4. Dezember 2017 | pArtikel drucken k1 Kommentar
Green IT als Wettbewerbsvorteil

Nachhaltigkeit im Mittelstand: So gelingt der Start in eine nachhaltige IT

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In Zeiten der Digitalisierung sieht sich der Mittelstand mit diversen Herausforderungen konfrontiert. Eine wesentliche Maßnahme ist dabei, die IT-Infrastruktur ihres Unternehmens zu modernisieren, um Mitarbeitern eine höhere Flexibilität und Produktivität zu ermöglichen. Auch das Thema Nachhaltigkeit gewinnt für mittelständische Unternehmen immer mehr an Bedeutung – unter anderem wegen der kürzlich beschlossenen CSR-Berichtspflicht.

Die Digitalisierung ist im deutschen Mittelstand angekommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Techconsult. Demnach beurteilt eine große Mehrheit der mittelständischen Unternehmen in Deutschland (72 Prozent) das Thema Digitalisierung als wichtig oder sehr wichtig für den eigenen Betrieb. Allerdings macht die Studie auch deutlich: Viele Mittelständler stehen bei der digitalen Transformation erst am Anfang.

Tatsächlich stellt die Digitalisierung den Mittelstand vor große Herausforderungen. Unter anderem muss die IT-Infrastruktur modernisiert, die Effektivität von Geschäftsprozessen und -modellen erhöht sowie die Produktivität der Mitarbeiter gesteigert werden – etwa durch die Bereitstellung eines digitalen Arbeitsplatzes.

Seit diesem Jahr rückt auch das Thema Nachhaltigkeit verstärkt in den Fokus. So zwingt die neue CSR-Berichtspflicht viele Unternehmen, auch des Mittelstands, zum Umdenken – obwohl die Berichtspflicht zumindest offiziell nur für Großunternehmen gilt.

CSR-Berichtspflicht: Unmittelbare Folgen für weite Teile des Mittelstands

Bild: weerapat1003/Adobe Stock

In der Praxis sieht die Situation oft anders aus. So kann die CSR-Berichtspflicht ein mittelständisches Unternehmen betreffen, wenn dieses in die Lieferkette eines Großunternehmens eingebunden ist. Das ist vor allem bei Zulieferern der Fall.

Konkret bedeutet das: Ein mittelständisches Unternehmen, das als Zulieferer für ein Großunternehmen arbeitet und somit Bestandteil der Lieferkette ist, kann dazu aufgefordert werden, der CSR-Berichtspflicht nachzukommen – auch wenn gesetzlich keine Berichtspflicht vorliegt. Betroffene mittelständische Unternehmen, die dieser Aufforderung nicht nachkommen, können bei der nächsten Lieferantenbewertung herabgestuft werden – und damit an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Die CSR-Berichtspflicht legt strenge Richtlinien fest, wie Unternehmen in ihren Lageberichten über nicht-finanzielle Aspekte der Unternehmenstätigkeit künftig Auskunft geben müssen. Dabei spielt das Thema Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. So verfolgt das ab dem Jahr 2017 anwendbare Gesetz das Ziel, ökologische und soziale Aspekte in Unternehmen transparent offenzulegen.

Im Falle einer Nichteinhaltung der Regeln werden Geldbußen fällig.

Nachhaltigkeit umfasst viele Unternehmensbereiche

Bild: tonefotografia/Adobe Stock

Oft wird in Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit nur mit Umweltschutz und sozialem Engagement in Verbindung gebracht. Tatsächlich steckt einiges mehr hinter dem Komplex Corporate Social Responsibility (CSR).

Grob unterteilt werden kann dabei in Maßnahmen bezüglich

  • Mitarbeiter,
  • Kunden,
  • Partner,
  • Umwelt und
  • Gesellschaft.

In Zeiten von Klimawandel, besorgniserregendem Zustand von Meeren sowie der Luftqualität in Großstädten kommt dem Umweltschutz jedoch eine besondere Rolle zu. Stakeholder wie Kunden, Mitarbeiter, NGOs oder Partner setzen Unternehmen deshalb zunehmend unter Druck, verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen, erneuerbare Energien zu verwenden und aktiv Umweltschutz zu betreiben.

Ein angenehmer Nebeneffekt für viele Unternehmen, die anfangen, sich mit CSR und Umweltschutz zu beschäftigen: Oft entstehen unerwartete positive Auswirkungen – wie beispielsweise spürbare Kosteneinsparungen, die sich durch eine Steigerung der Energieeffizienz oder auch durch Energieeinsparungen ergeben. Auch im IT Bereich können hier beachtliche Effekte erzielt werden – Green IT ist daher ein Thema, mit dem sich nun jedes Unternehmen befassen sollte.

Green IT nimmt an Bedeutung zu

Bild: weerapat1003/Adobe Stock

Tatsächlich kann die Gewährleistung einer nachhaltigen IT für Unternehmen heute ein wesentlicher Baustein sein, um sich in ein nachhaltiges Unternehmen zu transformieren. Schließlich setzen immer mehr Betriebe in Zeiten der Digitalisierung IT-Technologie ein. So steigt beispielsweise die Anzahl vernetzter Devices stetig.

Das Schlagwort lautet: Green IT. Darunter sind Bestrebungen gemeint, die IT-Nutzung über den gesamten Lebenszyklus hinweg umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten.

Doch welche Kriterien zeichnen Green IT aus?

Punkt 1: Umfassendes Recycling

Bild: Daniel Berkmann/Adobe Stock

Zur Gewährleistung einer nachhaltigen IT spielt das Thema Recycling eine wesentliche Rolle. So lässt sich vor allem verhindern, dass intakte Altgeräte einfach auf der Müllhalde oder in Abfallöfen landen. In solchen Fällen könnten Unternehmen viele Materialien, aus denen die Geräte bestehen, für weitere Produktionen verwenden – schließlich sind diese in einem überwiegend guten Zustand. Ein Wegwerfen dieser Materialien kommt somit einer Verschwendung von Ressourcen gleich.

Wenn Unternehmen die Materialien hingegen recyceln, können sie nicht nur Ressourcen schonen, sondern langfristig auch ihre Betriebskosten senken.

Oberstes Ziel sollte hier die Herstellung eines „geschlossenen“ Produktionskreislaufs sein. Das bedeutet: Alle Materialien sind recyclebar und damit für neue Produkte wiederverwertbar.

Die Politik in Deutschland weist dem Thema Recycling eine hohe Priorität zu: Beispielsweise legt das sogenannte „Elektrogesetz“ fest, dass Unternehmen Elektro- und Elektronikgeräte umweltfreundlich entsorgen und so viele Materalien wie möglich recyceln müssen. Je nach Gerätekategorie sind Verwertungsquoten von bis zu 80 Prozent vorgeschrieben.

Punkt 2: Sicherheit der Materialien

Neben dem Recycling müssen Unternehmen ebenfalls sicherstellen, dass die für die Produkte verwendeten Materialien nicht die Gesundheit und Sicherheit des Menschen gefährden. Vor allem sollte auf Materialien mit giftigen Chemikalien weitmöglichst verzichtet werden.

Ein Beispiel für ein solches Material – das früher in der IT verwendet wurde – ist Quecksilber.

Punkt 3: Kampf gegen den Klimawandel

Bild: Romolo Tavani/Adobe Stock

Der Kampf gegen den Klimawandel bedeutet für Unternehmen in erster Linie, Maßnahmen zur dauerhaften Senkung ihrer CO²-Emissionen zu entwickeln. Hier spielen zwei Aspekte eine wesentliche Rolle:

  • Einsatz von erneuerbaren Energien: In der Digitalisierung steigt der Strombedarf kontinuierlich. Vor allem große IT-Konzerne benötigen für den Betrieb ihrer Rechenzentren gigantische Mengen an Strom. Auch die Fertigung in der IT, wie zum Beispiel die Herstellung von Devices, verschlingt viel Energie. Um hier nachhaltig zu agieren und die CO²-Bilanz dauerhaft zu senken, wird es immer bedeutender, den Strom aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Nur so lässt sich Green IT realisieren – ohne etwa die Produktion einschränken zu müssen.
  • Hohe Energieeffizienz: Neben der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien sollten Unternehmen ein besonderes Augenmerk auf das Thema Energieeffizienz legen. Zum einen bezogen auf die Fertigung: Mit einer hohen Energieeffizienz ist es möglich, mit der gleichen Menge an Strom deutlich mehr Produkte herzustellen. Dies schont neben dem Geldbeutel auch die Umwelt, da weniger Strom für die Fertigung benötigt wird. Zum anderen bezogen auf die Produkte: Energieeffiziente Produkte wie Devices verbrauchen weniger Strom, halten länger – und sind deshalb beim Kunden gern gesehen. Schließlich hat dieser so die Möglichkeit, Stromkosten zu sparen.

Nachhaltigkeit im Mittelstand: mit Unterstützung von Apple

Ein IT-Unternehmen, das alle drei Punkte erfüllt, ist Apple. So setzt Apple den Fokus klar auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit – und setzt dies mit Maßnahmen wie dem umfassenden Recycling seiner Produkte oder der Nutzung erneuerbarer Energien für die Stromgewinnung um. Organisationen wie Greenpeace bewerten Apple folglich als einer der „grünsten“ IT-Unternehmen weltweit: Laut der Greenpeace-Studie „Grüner Klicken“ vom Januar 2017 deckt der IT-Konzern seinen Energieverbrauch bereits zu 83 Prozent mit erneuerbaren Energien ab – dies ist der höchste Wert aller untersuchten IT-Unternehmen.

Für mittelständische Unternehmen, die im Zuge der Digitalisierung unter anderem vor der Frage stehen, welche Devices sie kaufen sollen, sind Apple-Geräte somit eine geeignete Wahl, um einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen IT zu gehen. So erfüllen Apple-Produkte folgende Kriterien an Nachhaltigkeit:

  • Verwendung von umfassend recycelbaren Materialien: Oberstes Ziel von Apple ist es, einen „geschlossenen“ Produktionskreislauf herzustellen. Um dies zu erreichen, hat der IT-Konzern unter anderem Liam entwickelt, ein System von Robotern. Mit seinen 29 Armen und allen möglichen Werkzeugen wie Bohrer, Saugnäpfe und Schraubenzieher ist Liam in der Lage, alte iPhones innerhalb von wenigen Sekunden zu zerlegen. Nach Angaben von Apple zerlegt Liam pro Jahr 1,2 Millionen iPhones.
  • Verwendung von sicheren Materialien: In Zukunft möchte Apple keine Materalien mehr verwenden, die giftige Chemikalien beinhalten. Unter anderem verzichtet das Unternehmen seit 2009 bei der Displayherstellung vollständig auf Quecksilber und setzt stattdessen energieeffiziente und quecksilberfreie LEDs und OLEDs ein.
  • Einsatz von erneuerbaren Energien: Mit Maßnahmen wie dem 2015 gestarteten Clean Energy Programm soll der Einsatz von erneuerbaren Energien besonders in der Produktion weiter ausgebaut werden.
  • Energiesparender Betrieb der Apple-Geräte: Apple konnte seit 2008 den durchschnittlichen Energieverbrauch seiner Produkte um 70 Prozent reduzieren. Besonders deutlich wird der Fortschritt beim iMac. So verbraucht das aktuelle Modell 97 Prozent weniger Strom als der erste iMac aus dem Jahr 1998. Auch das MacBook Pro benötigt 15 Prozent weniger Strom als vorherige MacBook Pro Modelle. Wegen seiner Energieeffizienz wurde der Mac unter anderem mit dem Energy Star-Siegel ausgezeichnet. Neben dem Thema Nachhaltigkeit bietet der Mac mittelständischen Unternehmen auch weitere Vorteile wie Sicherheit, Datenschutz und eine erhöhte Produktivität. Detaillierte Informationen erfahren Sie hier.
  • Längerer Lebenszyklus der Apple-Produkte: Verglichen mit Devices anderer Anbieter überraschen Apples Macs mit einem Restwert, der deutlich über dem Durchschnitt liegt. Für CANCOM-Kunden, die sich für die Integration von Apple in ihrem Unternehmen entscheiden, führt CANCOM die alten Geräte zurück und sorgt dafür, dass alle Daten zuverlässig und professionell übertragen bzw. gelöscht werden.

Übrigens: Wer möchte, kann sogar jedes Apple-Produkt in puncto Umweltfreundlichkeit auf Herz und Nieren prüfen. So veröffentlicht der IT-Konzern für alle Apple-Produkte regelmäßig Environmental Reports. Dort ist unter anderem genau beschrieben, welche Materialien für die Produkte verwendet wurden und wie viel CO²-Ausstoß das Produkt insgesamt verursacht hat. Eine Übersicht finden Sie hier.

Doch auch in Sachen IT-Sicherheit, Produktivität und Lebenszyklus sind Apple und CANCOM vor allem für die Mittelstands-IT eine gute Wahl.

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Quelle Titelbild: weerapat1003/Adobe Stock

 

 

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

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