16. Februar 2018 | pArtikel drucken | kKommentieren

2018: Bisher ein Auf und Ab für den Bitcoin

Noch im vergangenen Jahr eilte der Bitcoin-Kurs von Rekord zu Rekord. Den Höchststand erreichte der Kurs im Dezember 2017 – zu diesem Zeitpunkt war die Kryptowährung fast 16.000 Euro wert. Mit dem Jahreswechsel wurde dieser Höhenflug jäh gestoppt.

Tatsächlich gleicht der Bitcoin-Kurs aktuell einer wilden Achterbahnfahrt. Der bisherige Tiefpunkt in 2018 wurde vergangene Woche erreicht. So war die Kryptowährung am 06. Februar 2018 nur noch über 5.000 Euro wert. Inzwischen (Stand: 16.02.2018) ist der Kurs wieder angestiegen – auf knapp 8.000 Euro.

Es scheint demnach, als ob der, wie etwa von Wallstreet Online beschriebene, schwarze Januar sowie die weiteren Tiefschläge Anfang Februar überwunden sind – zumindest vorerst.

Stimmen zur Regulierung werden lauter

Die Stimmen, die eine Regulierung von Kryptowährungen wie dem Bitcoin fordern, häufen sich. Die Kursschwankungen sind dabei nicht das einzige Argument. Auch Aspekte wie die illegale Nutzung von Kryptowährungen zur Geldwäsche oder zur Terrorfinanzierung werden oft genannt.

Weltweit werden Maßnahmen zur Regulierung von Kryptowährungen geplant oder bereits umgesetzt. Im Folgenden ein Auszug.

  • Südkorea: Kryptowährungen sollen nicht gänzlich verboten werden. Allerdings soll der Handel damit in Zukunft stärker kontrolliert und transparenter werden.
  • China: Neben Handelsplattformen sollen auch Einzelpersonen stärker ins Visier genommen werden. Sogar ein komplettes Verbot von Kryptowährungen liegt im Bereich des Möglichen – und das in einem Land, das sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Märkte für Kryptowährungen entwickelt hat.
  • Thailand: Banken und anderen Finanzinstitutionen soll der Handel mit Kryptowährungen künftig verboten werden.
  • USA: Hier wird über die Kontrolle von Handelsplattformen für Kryptowährungen auf Bundesebene diskutiert.
  • Europa: Die Finanzminister und Zentralbankchefs von Deutschland und Frankreich haben vergangene Woche ein Schreiben an die argentinische G20 Präsidentschaft formuliert. Darin sind konkrete Forderungen zur Regulierung von Kryptowährungen enthalten. Darüber hinaus warnen die drei europäischen Finanzaufsichtsbehörden EBA (für Banken), ESMA (für Wertpapiere und Märkte) und EIOPA (für Versicherungen und Pensionskassen) die Bürger der Europäischen Union in einer schriftlichen Mitteilung davor, Kryptowährungen zu kaufen und mit diesen zu handeln. Als wichtigen Grund sehen sie die extremen Preisschwankungen, die virtuelle Währungen wie der Bitcoin aufweisen. Jedem, der in Kryptowährungen investiert, müsse bewusst sein, dass er einen großen Teil oder sogar die gesamte investierte Summe verlieren könne.

Wenn es nach IWF-Chefin Christine Lagarde geht, soll die Regulierung von Kryptowährungen in Zukunft nicht mehr länderspezifisch, sondern weltweit erfolgen. Im Zuge eines Interviews mit CNNMoney, das im Rahmen des kürzlich in Dubai abgehaltenen World Government Summit 2018 stattfand, bezeichnete sie die weltweite Regulierung von Kryptowährungen wie dem Bitcoin als „unausweichlich“.

Bitcoin: Wie geht es weiter?

Der Bitcoin-Kurs glich zuletzt einer wilden Achterbahnfahrt.

Der Kursverlauf des Bitcoins ist aktuell ein stetiges Auf und Ab. Auch in Zukunft? (Bild: CANCOM)

All die aktuelle negative Resonanz bedeutet aber nicht das Ende von Kryptowährungen wie dem Bitcoin. Davon ist etwa Wirtschaftsredakteur Martin Hock von der FAZ überzeugt. Für solche Aussagen sei es schlicht zu früh. Hock weist darauf hin, dass Kryptowährungen auch entscheidende Vorteile aufweisen: So zeichnen sich diese zum Beispiel durch ihre hohe Fälschungssicherheit aus. Außerdem sei es nicht das erste Mal, dass die Einführung eines neuen Zahlungsmittels wechselhaft verläuft.

Als Beispiel nennt Hock die Einführung des Papiergeldes in Europa im 17. und 18. Jahrhundert, die vor allem in Frankreich zum Fiasko geriet. Letztendlich sei die Zukunft des Bitcoins und anderen Kryptowährungen eine Frage des Vertrauens. Stabilisieren sich die Kurse, könnten sich Kryptowährungen dauerhaft etablieren.

Ob das geschieht, ist allerdings unklar. Die Prognosen, wie etwa von der dänischen Saxo Bank und Goldman Sachs, liegen weit auseinander: So sagt die dänische Saxo Bank für dieses Jahr einen Anstieg des Bitcoin-Kurses von 100.000 Dollar (ca. 80.000 Euro) voraus – während Goldman Sachs davor warnt, dass einige Kryptowährungen sogar auf null fallen könnten. Laut dem Tagesspiegel wagt Oliver Flaskämper, der sich seit Jahren mit Bitcoins beschäftigt, deshalb gar keine Prognose abzugeben. Sein Fazit: „Da könnte ich auch die Lottozahlen vorhersagen.“

Quelle Titelbild: © TheDigitalArtist/Pixabay

Hier schreibt Christian Schinko für Sie

Mehr Artikel vom Autor

Lesen Sie weiter auf CANCOM.info

Cookies auf dieser Website

Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Damit wir verstehen, wie unsere Seite im Allgemeinen genutzt wird und wir Ihren Besuch noch interessanter und personalisierter gestalten können, setzen wir Cookies und andere Technologien ein. Bitte treffen Sie Ihre bevorzugte Cookie-Auswahl, um fortfahren zu können. Hilfe.

Wählen Sie eine Option, um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit ändern. Eine Erläuterung der einzelnen Einstellungen finden Sie in der Hilfe.

COOKIE EINSTELLUNGEN

Wir respektieren Ihre Privatsphäre und den Datenschutz. Damit wir verstehen, wie unsere Seite im Allgemeinen genutzt wird und wir Ihren Besuch noch interessanter und personalisierter gestalten können, sammeln wir Daten über die Nutzung dieser Seite. Hierzu verwenden wir Cookies. Wir teilen außerdem Informationen über Ihre Nutzung unserer Website mit unseren Social-Media-, Werbe- und Analytikpartnern gemäß unserer Datenschutzerklärung. Sie können Ihre Präferenzen in den Cookie-Einstellungen verwalten und jederzeit ändern.

Achtung: Wenn Sie noch keine 16 Jahre alt sind deaktivieren Sie bitte unbedingt alle Cookies die nicht notwendig sind, da für das Tracken durch Cookies von Kindern unter 16 Jahren die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten vorliegen werden muss.

  • Alle Cookies akzeptieren:
    Diese Funktion erlaubt alle Cookies für Tracking- und Seiten-Analyse, Cookies zur Personalisierung der Website oder Social Media Dienste. Dazu zählen auch Cookies von externen Anbietern, wie zum Beispiel Youtube oder Vimeo, um das Abspielen von Videos zu ermöglichen sowie Cookies, die nicht ausschließlich für den Betrieb der Webseite notwendig sind. Das sind Cookies für Marketing, Statistik und andere.
  • Nur Cookies erlauben, die von dieser Webseite gesetzt werden:
    Hierbei werden zusätzlich zu den notwendigen Cookies weitere Cookies geladen, die vom Websitebetreiber für diese Webseite genutzt werden. Das sind zum Beispiel Cookies, die die Art beeinflussen, wie sich eine Webseite verhält oder aussieht (z. B. Ihre bevorzugte Sprache oder die Region in der Sie sich befinden).
  • Nur Cookies akzeptieren, die für die Funktion der Seite notwendig sind:
    Notwendige Cookies helfen dabei, eine Webseite nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Webseite ermöglichen. Die Webseite kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren. Es werden bei dieser Option keine Cookies gesetzt, außer die aus technischen Gründen notwendig sind.

Zurück