9. März 2018 | pArtikel drucken | k1 Kommentar

Fast die Hälfte der CIOs bewerten den aktuellen Stand der Digitalisierung positiv

Knapp 40 Prozent der CIOs sind mit dem Verlauf der Digitalisierung in ihrem Unternehmen zufrieden. Das besagt eine aktuelle Studie von Capgemini. Jedoch werden nach wie vor Hürden gesehen.

Die CIOs, die bei der Umsetzung der Digitalisierung von Problemen berichten, sind gegenüber dem Vorjahr weniger geworden. So sei die Quote von 72,2 Prozent auf 62,9 Prozent gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „IT-Trends 2018“ des Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmens Capgemini, für die 121 IT-Verantwortliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Herbst 2017 befragt wurden.

Vor allem in den Bereichen Cloud und IoT-Technologie würden weniger Probleme auftreten als im vergangenen Jahr. Als besonders positiven Effekt der Digitalisierung bewerten die IT-Entscheider die gestiegene Effizienz im Tagesgeschäft sowie die Sicherung der Marktposition des Unternehmens.

Allerdings gebe es vielerorts noch Probleme, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Zudem weisen die Studienautoren auf branchenspezifische Unterschiede hin: Während Banken, Finanzdienstleister und die Automobilbranche den aktuellen Stand der Digitalisierung tendenziell positiv einschätzen würden, sei dies in der Industrie nicht der Fall.

Digitalisierung: CIOs sehen weiterhin große Hürden

Als größtes Problem bewerten die IT-Entscheider laut Studie den Mangel an qualifizierten Mitarbeitern – weshalb wichtiges Know-how fehlt. Dies betreffe unter anderem die Bereiche Datenauswertung und -analyse, Big Data sowie Cybersecurity. Besonders hätten die Schwierigkeiten im Big Data-Bereich zugenommen: Hier kommen der Studie zufolge ständig neue Tools auf den Markt, die Fachabteilungen gerne nutzen würden. Dies sei aber häufig nicht möglich. Denn hierzu würden schlicht die Experten fehlen.

Nach dem Mitarbeitermangel nennen die befragten IT-Entscheider unflexible Geschäftsprozesse als größte Hürde, die es für eine erfolgreiche Digitalisierung zu überwinden gilt.

Erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung: Menschen wichtiger als Technologien

Ob mehr oder weniger Hürden – dass die Digitalisierung für Unternehmen erforderlich ist, wird allgemein gesehen. Doch welche Maßnahmen sind für die IT-Entscheider am wichtigsten, damit die digitale Transformation gelingt?

Laut Studie rücken die befragten CIOs hierfür vor allem zwei Aspekte in den Mittelpunkt: Die Etablierung von interdisziplinären Teams, bestehend aus IT- und Fachspezialisten, sowie die gezielte Einstellung von Mitarbeitern, die ein entsprechendes Know-how aufweisen.

Die Studienautoren von Capgemini kommen deshalb zu dem Schluss: Für die befragten IT-Entscheider sind Menschen wichtiger als Technologien, um in der Digitalisierung erfolgreich zu sein.

Quelle Titelbild: ©Mediamodifier/Pixabay

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