie Umsetzung. Hier sehen sich Unternehmen mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Zum einen gilt es, Transparenz über die erforderlichen Ausgaben zu schaffen. Wie viel soll in die Private, wie viel in die Public Cloud investiert werden? Zum anderen muss genau definiert werden, für welchen Workload eine Public und für welchen eine Private Cloud-Lösung geeignet ist. Nicht zuletzt ist es unerlässlich, einen konkreten Fahrplan zur Cloud Transformation zu entwerfen – oft eine komplexe Aufgabe.
Damit die Implementierung der Hybrid Cloud erfolgreich verläuft, sollten Unternehmen drei häufige Fehler tunlichst vermeiden. Der erste Fehler ist, die Gesamtkosten der Implementierung nicht oder nur unzureichend zu überwachen. Die mögliche Folge sind ausufernde Kosten. Der zweite Fehler besteht darin, mit einer reinen Public Cloud-Strategie zu starten und dabei ungeachtet zu lassen, dass die Rückführung der Daten aus der Public in die Private Cloud sehr teuer werden kann. Unter Umständen sogar so teuer, dass der eigentliche Kostenvorteil der Public Cloud relativiert wird. Der dritte Fehler ist der Versuch, die Transformation alleine, also ohne Expertenhilfe, umzusetzen.

CANCOM.info: Bezogen auf die Partnerschaft von HPE mit B2B-Kunden: Welche Maßnahmen sollten HPE und Business-Kunden gemeinsam durchführen, um die Hybrid Cloud zu implementieren? Welche Rolle spielen Partnerunternehmen wie CANCOM in diesem Kontext?
Milan Shetti: Die wichtigste Maßnahme, die HPE und B2B-Kunden gemeinsam durchführen sollten, um die Hybrid Cloud erfolgreich zu implementieren, ist die Auswahl der richtigen Methodik. Diese Entscheidung muss datengetrieben erfolgen. Mit anderen Worten: Die Analyse des individuellen Datenvolumens ist für Unternehmen essenziell, damit sie die richtigen Entscheidungen treffen können. Dabei muss das Ziel sein, die Cloud-Ausgaben sowie den zu bewältigenden Workload angemessen zu kalkulieren und die nötigen Technologien zu identifizieren.
Wir betreten eine Ära, in der Cloud Computing, verglichen mit dem heutigen Stand, immer stärker dezentralisiert wird: Es ist davon auszugehen, dass Cloud Computing in Zukunft mehr am Edge – also kundennah in regionalen Rechenzentren – als zentralisiert – also in einem oder wenigen riesengroßen Public Cloud-Rechenzentren – betrieben wird. In diesem dezentralisierten Umfeld sind strategische Partner von HPE wie CANCOM von enormer Bedeutung. Diese genießen das Vertrauen der Business-Kunden vor Ort und bringen lokale Expertise mit.
Die Entwicklung zur Dezentralisierung wird von der Hybrid Cloud forciert. Denn dadurch wird Cloud Computing, allein per Definition (aufgrund der Private Cloud als zentraler Bestandteil, Anm. d. Red.), näher zum Kunden gebracht. Mit ihrer großen Kundennähe sind strategische Partner wie CANCOM damit wesentlicher Bestandteil, wenn es darum geht, die Hybrid Cloud im jeweiligen Betrieb zu implementieren.

CANCOM.info: Wenn Sie die zukünftige Entwicklung der Hybrid Cloud betrachten: Welche Rolle wird die Hybrid Cloud Ihrer Meinung nach 2020 in Unternehmen spielen? Und welche Entwicklung erwarten Sie für das Jahr 2030?
Milan Shetti: Ich gehe davon aus, dass bis 2020 mehr lokale und regionale Rechenzentren entstehen werden. Diese werden sich durch große Kundennähe auszeichnen. Im Jahr 2030 wird sich dann ein kompletter Paradigmenwechsel vollziehen. Im Gegensatz zu heute, in denen wenige große Anbieter von Public Cloud-Lösungen die Bedingungen für Cloud Computing festlegen und kontrollieren, werden dies in Zukunft die Business-Kunden tun.

Hintergrund zum Experten

Im Interview erklärt Milan Shetti, wieso die Hybrid Cloud in Zukunft die bevorzugte Cloud-Lösung sein wird.

Milan Shetti, Chief Technology Officer bei HPE (Bild: Hewlett Packard Enterprise)

Milan Shetti verantwortet als Chief Technology Officer für die Data Center Infrastructure Group bei HPE die strategische und technologische Entwicklung der Segmente Computer, Storage sowie Data Center Networking.

Vor dieser Position arbeitete Milan Shetti über 7 Jahre in der HPE Storage-Gruppe. Davon die meiste Zeit als Chief Technologist für das HPE Storage Business.

 

Quelle Titelbild: CANCOM

 

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

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