24. November 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Neue Aufgaben für autonome Maschinen

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Autonome Roboter übernehmen in der heutigen Zeit immer mehr Aufgaben. Während Maschinen an Fließbändern und Produktionsstraßen programmierte Aufgaben übernehmen, hat sich die Technologie aufgrund verbesserter Sensorik, schneller Datenverbindungen und selbstlernender künstlicher Intelligenz in den letzten Jahren stark entwickelt. Bereits heute erledigen autonome Roboter Jobs, die traditionell von Menschen durchgeführt werden.

Ein Beispiel kommt von der US-amerikanischen Firma Knightscope: Diese produziert Wachroboter. Das Unternehmen bietet für verschiedene Einsatzzwecken unterschiedliche Modelle an, die in Einkaufszentren, Warenhäusern oder auf dem Firmengelände patrouillieren können. Mit dem K7 wird Knightscope 2018 einen zusätzlichen Wachroboter auf den Markt bringen, der an ein futuristisches Elektrofahrzeug erinnert und auch in rauem Gelände, auf Flughäfen oder in Versorgungswerken eingesetzt werden kann.

Autonom durch Sensoren

Als Wachroboter sind die smarten Maschinen mit 360-Grad-Kameras ausgestattet, sodass sie in der Lage sind, ihre gesamte Umgebung dauerhaft in alle Richtungen zu überwachen – und das zusätzlich mit Wärmebild- und Nachtsichtkameras. Im Falle einer Gefahrensituation benachrichtigen diese Roboter sofort die Polizei, geben Alarmsignale und können sogar Gas oder Rauchentwicklung wahrnehmen. Und all das, ohne dass ein Menschenleben dabei gefährdet wird. Die Roboter handeln hier in bestimmten Situationen autonom oder können den Sicherheitsbeamten des Unternehmens alarmieren, der dann über das weitere Vorgehen entscheidet.

Diese Teilautonomie brauchen Roboter in der Logistik nicht. Das deutsche Startup MetraLabs baut beispielsweise mit TORY Inventurroboter, die selbstständig den Warenbestand scannen. In der Warenhauskette Adler arbeiten die Helfer laut dem Hersteller bis zu 18 Stunden täglich und sind dabei zehn Mal so schnell wie Menschen. TORY nutzt für die Inventur die RFID-Tags, die auf den Preisschildern kleben, um das Geschäft über das aktuelle Inventar zu informieren und bei Bedarf neue Ware anzufordern.

Selbstlernende Roboter in der Industrie

Auch in der Industrie haben sich die klassischen “Produktionsarme” am Fließband weiterentwickelt. Cobots stellen hier eine neue Entwicklungsstufe von Industrierobotern dar, die nicht mehr für kleine Änderungen neu programmiert werden müssen, sondern mit den Mitarbeitern zusammenarbeiten: Über eine grafische Oberfläche oder Kameras lernt der Roboter von seinen menschlichen Kollegen und passt seine Arbeitsweise anschließend auf die neue Situation an.

Diese Anpassung geschieht zum Beispiel, wenn ein Fahrzeug um neue Komponenten erweitert wird oder der Cobot neue Aufgaben erhält.

Roboter auf der letzten Meile

Automone Robotereinheiten könnten in Zukunft auch für Lieferdienste eingesetzt werden, damit die Produkte vom Fließband zum Kunden gelangen. Amazon machte in diesem Bereich letztes Jahr Furore, als es seinen Lieferdienst um “Prime Air” erweiterte. Wenn es nach dem Onlineversandhaus geht, könnten bestimmte Routen demnächst mit vollautonomen Drohnen angeflogen werden, die die Pakete dann sanft am gekennzeichneten Zielort abliefern.

Etwas weniger futuristisch, aber dennoch effizient sind dagegen die Lieferroboter, die momentan von der Schweizer Post und dem Warenhaus Jelmoli getestet werden. Der Päckli-Roboter kommt vom US-amerikanischen Unternehmen Starship Technologies und soll die letzte Meile der Lieferkette übernehmen. Dank ausgefeilter Sensorik soll der autonome Roboter Pakete und Waren zuverlässig ausliefern können. Im Schritttempo ist er dabei etwas langsamer als eine Drohne.

 

Quelle Titelbild: © Zapp2Photo/iStock

Hier schreibt Carla Bösl für Sie

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