13. November 2017 | pArtikel drucken | kKommentieren

Unterseekabel: Das Rückgrat des Internets

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Das aktuell schnellste Seekabel der Welt wurde gerade verlegt. In einer Zusammenarbeit zwischen Facebook, Microsoft und Telxius wurde das Projekt vor kurzem fertiggestellt. Das Datenkabel schafft somit eine Verbindung zwischen den USA und Westeuropa, die in Zeiten der digitalen Transformation immer wichtiger wird.

Mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 160 Terabit pro Sekunde ist „Marea“ (spanisch für Flut) das leistungsfähigste transatlantische Unterseekabel. Wie das IT-Magazin ZDNet berichtet, wurde das Projekt im August 2016 gestartet und soll Anfang 2018 in Betrieb genommen werden, wobei das Kabel nun final verlegt wurde. Marea soll eine zuverlässige Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Europa und den USA sowohl für das soziale Netzwerk Facebook als auch für den IT-Konzern Microsoft schaffen. Für die technische Umsetzung und den Verkauf freier Datenkapazitäten des Kabels ist Telxius verantwortlich, eine Tochter der spanischen Telefónica.

Das 6600 Kilometer lange Kabel verläuft zwischen Virginia Beach, USA und Bilbao in Spanien. Sowohl Facebook als auch Microsoft haben während des Hurricane Sandy in 2012 festgestellt, dass nahezu alle Unterseekabel aus Europa in New York oder New Jersey ankommen. Hier war aber zu großen Teilen der Strom ausgefallen, sodass für viele Unternehmen die direkte Verbindung nach Europa nicht mehr zur Verfügung stand. Mit dem Endknoten in Virginia Beach möchten beide Unternehmen eine zuverlässigere Verbindung in solchen extremen Situationen schaffen.

Im Video: Wie Marea internationalen Unternehmen hilft

Ein neuer Standard für die digitale Wirtschaft. (Quelle: Microsoft Europe)

Digitale Transformation: Seekabel werden wichtiger

Auf der Seite Submarine Cable Map werden aktuell rund 420 Unterseekabel weltweit gelistet und grafisch dargestellt. Laut Business Insider sind diese über 1,1 Millionen Kilometer lang, übertragen 99 Prozent aller interkontinentalen Daten und stellen somit das Rückgrat des Internets dar.

In Zeiten der zunehmenden Digitalisierung werden Unterseekabel wie Marea immer wichtiger. Cloud-Dienstleister wie Microsoft müssen sicherstellen, dass ihre Dienste nicht nur robust und vor Ausfällen abgesichert sind, sondern auch eine hohe Verbindungsgeschwindigkeit und niedrige Latenzen vorweisen. Im Zuge der Globalisierung müssen Unternehmen in der Lage sein, schnell zu kommunizieren und Daten innerhalb von Sekunden weltweit an eigene Standorte oder Kunden und Partner bereitzustellen.

„Marea kommt zu einer kritischen Zeit“, sagt Brad Smith, Präsident von Microsoft in einer Mitteilung des Unternehmens. „Unterseekabel im Atlantik tragen bereits 55 Prozent mehr Daten als transpazifische Strecken und 40 Prozent mehr Daten als zwischen den USA und Lateinamerika. Es gibt keine Frage, dass die Nachfrage nach Datenströmen über den Atlantik weiter zunehmen wird und Marea eine kritische Verbindung für die Vereinigten Staaten, Spanien und darüber hinaus bieten wird.“

Quelle Titelbild:  MarsYu/iStock

Hier schreibt Daniil Matzkuhn für Sie

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